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Mein Wein vom Stein

Ich komme aus Kefalonia.

Vino di Sasso

Vino di Sasso

Sclavos, Griechenland

14,50 €

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Habt ihr schon mal von der griechischen Rebsorte Robola gehört? Unser Griechenland-Kenner Ralph Urban probiert einen Wein aus dieser noblen Traube.
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Der Tropfen kommt vom Weingut Sclavos auf der Insel Kefalonia und heißt Vino di Sasso. Komischer Name, gell?

Kefalonia liegt – ganz salopp gesagt – gegenüber von Italien.

Ich meine übrigens die Rebsorte Robola, nicht Ribolla.

Robola ist eine noble Rebsorte, die es nur in Griechenland gibt. Es gibt Quellen, die uns weismachen wollen, dass Robola von den Venezianern nach Griechenland gebracht wurde und mit der italienischen Rebsortenfamilie Ribolla verwandt ist, die man aus der norditalienischen Friaul kennt. Das bestreitet der griechische Master of Wine Konstantinos Lazarakis in seinem Buch „The wines of Greece“ wegen den ampelographischen Unterschieden entschieden.

Wen ihr mehr über die weißen Rebsorten Griechenlands lernen wollt, müsst ihr diesen Artikel lesen:

Die 10 wichtigsten Weißwein-Sorten Griechenlands

Auf dem trockenen Eiland Kefalonia findet die Rebsorte Robola genau den Boden, den sie braucht, weil der arm an Nährstoffen ist und überwiegend aus Kies und Kalk besteht.

Vino di Sasso ist italienisch. Es zeugt von dem starken italienischen Einfluss auf den ionischen Inseln westlich des griechischen Festlandes. Wer der italienischen Sprache genauso wenig mächtig ist wie ich, erpare sich die Google-Suche. Vino di Sasso bedudeutet ‚Wein vom Stein‘.

Winzer Evriviadis taufte den Wein eben deshalb so, weil seine Traube den kiesigen Boden seiner Heimat liebt. Dieser Naturwein, der ohne Schwefelzusatz auskommt und seltsamerweise trotzdem auf dem Rückenetikett Sulfite ausweist, ist entsprechend mineralisch geprägt.

Dunkelgelb und trüb leuchtet der Saft in meinem Glas. Da ich einen Wein probiere, der bereits 3 Jahre lagerte, ist die Farbe satter geworden. Ganz so, wie man es vom oxidativen Ausbau erwartet. Trotzdem zeigt er mit seinen jungen Apfelaromen und Zitrusnoten große Frische in der Nase. Ich spüre außerdem noch Aprikosenmus und etwas Petrol.

Am Gaumen dann noch mehr Oxidation. Grüner Apfel wird zum gelben Apfel, dann Quitte und Zitrusblüten. Die angenehme und frische Säure wird von buttrigen Noten gekontert, was den Wein ungemein seidig macht. Die Länge ist ausgezeichnet.

Trinkt diesen Wein solo. Wenn es dazu etwas zum Essen geben muss, dann kauft euch eine Dorade oder macht euch ein Hähnchen in Zitrone. Thunfischsalat mit Cocktailsoße passt sicherlich auch.

 


Datum: 8.8.2018