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Wie erkenne ich guten Wein?

Ist das ein guter Wein? Die Antwort gibt BLIK.
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Der Trick heißt BLIK. So heißt die einfache Methode, mit der man als Einsteiger guten Wein von sehr gutem Wein unterscheidet.
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Menschen, die noch über sehr wenig Weinerfahrung verfügen, fragen mich oft, wie und wo sie denn anfangen sollen. Sie sehen, wie ich guten Wein genieße und fragen sich, wie sie auch dorthin kommen.

Erfahrene Weinfreunde werden jetzt zugeben, dass es gar nicht so leicht ist, Neueinsteiger auf den Weg zu bringen. Einfach mal ein Glas Siepi einschenken, reicht halt nicht.

In so einem Fall wende ich die BLIK-Methode an. Ich erkläre euch jetzt, wie die funktioniert.

Wenn man anfängt, regelmäßig Wein zu trinken, dann schmecken am Anfang eher einfache Tropfen in der Pizzeria. Das ist ganz normal. Diese Weine sind so gemacht, dass sie möglichst vielen Menschen gefallen. Mit hochwertigen und komplexen Weinen kann der Gaumen noch nichts anfangen.

Mit dem Lauf der Zeit (und des getrunkenen Weins) wird sich das aber ändern. Irgendwann fragt man sich, wie man jemals einen Barolo verschmähen und stattdessen diesen Montepulciano für dreineunundneunzig vom Supermarkt um die Ecke lieben konnte.

Wenn Geschmack sich über Jahre so entwickelt und zudem von Mensch zu Mensch verschieden ist – kann man dann überhaupt objektiv sagen, wann ein Wein gut ist?

Man kann. Es gibt ein paar Kriterien, mit denen man die Qualität eines Weins messen kann. Ob er einem persönlich schmeckt, ist eine andere Sache.

Also – woran erkennt man guten Wein?

Mit BLIK.

BLIK fasst die wichtigsten Kriterien für den gehobenen Weingenuss einfach zusammen:

B – wie Balance
L – wie Länge
I – wie Intensität
K – wie Komplexität

Balance: Sind die verschiedenen Geruchs- und Geschmacksempfindungen balanciert? Oder gibt es ein Aroma, das alle anderen erschlägt und deutlich dominiert? Wie fühlen sich Säure und Tannine an? Unrund? Holprig? Oder sind sie harmonisch in den Wein integriert?

Länge: Wie lange bleiben die Sinneseindrücke bestehen, die ich beim Trinken habe – nachdem ich den Wein geschluckt habe? Sind sie sofort weg, oder halten sie sekunden-, minuten- oder gar stundenlang an?

Intensität: Wie intensiv sind all diese Sinneseindrücke? Ist der Wein ein harmloses Wässerchen, oder gibt er mir voll eins auf die Zwölf?

Komplexität: Wie differenziert ist das, was ich schmecke? Ist da nur Kirsche und sonst nichts? Oder finde ich dazu Aromen von Leder, Tabak, Brombeere, Vanille, Zedernholz und so weiter? Entwickelt sich der Wein mit der Zeit im Glas? Kommen weitere Geschmacksnoten hinzu?

Wer diese vier Punkte beim Weintrinken schnell im Kopf durchgeht, der weiß zumindest, ob der Tropfen von ordentlicher Qualität ist. Aber ob er schmeckt, das ist – wie gesagt – eine ganz andere Frage.

Anfänger sind mit BLIK bestens bedient. Ehrlich gesagt, glaube ich, dass BLIK ebenso für Fortgeschrittene nützlich sein kann. Ich ertappe mich selbst manchmal dabei, wie ich mich frage: was soll ich von diesem Wein halten? Dann mache ich BLIK und die Welt ist wieder ein bisschen einfacher zu verstehen.

 


Datum: 15.12.2017
 

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