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Lebenstipps vom Weinprofi

Nur wer entspannt ist, kann Wein genießen.
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Unser Weintester Patrick Hemminger ist die Ruhe in Person. Das hat er beim Verkosten gelernt.
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Scheißtag gehabt? Sinnlose Meetings, nervige Greetings, 735 Mails bekommen, von der neuen Kollegin angeraunzt und vom Chef in der Besprechung übergangen worden, einen Witz gerissen, über den niemand lacht…

Kommt vor. Für manche sieht jeder Arbeitstag so aus. Der lässt sich aber mit ein paar einfachen Tricks besser gestalten.

Wir alle brauchen Momente der Ruhe. Ab und an müssen wir uns bewusst werden, was wir da eigentlich tun. Denn sonst fangen wir damit an, unbewusst zu daddeln, uns auf Facebook rumzutreiben oder auf Captain Cork nach einem neuen Wein zu suchen. Und am Ende ist nichts geschafft. Oder wir verlieren uns in irgendeiner Aufgabe, dass wir am Ende des Tages nicht mehr sagen können, was genau wir eigentlich gemacht haben. Beides ist ziemlich unbefriedigend.

Keine nervigen Routine-Aufgaben übernehmen. Lasst das mal andere machen! Wenn der Chef in die Runde fragt, wer denn morgen diesem neuen Kollegen das Haus zeigen möchte und betretenes Schweigen herrscht – Klappe halten. Ihr braucht eure Zeit für Wichtigeres.

Mein Tipp: Manöverkritik üben. Denkt nach Feierabend kurz darüber nach, wie der Tag so lief.

Die meisten Menschen wollen entweder einfach nur vergessen oder regen sich bis zum Schlafen gehen über alles Mögliche auf. Beides ist ungeschickt.

Denn all die negativen Gedanken und Gefühle kommen nachts wieder hoch. Und dann bleibt Ihr wach, wälzt Euch stundenlang im Bett hin und her, bis der Wecker Erlösung bringt – und einen neuen Arbeitstag.

Nehmt Euch stattdessen ein paar Minuten, vielleicht auf dem Weg vom Arbeitsplatz zur S-Bahn. Denkt darüber nach, was heute wie gelaufen ist und warum. Was war gut, was war schlecht? Was würdet Ihr wieder so machen? Was nicht? Warum?

Wenn Ihr dann nach Hause kommt, habt Ihr den Kopf frei und Euch einen schönen Schluck Wein verdient.

Zum Beispiel die rote Cuvée Auszeit vom Weingut Neuspergerhof in der Pfalz.

Meine Nase ist noch gute zwei Handbreit vom Glas entfernt, da rieche ich sie schon, die roten und schwarzen Früchte: Himbeere, Kirsche und schwarze Johannisbeere. Zwei Jahre lang lag dieser Tropfen in neuen Barriquefässern. Beim Duft ist davon so gut wie nichts zu spüren. Vielleicht ein Hauch Mokka, das war´s dann aber auch schon.

Am Gaumen sieht’s anders aus. Hier wirken die Früchte deutlich reifer, ich schmecke Schattenmorelle und schwarze Johannisbeere. Ihnen zur Seite stehen eine Tafel dunkler Milchschokolade und eine Tasse frisch gebrühter Filterkaffee.

Das ist ein erstaunlich komplexer Rotwein und dabei gar nicht teuer. Als Essenspartner wünsche ich mir eine deftige Jausenplatte oder ein Irish Stew.

 


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Datum: 10.8.2018
 

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