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Valpolicella: Pizza mit Signore MASI

Buon appetito Raffaele!
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Der Captain probiert einen nagelneuen Bio-Sommerwein aus dem Amarone-Imperium MASI, der für die junge Zielgruppe entwickelt wurde.
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Neulich und noch mitten im Lockdown sprach der Captain mit Raffaele Boscaini, dem jungen Chef des Valpolicella-Giganten MASI, der für große (und kleine) Amarone-Weine mit wunderschönen Vintage-Etiketten bekannt ist. Die Unterhaltung fand auf ZOOM statt.

Amarone ist ein mächtiger und nicht billiger → Weintyp, der aus getrockneten Rotweintrauben hergestellt wird. Mit Raffaeles Erlaubnis fertigte der Captain einen Screenshot mit dem Weinmanager ab, der ihm eine knusprige Pizza entgegenstreckte, um für die Unkompliziertheit seiner nagelneue Weinlinie FRESCO DI MASI zu werben.

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Obwohl man MASI-Weine in vielen Supermärkten findet, zählt der Familienbetrieb in Gargagnago zwischen Gardasee und Verona zur Wein-Elite Italiens, weil sich auch edle Spitzentropfen im Sortiment befinden. Ungefähr 7 Mio. Flaschen füllt Masi pro Jahr ab. Der Landbesitz mit Rebbestand in Italien und Argentinien bedeckt rund 500 Hektar. Der Name MASI leitet sich her vom Tal „Vaio dei Masi“, das die Boscaini im 18. Jahrhundert kauften. Familienoberhaupt ist Sandro Boscaini in der sechsten Generation, der zu den Gründern der wichtigen Weinmesse Vinitaly in Verona zählt.

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Ein Beitrag geteilt von Maria Brander Sporre (@maryhadsomewine)

Wenn MASI eine neue Weinlinie für Nachwuchstrinker rausbringt, ist das für die Weinwirtschaft ähnlich bedeutsam, wie wenn PORSCHE einen E-Wagen für Jungfahrer präsentierte. Wenn es das nur gäbe. Bisher existieren zwei FRESCO-DI-MASI-Produkte und zwar in den Farben Rot und Weiß. Der Captain wählte Rot und gießt sich als leichten Mittagswein den enorm trinkfreudigen → Fresco di Masi Rosso von Masi aus 70% der Valpolicella-Sorte Corvina und 30% Merlot ein, der nicht nur ein ziemlich gelungener Terrassenwein ist (davon gibt es allerdings viele), sondern auch als Idee aufhorchen lässt. Zitat Raffaele: Dieser Wein bedient die neue Sehnsucht nach Einfachheit in der öko-bewussten Generation Z.

Na servus, dachte sich der Captain zuerst, jetzt fangen die Weinmenschen auch schon mit dem Gefasel an. Aber das ist gemein. Geben wir Raffaele die Chance, sein Konzept näher zu erläutern. Zwei Jahre lang schraubte man bei MASI an dem Projekt rum. Dann kam CORONA und hat alles beschleunigt. Raffaele nennt die Frage, die seiner Meinung nach die jungen WeintrinkerInnen bewegt: „Was macht das Produkt mit meinem Körper und mit der Umwelt?“ MASIs Antwort ist ein durch wilde Hefen vergorener Rotwein mit wenig Alkohol, der in eine Leicht-Flasche gefüllt und mit Naturkork (unter Verwendung von Bienenwachs-Klebstoff hergestellt) verschlossen wird. Die Produktion ist völlig plastikfrei. Die verarbeiteten Trauben sind bio, versichert Raffaele und legt nach: FRESCO ist wie Brot, Ei, frisch gemolkene Milch, Wasser aus der hohlen Hand, eben gepflückte Trauben.

Das sind schon ziemlich große Worte. Und was sagt der Captain? Steht alles gleich im Trinkbericht. Das Wichtigste vorweg: Tannine sind praktisch keine zu schmecken,was den Wein zu einem ziemlich lässigen Begleiter für Weichkäse macht: Im Glas durchscheinendes Karminrot wie deutscher Spätburgunder. In der Nase leicht duftig und floral. Im Mund saftig, ganz deutlich kandierte Kirsche und Mandel, fast keine Tannine, aber gekonnt eingespielte Säure für den Trinkfluss. Das macht diesen Wein zu einem richtig guten Terrassendrink, der runtergeht wie nix und mit 12% Vol. im angenehmen Bereich bleibt.

Die Generation Z, umgangssprachlich auch Zoomer genannt, ist die demografische Kohorte, die auf die Millennials folgt und der Generation Alpha vorausgeht. Ihre Geburtszeit liegt zwischen den mittleren 1990er-Jahren und den frühen 2010er-Jahren. Die meisten Mitglieder der Generation Z sind die Kinder der Generation X, einige sind Nachkommen der frühen Millennials. Als erste gesellschaftliche Generation, die von klein auf mit dem Zugang zum Internet und tragbaren digitalen Technologien aufgewachsen ist, wurden die Mitglieder der Generation Z gerne als „Digital Natives“ bezeichnet, obwohl sie kaum über tiefere digitale Kenntnisse verfügen. Im Vergleich zu früheren Generationen sind Mitglieder der Generation Z in einigen Industrienationen eher brav, enthaltsam und risikoscheu. Sie leben tendenziell langsamer als ihre Vorgänger im selben Alter, konsumieren seltener Alkohol, aber nicht unbedingt weniger Kokain und andere psychoaktive Drogen. Die Rate der Teenager-Schwangerschaften war in der Generation Z rückläufig.

 

Datum: 4.6.2021
 

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