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Franken-Silvaner von altem Schrot & Korn.

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Die Teilnehmer des G7-Gipfels auf Schloss Elmau haben als Abschieds-Geschenk einen Drei-Liter-Bocksbeutel erhalten - mit Silvaner aus Franken. Wir haben beim Weingut nachgeschmeckt.
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Die Spargelsaison ist mal wieder vorbei. Die Silvanersaison allerdings nicht. Obwohl manche meinen, diese Rebsorte existiert ausschließlich, um einmal im Jahr die passende Gesellschaft für das weiße Stangengemüse abzugeben. So ein Unsinn!

Silvaner =/= nur Spargelwein.

Diese altehrwürdige Rebsorte, die bereits Mitte des 17. Jahrhunderts von Zisterziensermönchen nach Franken gebracht wurde, ist wahrlich weit mehr als nur ein Spargelbegleiter. Und die Franken halten ihrer Paradesorte die Treue. Während die Silvaneranteil in Deutschland zwischen 1970 und 2010 von 30 auf fünf Prozent der Anbaufläche schrumpfte, sind es in Franken mittlerweile wieder fast 25 Prozent. Das hat was mit Tradition, aber auch mit Geologie zu tun, denn die Muschelkalk- und Buntsandsteinböden im fränkischen Weinbaugebiet sind wie geschaffen für diese Rebsorte.

Bei Rainer Sauer sind es sogar 60 Prozent der Rebflächen, die mit Silvaner bestockt sind. Kein Wunder, denn das insgesamt 14 Hektar große Weingut verfügt über einige Parzellen in der Silvaner-Toplage Escherndorfer Lump.

Gutswein = Haus- & Hofwein.

Die Basis seines Sortiments ist der sogenannte Gutswein. Für den Winzer und seinen mittlerweile voll im Betrieb eingestiegenen Sohn Daniel verbindet sich mit diesem Begriff der Anspruch, einen klassischen, gradlinigen Silvaner anzubieten: leicht, konsequent trocken, mit prägnanter Säure und den typischen Aromen eines Silvaners.

Das ist auch im Jahrgang 2014 hervorragend gelungen, nicht umsonst errang dieser Wein bei der „Best of Gold“- Verkostung des fränkischen Weinbauverbandes im Mai 2015 in seiner Kategorie den ersten Platz.

Nussig, mineralisch, erdig.

Frisch, kühl und dezent fruchtig präsentiert sich dieser Gutswein. In der Nase zeigen sich frisches Heu, grüner Apfel und ein wenig Stachelbeere. Dies geht am Gaumen weiter, dazu gesellen sich sich leicht nussige und mineralische Noten, gepaart mit animierender Säure. Was diesen Silvaner so sortentypisch macht, ist der leicht erdige Geschmack, der durch die sehr geringe Restsüße besonders gut zur Geltung kommt.

Ein großer, unkomplizierter, sortentypischer Trinkspaß für alle Silvanerfreunde und die, die es noch werden wollen. Und vor allem ein echter Franke von altem Schrot und Korn.

Der Sommer soll kommen.

Natürlich trinkt sich dieser Wein auch solo richtig gut weg. Die hoffentlich bald anstehenden lauen Sommerabende sollten ein optimales Umfeld dafür bieten. Aber es müsste sich inzwischen herumgesprochen haben, dass trockener Silvaner ein exzellenter Speisenbegleiter ist. Die Spargelsaison ist wie gesagt vorbei. Aber den Gutswein von Rainer Sauer kann man auch zu einem sommerlichen Salat (sogar mit leichter Vinaigrette) mit Putenbruststreifen ins Glas gießen. Auch mit einer klassischen Hühnersuppe oder einer gedünsteten Forelle harmoniert er prächtig.

  • Der Silvaner Gutswein 2014 vom Weingut Rainer Sauer ist Bestandteil des Weinpakets „Best of Gold 2015“ vom Haus des Frankenweins. Das Gesamtpaket oder die „kleine“ Variante (ohne edelsüße Weine) kann für 220,00 Euro bzw. 115,00 Euro (inkl. Versandkosten) telefonisch unter +49 93139011-0 oder per E-Mail bestellt werden.

Eine weitere Weinbesprechung aus dem Frankenpaket „Best of Gold 2015“ findet sich hier.

Übrigens: der Silvaner für die Mächtigen auf Schloss Elmau war eine Spätlese des Jahrgangs 2012.

 


Datum: 30.6.2015 (Update 3.9.2015)
 

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