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Plötzlich Winzer: die fabelhaften Volpinis

Pipo prüft: Quereinsteiger Johannes Volpini de Maestri
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Die österreichische Familie Volpini de Maestri erbte einen Palst mit Weinberg und beschloss, ein Weingut daraus zu machen.
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Der Captain trinkt Mittagswein. Eine alte Sitte, die verlorenzugehen droht. Im Glas ein völlig unbekannter Brummer aus einem Anbaugebiet, das nicht viel von sich reden macht: Trentino. Weil die Zahl der bemerkenswerten Weine dort überschaubar ist. Trotz bester Voraussetzungen. Eigentlich schade.

Wer den Newsletter des Captain aufmerksam verfolgt, kennt die Weingutsbesitzer. Es ist die Familie Volpini de Maestri, die zwar italienisch klingt, aber aus Österreich kommt. Der Captain hat schon einen noblen Roséwein der Volpinis (Tschuldigung für die Abkürzung) besprochen, was für ein bisschen Aufregung sorgte, denn – nun ja, lies einfach selbst:

Palazzo Lodron: mein Wein ist mein Haus

Heute ist ein eleganter Rotwein im Bordeaux-Stil dran. Was heißt das? Antwort: Im Glas schwimmen jene Rebsorten, die für den Mythos Bordeaux stehen: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot.

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Die Kunst ist das sensible Zusammenrühren der Komponenten, also die nach Millilitern bemessene Dosierung der jeweiligen Rebsorte im End-Wein. 1% Unterschied kann schon einen spürbaren Unterschied ausmachen. Die besten Cuvéetierer der berühmten Bordelaiser Châteaux sind gemachte Männer.

Sorry, ich kenne keine einzige Frau, die das macht, und nehme Hinweise gerne entgegen.

Der mächtig-elegante Rotwein → Divertimento Nr. 10 von Palazzo Lodron heißt so, weil Mozart sein bekanntes Divertimento #10 für einen Altvorderen des Hausherrn schrieb, der damals in Salzburg ein hoher kirchlicher Würdenträger war. Der mittelalterliche Palazzo Lodron ist das Erbe dieser Familie. Aus dem 3-Hektar-Weinberg hinter dem Palast werden drei Weine hergestellt. Divertimento Nr. 10 ist einer davon. Es treten auf: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot. Vergärung im großen französischen Holzfass, Reife ebendort. Im Glas sattes Rubinrot. Ich rieche etwas blutiges Fleisch, Rote Beete, Schwarze Johannisbeere, Brombeere, Schmelz. Im Mund rotbeerige Fruchtigkeit, Blutorangensaft und viel dunkle Schokolade, ein Hauch Mandel, Maronen und etwas Lakritze. Superbalanciert, nichts wird laut. Säure, Tannine, Frucht – alles schwebt, getragen von mächtigen 14,5% Vol. Alkohol, die man kaum spürt. Der Captain mag diesen Wein sehr, weil er so wunderschön elegant und dabei maulfüllend ist.

Die Volpinis hatten nicht viel mit Wein am Hut, als die Verpachtung des Weinbergs an einen Winzer der Gegend auslief. So viel, wie ihre eigenen Weine heute kosten, gaben sie selten für Getränke aus. Doch dann packte sie das, was man gemeinhin Weinfieber nennt. Diesen Virus wirst du nie wieder los. Es gibt auch keine Impfung dagegen.

Vor genau 5 Jahren wurde die Fläche komplett gerodet und neu bepflanzt. Zwei Berater aus Südtirol (Rebzüchter Alexander Morandell und Önologe Walter Schullian) unterstützten das Unterfangen von Beginn an. Die gelernte Historikerin Olivia Volpini de Maestri zum Captain: Das alles ist eine tolle Reise.

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Dieser Wein ist auch so eine Reise. Leider gibt es für dieses flüssige Erste-Klasse-Ticket in den Süden keinen Bahncard-Rabatt.

 

Datum: 9.5.2021
 

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