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Zweitwein

Entstanden ist die Idee im Bordelais. Viele der klassifizierten Güter bringen einen einfacheren und vor allem preislich günstigeren Wein heraus. Diese Weine stammen teilweise von Trauben aus weniger exzellentem Terroir oder von jüngeren Rebanlagen. Dies wird je nach Erzeuger unterschiedlich gehandhabt. Auch kann in sehr schwierigen Jahren, wenn die Qualität den Ansprüchen des Erstweines nicht genügen kann, die gesamte Ernte als Zweitwein herausgebracht werden. So beispielsweise 1991 bei Château Cheval Blanc geschehen. Die Grenze, was ein Zweitwein, auch Zweitetikett genannt, und was ein zweites eigenständiges Gut eines Erzeugers ist, ist nicht immer eindeutig. Die Zweitweine der Ersten Gewächse des Bordelais genießen einen hervorragenden Ruf und sind qualitativ durchaus mit zweiten oder dritten Gewächsen gleichzusetzen. Sie sind allerdings wenn auch wesentlich preiswerter als die Erstweine ihrerseits bereits ordentlich hoch bepreist. Ein typischer "Bordeaux-Anfängerfehler" ist übrigens, den Mouton-Cadet, den es in jedem besseren Supermarkt zu kaufen gibt, für den Zweitwein von Mouton Rothschild zu halten. Mouton Cadet ist zwar ebenfalls ein Label der Familie Rothschild. Er wird aus zugekauften Trauben in einer Weinfabrik im Médoc hergestellt und ist ein solider aber sehr einfacher Bordeaux, von dem jährlich über 10 Millionen Flaschen produziert werden.

Die bekanntesten und hochwertigsten Zweitweine im Bordelais sind: Carruades de Lafite (Château Lafite); Le Petit Mouton (Château Mouton Rothschild); Les Forts de Latour (Château Latour), Pavillon Rouge de Château Margaux (Château Margaux); Le Petit Cheval (Château Cheval Blanc), Bahans Haut Brion (seit 2007 Clarence Haut Brion) (Château Haut Brion).

Kein Scherz: Inzwischen geht der Trend zum Drittwein.