X
Newsletter
X
X
Login
Passwort vergessen?


Konto erstellen
Anzeige

Glykolskandal

Kurz nach dem Zusammenbruch der österreichischen Weinwirtschaft durch den Glykolskandal begann das sogenannte Rotweinwunder. Ausgehend von innovativen Winzern, die mit vielen Regeln brachen. Was ist geschehen? Als ein Winzer auffällig große Mengen von Frostschutzmitteln steuerlich geltend machen wollte (obwohl er nur einen kleinen Traktor besaß), kam der Skandal ins Rollen. Die Behörden deckten auf, dass österreichische Winzer Weine widerrechtlich statt nur mit Zucker (bis heute erlaubt) zusätzlich mit Diethylenglykol (wird in Frostschutzmitteln verwendet) versetzt hatten, das die Weine süffiger machte und ihnen eine angenehm-ölige Konsistenz verlieh. Deutsche Großkellereien (unter anderem Pieroth aus Burg Layen an der Nahe) verschnitten diese Weine mit heimischen Produkten und vermarkteten sie im großen Stil als „Qualitätsweine“. Die deutsche Weinwirtschaft schätze den Schaden auf eine Milliarde D-Mark. In der Folge brach der gesamte österreichische Weinexport zusammen. 1.250 österreichische Weine kamen auf eine Giftliste. Millionen Flaschen mussten vom Markt genommen werden. Übrigens: Es ist kein einziger Mensch erkrankt, nicht mal am Rekordwein mit 62 g/l Glykol. Das Bundesgesundheitsamt, das es damals gab, gestand ein, dass Glykol eigentlich unbedenklich und die Bezeichnung „Gift“ völlig unangebracht war.

Aktuelle Weinempfehlungen