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Bordeaux

Das Anbaugebiet Bordeaux (oder Bordelais) ist ein Fleckenteppich, bei dem man vom Hinschauen Kopfweh bekommt. Aber das System zu durchschauen ist gar nicht so schwierig. Ich habe es mir so zurechtgelegt, wenngleich die amtliche Systematik anders und etwas komplizierter ist: 1. rechtes Ufer, 2. linkes Ufer. Eine Ebene darunter gibt es die Groß-Appellationen Médoc, Graves, Libournais, Entre-Deux-Mers. Und wieder eine Ebene darunter befinden sich die Klein-Appellationen wie Saint-Estèphe, Pessac-Léognan, Pomerol etc. mit ihren sensorischen Typizitäten, die man irgendwann grob raushat. Dann gibt es noch eine vertikale Systematik der Qualitätsstufen: Die Weinklassen, geteilt in Erste bis 5. Gewächse (wobei hier immer ein Weingut und kein Wein gemeint ist) und die jeweiligen Zweitweine. Es ist völlig egal, ob 1er Cru oder 5eme Cru - schmeckt generell alles top, die Unterschiede liegen im Millimeterbereich. Kein Wunder, die Einteilung stammt aus dem Jahr 1855 und seitdem ist viel Wasser durchs Bordelais geflossen. Dieses System gilt übrigens nur für einen kleinen Teil der Appellationen und betrifft Weine im Preisrahmen von ca. 70 bis 700 Euro oder vereinzelt darüber. Ist also nicht sooo wichtig für dich und mich. Darunter wird's schon interessanter und hier muss man sich drei Begriffe merken: Cru Bourgeoise, eine Qualitätsklasse, die ständig überprüft wird und generell sehr ordentlichen Weingenuss verspricht. Seit 2020 gibt es noch Crus Bourgeois Supérieurs und Crus Bourgeois Exceptionnels, aber das ist hier nicht wichtig. Und dann wären noch die Stufen Bordeaux Superieur und der einfach Bordeaux AOC. Wie gesagt, die offizielle Systematik ist ein bisschen komplexer, aber mit der hier kommst du gut klar. Jetzt noch ein bisschen Statistik: Nur 3,5% der Weine des Bordelais sind teurer als 15 Euro pro Flasche. Nur 1,25% der Châteaux gehören zu den klassifizierten Herstellern, die Schlagzeilen in den Medien machen.

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