X
Newsletter
X
X
Login
Passwort vergessen?


Konto erstellen

Mein eigener Wein

Elisabeth Hausgnost.
Kommentare
Ähnliche Weine
Ähnliche Artikel
Jahrelang verkaufte Elisabeth Hausgnost auf der ganzen Welt den Wein der anderen. Bis sie im Weinviertel sesshaft wurde und beschloss: "Jetzt mach ich meinen eigenen." Der Captain hat probiert.
Anzeige

Der Captain fragt sich oft, wenn er in einem Weinladen steht, was in den Leuten, die dort arbeiten vor sich geht. Was sind die Wünsche und Sehnsüchte von Menschen, die den ganzen Tag Weinflaschen in die Hände nehmen, über Weinbau, Weingeschmack und Weinpreise reden?

Was geschieht, wenn die abends zu Hause nach dem Essen schweigend am Balkon stehen und in den Nachthimmel blicken während der Partner den Tisch abräumt? Wollen die selber auch mal Wein machen?

Vielleicht ein interessantes Thema beim nächsten Besuch im Weinladen. Ich will jedenfalls keinen Wein machen, das geht garantiert daneben. Allerdings gibt es durchaus Weinjournalisten, die an erfolgreichen Weinprojekten beteiligt sind. Demnächst stelle ich dir einen davon vor, ein echtes Universalgenie.

Newsletter schon abonniert?

Weiterlesen geht nur mit News­letter-Abo. Hier abonnieren:

Schon angemeldet? Dann hier bitte E-Mail-Adresse eingeben:

Weiterlesen

Zurück zu den Händlern bzw. zu einer ganz bestimmten Dame, die lange Zeit im Weinhandel tätig war. Ein Beruf, der sie bis nach Taiwan führte, wo sie Wein verkaufte. Ihr Name ist Elisabeth Hausgnost (Bild oben) und ihre Geschichte führt dich und mich ins österreichische Weinviertel, wo Elisabeth → eine kleine Vinothek betreibt, in der sie auch Produkte aus eigenem Anbau feilbietet. Immerhin hat sie Weinbau in Klosterneuburg gelernt, bevor sie in den Handel ging. Als sie dann zu ihrem Mann nach Guntersdorf im Weinviertel zog, vermisste sie eins: richtig guten Grünen Veltliner aus der eigenen Gemeinde.

Elisabeth dachte sich, dann machen wir den eben selber, suchte und fand zwei Mitstreiter (ein Landwirt und ein Önologe) und alle drei begannen, eine alte Rebpflanzung zu rekultivieren. Das in Flachen gefüllte Ergebnis heißt Mitanaund (= Miteinander), wurde handgelesen (nicht von Elisabeth, die hatte in der Saison 2019 ein gebrochenes Bein), im Stahltank ausgebaut und hat 2,8 Gramm Restzucker. In der Nase fruchtig nach Stachelbeere, Apfel, Reneklode (gelbe Pflaume), etwas Marille (Aprikose), ein wenig Rauch. Im Mund saftig nach Aprikosenkompott, Blätterteig, dann feine Bitternoten. Ein rundum schöner Wohlfühl-Veltliner, saftig, fleischig und ein bisschen süßlich. Einer, der sogar zu einer mäßig süßen Süßspeise passt, wie zum Beispiel Topfengolatsche (Quarktasche). Oder deftige Hausmannskost wie zum Beispiel Backhendl.

Angenehmer Seiteneffekt: der Mitanaund ist richtig günstig. Er kostet keine 8 Euro. Leider hat Elisabeth keinen Onlineshop, du musst ihr eine E-Mail schicken an → e.hausgnost@aon.at.

Liebling, ich habe die Beeren geschrumpft!

 

Datum: 18.9.2020
 

Ähnliche Weine

 

Ähnliche Artikel