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Stuart Pigott: Wein ist Spaß!

Großer Lacher: Stuart Pigott.
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Er ist der bekannteste Weinjournalist Deutschlands. Im Podcast des Captain erklärt Stuart Pigott pointenreich, wie er die Weinwelt sieht und warum er seinen Job als Weinkritiker an den Nagel gehängt hat.
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Der populärste Weinexperte Deutschlands kommt aus London. Stuart Pigott schaffte es, auch außerhalb der Weinblase berühmt zu werden und ist es bis heute. Sogar bei Menschen, die sich nicht für Wein interessieren. Das ist eine beachtliche Leistung. Pigott, der stets exzentrisch, aber tipptopp gekleidet ist, gilt als bester Kenner des deutschen Rieslings weltweit. Als junger Mann studierte er zunächst Kunst, arbeitete als barman mit Verantwortung für Wein im Restaurant der Tate Gallery und malt bis heute. Mitte der 1980er-Jahre näherte sich Pigott als Journalist dem Thema Wein. Er lebt seit 1989 mit Unterbrechungen in Deutschland, seit 2018 besitzt er neben dem britischen auch einen deutschen Pass. Gemeinsam mit seiner Frau, die in der Pharmabranche arbeitet, lebt Stuart Pigott in der Nähe von Frankfurt und gelegentlich in seiner Berliner Wohnung.

Der Captain zählte 15 Bücher von Pigott, die auf Deutsch erschienen. Seine Weinkolumne, die ab der ersten Ausgabe rund 700 Mal in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gedruckt wurde, erreichte ein Massenpublikum, was für Weinjournalisten höchst selten ist. Im März 2019 wurde Pigott mitgeteilt, dass man seine Texte nicht mehr wolle. Pigott: Das war ein großer Schock. Aktuell schreibt Pigott für die Weinzeitschriften Fine und Schluck und das Gourmetmagazin effillee. Demnächst gibt es einen Film, den Pigott federführend mitgestaltete: „Wein weiblich“. Hier ist die Vorschau:

Zwei Zitate aus Pigotts Buch Planet Wein, das 2015 herauskam, veranschaulichen deutlich, wie der wortgewaltige Brite das Weinthema anpackt: unkonventionell, respektlos, humorig.

Das Pendant zu Steroiden und Silikonbusen ist beim Rotwein das Gerbstoffpulver aus der Tüte. Es überrascht nicht, dass die Ergebnisse so subtil ausfallen wie die Muskeln von Arnold Schwarzenegger und so überzeugend sind wie die Kurven von Pamela Anderson.

Inzwischen ist jedoch klar, dass der Chardonnay das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung des Pinot Noir mit einem dahergelaufenen Kerl ist, den die Franzosen Gouais nennen. In Deutschland heißt er Heunisch, weil er mit den Hunnen nach Europa kam, als die auf Krawalltour durch Rom zogen.

Im Podcast des Captain lacht Start Pigott ansteckend viel (was nach einer Mischung aus Wildesel und defektem Treibriemen klingt) und spricht innerhalb von etwas mehr als 40 Minuten zu folgenden Themen:

  • Warum er seit März 2019 für das Weingut Hermannsberg an der Nahe arbeitet und aus der Position des Kritikers in die PR gewechselt hat und was das mit der schlechten Bezahlung für Weintester in Deutschland zu tun hat.
  • Warum er mit dem Bücherschreiben aufgehört hat.
  • Warum „Wilder Wein“ (kam 2006 heraus) sein Bestes Buch ist und man es unbedingt gelesen haben muss. Hier geht’s zur → Bestellung.
  • Wie sich die Weinszene seither verändert hat und warum sie nicht mehr so aufregend ist, wie sie mal war.
  • Dass es der deutschen Weinszene an revolutionären Ideen fehlt und mit welcher Art von Wein man heutzutage Wirbel machen könnte.
  • Warum die Spontangärung in Deutschland so ehrfurchtsvoll behandelt wird und anderswo nicht. Und was das mit der deutschen Seele und ihrer Fixierung auf das Ursprüngliche zu tun hat.
  • Über Winzer, die höchste Benotungen erhalten, obwohl sie nur mittelmäßige Weine herstellen und wie sie das hinbekommen.
  • Warum er genau drei Schluck braucht, um das Wesen eines Weins zu erfassen.
  • Über den neuen Wein von Gut Hermannsberg namens „7 Terroirs“ aus Trauben von jungen Rebstöcken aus den 7 Grand-Cru-Lagen des Weinguts, der schnell zugänglich und weniger komplex als die Großen Gewächse des Hauses ist und für deutlich weniger Geld ahnen lässt, was Weinfreunde in der Top-Klasse erwartet.

Und hier geht’s zum Podcast des Captain mit Kultkritiker Stuart Pigott:

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Der populärste Weinexperte Deutschlands kommt aus London. Stuart Pigott schaffte es, auch außerhalb der Weinblase berühmt zu werden und ist es bis heute. Sogar bei Menschen, die sich nicht für Wein interessieren. Das ist eine beachtliche Leistung. Pigott, der stets exzentrisch, aber tipptopp gekleidet ist, gilt als bester Kenner des deutschen Rieslings weltweit. Als junger Mann studierte er zunächst Kunst, arbeitete als barman mit Verantwortung für Wein im Restaurant der Tate Gallery und malt bis heute. Mitte der 1980er-Jahre näherte sich Pigott als Journalist dem Thema Wein. Er lebt seit 1989 mit Unterbrechungen in Deutschland, seit 2018 besitzt er neben dem britischen auch einen deutschen Pass. Gemeinsam mit seiner Frau, die in der Pharmabranche arbeitet, lebt Stuart Pigott in der Nähe von Frankfurt und gelegentlich in seiner Berliner Wohnung.

Der Captain zählte 15 Bücher von Pigott, die auf Deutsch erschienen. Seine Weinkolumne, die ab der ersten Ausgabe rund 700 Mal in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gedruckt wurde, erreichte ein Massenpublikum, was für Weinjournalisten höchst selten ist. Im März 2019 wurde Pigott mitgeteilt, dass man seine Texte nicht mehr wolle. Pigott: Das war ein großer Schock. Aktuell schreibt Pigott für die Weinzeitschriften Fine und Schluck und das Gourmetmagazin effillee. Demnächst gibt es einen Film, den Pigott federführend mitgestaltete: „Wein weiblich“. Hier ist die Vorschau:

Zwei Zitate aus Pigotts Buch Planet Wein, das 2015 herauskam, veranschaulichen deutlich, wie der wortgewaltige Brite das Weinthema anpackt: unkonventionell, respektlos, humorig.

Das Pendant zu Steroiden und Silikonbusen ist beim Rotwein das Gerbstoffpulver aus der Tüte. Es überrascht nicht, dass die Ergebnisse so subtil ausfallen wie die Muskeln von Arnold Schwarzenegger und so überzeugend sind wie die Kurven von Pamela Anderson.

Inzwischen ist jedoch klar, dass der Chardonnay das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung des Pinot Noir mit einem dahergelaufenen Kerl ist, den die Franzosen Gouais nennen. In Deutschland heißt er Heunisch, weil er mit den Hunnen nach Europa kam, als die auf Krawalltour durch Rom zogen.

Im Podcast des Captain lacht Start Pigott ansteckend viel (was nach einer Mischung aus Wildesel und defektem Treibriemen klingt) und spricht innerhalb von etwas mehr als 40 Minuten zu folgenden Themen:

  • Warum er seit März 2019 für das Weingut Hermannsberg an der Nahe arbeitet und aus der Position des Kritikers in die PR gewechselt hat und was das mit der schlechten Bezahlung für Weintester in Deutschland zu tun hat.
  • Warum er mit dem Bücherschreiben aufgehört hat.
  • Warum „Wilder Wein“ (kam 2006 heraus) sein Bestes Buch ist und man es unbedingt gelesen haben muss. Hier geht’s zur → Bestellung.
  • Wie sich die Weinszene seither verändert hat und warum sie nicht mehr so aufregend ist, wie sie mal war.
  • Dass es der deutschen Weinszene an revolutionären Ideen fehlt und mit welcher Art von Wein man heutzutage Wirbel machen könnte.
  • Warum die Spontangärung in Deutschland so ehrfurchtsvoll behandelt wird und anderswo nicht. Und was das mit der deutschen Seele und ihrer Fixierung auf das Ursprüngliche zu tun hat.
  • Über Winzer, die höchste Benotungen erhalten, obwohl sie nur mittelmäßige Weine herstellen und wie sie das hinbekommen.
  • Warum er genau drei Schluck braucht, um das Wesen eines Weins zu erfassen.
  • Über den neuen Wein von Gut Hermannsberg namens „7 Terroirs“ aus Trauben von jungen Rebstöcken aus den 7 Grand-Cru-Lagen des Weinguts, der schnell zugänglich und weniger komplex als die Großen Gewächse des Hauses ist und für deutlich weniger Geld ahnen lässt, was Weinfreunde in der Top-Klasse erwartet.

Und hier geht’s zum Podcast des Captain mit Kultkritiker Stuart Pigott:

 


Datum: 15.11.2019
 

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