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Weintest: Riesling Tun und lassen



Riesling Tun und lassen
Lubentiushof
Land: Deutschland
Typ: Weißwein
Region: Mosel
Geschmacksrichtung: trocken
Weingut: Lubentiushof
Rebsorte: Riesling
Geschmack: Auf diesen Riesling muss man sich erst mal einlassen. Er durchtränkt den Mundraum nicht mit der Vehemenz anderer Gewächse. Seine Stärke ist die Feinheit seiner Aromen, auch wenn da die etwas "stinkige" Spontinase zunächst etwas irritiert. Dann kommt Aroma hoch und ein Hauch von Rauch wie von einem gerade erloschenen Feuer weht durch die Nase. Das ist kein Stoff für flüchtiges easy drinking, eher eine Belohnung für Geduldige. Und für Sensible, denn wie der Rauch sind auch die anderen Geschmacksnoten (Pfirsich, Mirabelle und Birne) keine Schreihälse. Dann spürt die Zunge Äpfel, grüne wie rote. Ist bei einem jung verkosteten Riesling von der Mosel kein Wunder. Ebenso wenig die salzige Mineralik. Der Wein stammt halt vom Schiefer. Säure gibt es natürlich auch, von den Äpfeln her wie über die Zitrusaromatik. Das macht "Tun und lassen" im Übrigen zu einem saftigen Botschafter seiner Heimatregion. Das Beste kommt, wie so oft im Leben, zum Schluss. Die schöne Länge, das Zusammen- und Verklingen von Frucht und Säure, macht Eindruck. Spektakel auf der Zunge und drumherum? Doch nicht hier! Der Wein geht leise und allmählich. Ohne Tusch, so wie er gekommen ist.

Der Captain meint: "Saftiger Stoff für sensible Riesling-Fans."

Bewertung:
verkosteter Jahrgang: 2017

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