X
Newsletter
X
X
Login
Passwort vergessen?


Konto erstellen

Gut, besser, Gutedel.

Kommentare
Ähnliche Weine
Ähnliche Artikel
Die Traube ist bekannt für fade Schweizer Weine. Doch in Deutschland, bei Basel und nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt, macht Hanspeter Ziereisen den besten Gutedel der Welt. Das ist nicht schwer, aber dennoch eine Leistung, meint der Captain.
Anzeige

Die Ziereisens sind eine richtig nette Familie, denn sie haben die Ur-Oma nicht ins Altersheim abgeschoben. So sitzt die betagte Dame mit knapp hundert Jahren noch mit am Familientisch und bewundert den Urenkel, wie er mit seinen Weinen zum Shootingstar der deutschen Winzer wird. Hanspeter Ziereisen ist der Mann des Moments: authentisch, geradlinig und qualitätsfanatisch. Zuletzt behält er auch die Leistbarkeit seiner Weine im Auge. Reich muss er nicht werden, reich ist er schon. Er macht was er will.

Bei Ziereisens macht man typisch viel Pinot-Noir, die Traube der Gegend, dann, auch typisch, Weiß- und Grauburgunder, dann, untypisch, einen leckeren Syrah und, sehr ungewöhnlich, einen Gutedel, einen Wein aus einer Traube, die nichts gilt.

Gutedel, auch Chasselas oder Fendant ganannt, ist eine der ältesten Rebsorten der Welt. Die Traube bringt leichte, fruchtige, sanfte und süffige Weine. Im Wallis ist die Gutedel so sanft, dass der Captain das Gähnen kriegt. Davon kann beim Gutedel von Ziereisen nicht die Rede sein.

Auf den Schalen liegen hilft gegen die angeborene Langeweile

Der Gutedel „Steingrüble“, wächst auf kalkhaltigen Muschelverwitterunsgboden (auch hier war mal ein Meer), die Reben sind etwa 25 Jahre alt und wurzeln tief. Das gibt dem Wein viel Körper und einen burgundischen Charakter. Und wie alle Gutedel hat auch dieser eine milde Säure, die ihn sehr trinkfreudig macht. Der Wein steht vor dem Vergären länger auf der Maische (das gibt ihm die Kraft) und wird dann im großen Holzfass zur Reife gebracht.

 

Datum: 6.7.2009 (Update 10.8.2014)
 

Aktuelle Weinempfehlungen