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Laimburg: Wein der Forscher

Testballons in Laimburg.
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Der Captain trinkt guten und gar nicht teuren Weißburgunder aus der wissenschaftlichen Forschung.
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Die Nacht senkt sich über Berlin, des Captains Wahlheimat. Den ganzen Tag schien die Sonne und der Captain spazierte durchs Regierungsviertel, wo fröhliche Menschen um die Häuser zogen.

Irgendwo saß sicher auch Annalena Baerbock mit einem gültigen Schnelltest und gönnte sich von ihrem Corona-Bonus ein paar Tassen Capucchino und ein Stück Möhrenkuchen. War ja auch eine harte und entbehrungsreiche Zeit für Politiker. So viele Talkshow-Auftritte! Das geht an die Substanz. Macht ja nix, wenn andere um die Existenz kämpfen und von so einem Bonus nur träumen. Um die Ecke wartete die Fahrbereitschaft des Bundestags und brachte die fleißige Parteichefin nach vollbrachtem Tagwerk nach Hause.

Der Captain greift zum Wein, eine Flasche Weißburgunder aus Südtirol. Nirgendwo auf der Welt läuft diese Rebsorten so zur Höchstform auf wie hier. Obwohl Baden auch ganz gut im Rennen liegt. Österreich möglicherweise ebenso. Auch in Russland gibt es 700 Hektar Weißburgunder. Der Captain trank noch nie Weißburgunder aus Russland.

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Zurück nach Südtirol, wo der Captain sicher schon ein paar Hektoliter Weißwein probierte, darunter viel Weißburgunder.

Typisch für diese Getränke ist ihr weicher Schmelz, mit etwas Glück gekontert von frischer Säure und mit noch mehr Glück von mineralischer Salzigkeit gewürzt. So viel Glück auf einmal hat man allerdings nicht oft, außer man legt einen ziemlich hohen Kaufpreis hin. Bessere Weine aus Südtirol sind nämlich alles andere als billig.

Hohe Alkoholwerte im Weißburgunder und den meisten anderen Sorten setzen Südtirols Winzern immer mehr zu. Der Klimawandel ist schuld. Und eine gewisse Behäbigkeit, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Doch wie man hört, tut sich da was. Viele Kellereien experimentieren auf höher gelegenen Weinbergen und die Züchter basteln an neuen Klonen.

Eine Institution, die dabei mitwirkt, ist das Versuchszentrum Laimburg, eine große landwirtschaftliche Forschungseinrichtung am Fuß des Mitterbergs in der Gemeinde Pfatten. Man forscht am landwirtschaftlichen Fortschritt:

Zum Versuchszentrum gehört auch eine ziemlich große Kellerei mit 11 angeschlossenen Weingütern, die im ganzen Anbaugebiet verteilt sind und Trauben aus verschiedenen Höhelangen liefern. Insgesamt kommen rund 50 Hektar Rebfläche zusammen.

Mit dem Traubenmaterial aus den weit verstreuten Parzellen experimentieren die Forscher von Laimburg herum und bauen die Moste in X verschiedenen Weinstilen aus. Das geschieht vielfach in Kleinstgebinden, zum Beispiel Glasballons, wie du am Foto oben sehen kannst.

Kellermeister dieses Forschunsgweinguts ist Urban Piccolruaz.

CAPTAIN, WANN KOMMST DU ENDLICH ZUM ABENDWEIN? Hier ist er schon: Der (für guten Südtirol-Wein) erstaunlich preiswerte Musis Südtirol Weißburgunder vom Landesweingut Laimburg aus dem sogenannten Putzngütl-Hof nahe der prächtigen Burg Tirol auf 500 Metern Seehöhe ist so ein Forscherwein und zugleich ein Beispiel für den oben erwähnten Glücksfall: Im Glas mittleres Gelb. In der Nase mürbe Noten von gelbem Apfel, dann Birnenkompott, Orangenschale, rohe Kartoffel. Im Mund mittelgewichtig, saftig und weich. Ich schmecke weißen Apfel, Pampelmuse, Wurzelgemüse und habe dieses Südtirol-Feeling von Gewicht, Schmelz und gelbem Steinobst im Sinn. Dann kommt Salz ins Spiel, was diesen Wein aus dem Einerlei holt und zum interessanteren Getränk macht. Am Gaumen zarte Öligkeit und souveränes Süße-Säure-Salz-Spiel. Weißwein wie ein fester Händedruck.

Und was besonders schön ist: Dieser Wein wird von einem lokalen Händler für überschaubares Geld nach Deutschland und Österreich verschickt: 9,50 Euro. Das ist nicht viel, denn üblicherweise sind die Versandkosten aus Italien astronomisch hoch. Wer für 99 Euro einkauft, zahlt für den Versand sogar nichts. Es lohnt sich also, ein bisschen in diesem Südtirol-Shop herumzustöbern. Da sind noch ein paar andere Leckerbissen dabei.

 

Datum: 8.6.2021
 

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