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Blindverkostung

Auch Blindprobe. Die Verkoster haben keinerlei Informationen über die zu verkostenden Weine. Damit soll eine möglichst objektive Beurteilung eines Weines erreicht werden, bei der sich niemand von einem bedeutenden Wein oder einem berühmten Produzentennamen beeinflussen lässt. Manche Verkoster bestehen sogar darauf, die Weine in speziellen schwarzen Degustationsgläsern zu servieren, so dass noch nicht einmal die Farbe den Tester beeinflussen kann. Fachleute sehen in der Blindverkostung die am besten geeignete Methode zur Beurteilung eines Weines. Weinliebhaber (und auch Fachleute wie Kritiker, Winzer oder Kellermeister) haben sich bei Blindverkostungen allerdings schon allesamt wunderschön blamiert. Die berühmteste Blindprobe ist unter dem Namen "Judgement of Paris" in die Annalen der Weinverkostung eingegangen. 1976 wurde in Paris eine vergleichende Verkostung kalifornischer und französischer Weine unter Beteiligung hochrangiger Fachleute durchgeführt. Angestellt wurde die Crème de la Crème der französischen und kalifornischen Weine. Bereits im Vorfeld waren sich alle Franzosen sicher, dass natürlich die französischen Weine in der Beurteilung weit vorne liegen würden. Das Ergebnis, dass nämlich sowohl bei den Weißweinen als auch bei den Rotweinen jeweils ein kalifornischer Wein gewann, war so niederschmetternd, dass es erst nach einigen Monaten veröffentlicht wurde und viele der Teilnehmer die Wettbewerbsbedingungen im Nachhinein anzweifelten oder ihre Stimmzettel nicht unterschreiben wollten. Man sieht, Wein ist eine todernste Angelegenheit.

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