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Was im Busch

Clemens und Johannes mit Buschreben.
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Der Captain sitzt in einem Restaurant und trinkt die Weine vom Nachbartisch (nette Leute). Unter anderem einen großen Riesling aus seltener Mosel-Lage.
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Winzer Clemens Busch ist einer von denen, die man hier am Schiff liebt. Er ist ein Rieslingfanatiker, also kein Winzer, der nur auf den Boom aufspringen wollte.

Busch ist ein moderner Hippie, der schon 1986 auf biologischen Weinbau umstellte. Damals wurde man dafür noch verlacht.

Und Busch (inzwischen gemeinsam mit Sohn Johannes zugange) kümmert sich um alte Lagen, um steile Lagen. Deswegen trinkt der Captain jetzt einen Wein aus einer alten Anlage, den Rothenpfad Pündericher Marienburg Großes Gewächs.

Einige Reben des Rothenpfad sind etwa 75 Jahre alt und haben ihre Wurzeln tief in den Rotschiefer gegraben. Der ist an der Mosel eher selten (vergleiche Roter Hang in Rheinhessen).

Rotschiefer bringt sehr würzige Weine, die eine gewisse Schlankheit vorgaukeln können. Und schlank, das mag der Captain.

Passend zu diesem Satz ein Hinweis in eigener Sache. Folgt dem Captain auf Instagram, um ja keine seiner grandiosen Mittrinkaktionen zu versäumen:

Elegant wie die Rute eines Rebstocks steht @stephaniekopietz in den Hügeln des Rheingaus. Sie war dort mal Weinkönigin und nahm jetzt an meiner Verkostungsaktion #familiensagalanguedoc mit @vinsdulanguedoc teil. Stephanie hat in Geisenheim Getränketechnologie studiert und ist als Geschmacksprüferin der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) sowas von vom Fach. Sie trank die rote Cuvée Premières Vignes von #chateauciceron im #corbieres. Ihr Fazit: „Aromen von Süßkirsche und Trockenfrüchten, abgerundet von edelsüßer Paprika und grünem Pfeffer. Die Trockenpflaume wird durch Vanillenoten hervorgehoben und von Weihrauchnuancen umspielt.“ #familiensagalanguedoc #weinkönigin #spuckengiltnicht

Ein Beitrag geteilt von CaptainCork (@captaincork_winemag) am

Der Captain und seine Begleitung nehmen den ersten Schluck. Und sind begeistert. In der Nase eine klare und extrem elegante Mineralität, die sich mit einer reinen und frischen Zitrusnote paart. Dieser Eindruck verschwindet aber nach wenigen Minuten und lässt Stein und Steinobst Platz.

Ausgeprägter noch ist die gigantische Würze dieses Weins: grüne frische Kräuter, Salbei, sogar etwas Kümmel (Blödsinn, sagt die Begleitung).

Im Mund dann sehr saftig, aber wenig Creme. Sehr viel Druck, doch mit der Zeit auch eine absteigende Eleganz. Der Rothenpfad präsentiert sich zuerst sehr gefällig, dann geradezu gigantisch. Und danach verfällt er leicht, ohne seine Struktur zu verlieren.

 


Datum: 24.8.2018
 

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