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Centre-Loire: nichts für alleine!

Weinfreund Andreas Gemein in Gesellschaft von Frau und Pouilly Fumé.
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Der Captain verschickte Weine der Region Centre-Loire an ausgewählte Leser - auf dass sie verkosten und unter dem Motto #frischescentreloire darüber berichten.
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In diesem Beitrag meines Lesers Andreas Gemein geht es um einen Wein aus Pouilly-Fumé.

Pouilly-Fumé ist eine von sieben wohlklingenden Appellations d’Origine Contrôlée (AOC) des Centre-Loire. Die da heißen: Menetou-Salon, Quincy, Reuilly, Côteaux du Giennois, Châteaumeillant, Sancerre sowie Pouilly-Fumé & Pouilly-sur-Loire.Wer sich genauer informieren will, klickt → hier.

Pouilly-Fumé – der Name sagt schon alles. Denn fumé heißt geräuchert. Das kommt vom Feuerstein, der massenhaft in den Böden der Appellation Pouilly Fumé steckt. Die Weine von diesem Boden schmecken teilweise so intensiv nach Rauch, dass man sie mit Säften aus derselben Region cuvéetiert (also mischt), die auf anderem Untergrund wuchsen. Also frischer und fruchtiger Sauvignon Blanc, der auf Sand und Kies gedieh. Oder auf Lehm. Dann wirkt der Wein cremiger. Sauvignon Blanc ist die einzige in der Pouilly-Fumé AOC erlaubte Rebsorte. Ganz im Gegenteil zur Nachbar-AOC Pouilly-sur-Loire AOC. Dort ist nur die Rebsorte Chasselas erlaubt. Verrückte Weinwelt.

#Matrosentrinken heißt das kollektive Flaschenöffnen, das der Captain in unregelmäßigen Abständen veranstaltet. Das Prinzip: viele Matrosen (also Leser) bewerben sich zur Teilnahme an einer Themenverkostung, nur wenige werden ausgewählt und erhalten jeweils eine Flasche nach Hause geliefert. Bedingung: Sie berichten, wie es geschmeckt hat. Wer die Flasche austrinkt und sich danach nicht mehr meldet, wird gnadenlos und für alle Zeiten aussortiert. Damit man in den sozialen Kanälen alle Ergebnisse der Centre-Loire-Sause findet, hat sich der Captain den Hashtag #frischescentreloire ausgedacht. Probiert ihn mal auf Facebook und Instagram aus.

Leser Andreas Gemein hatte Glück bekam vom Captain den Pouilly Fumé 2007 La Charmette von der Domaine Benoit Chauveau zugeschickt. Das ist sein Bericht:

Ein helles glänzendes, kristallklares Gelb im Glas, ein blumig-würziger Duft, am Gaumen Stachelbeere, reife Passionsfrucht, Banane, etwas Minze… So oder ähnlich könnte eine Beschreibung dieses Weines beginnen, diese würde aber auch auf viele andere Weine zutreffen. Was ist also das Besondere an diesem energischen, druckvollen Vertreter seiner Art?

Die Antwort findet sich in all den feinen Speisen, die zu diesem Tropfen passen: Thunfischcarpaccio mit etwas Sesam, frischem schwarzem Pfeffer und einem Hauch Olivenöl, die pure, fleischliche (fischige?) Lust auf kleine Canapes mit geräuchertem Lachs auf Meerrettichfrischkäse, lüsterne Gedanken an Gambas Rojas vom Grill mit ordentlich Knoblauch und einem Hauch Chili, nächtliche Eskapaden zum Kühlschrank gipfelnd in geheimoperativem Salat von Flußkrebsschwänzen mit Mango und Fleur de Sel, Jakobsmuscheln mit… total egal.

Das ist kein Wein, den man sinnierend und kontemplativ schwenkend alleine genießt. Dieser Wein schreit nach Gesellschaft – menschlicher und kulinarischer. Dann zeigt er sich in opulenter Sinnlichkeit, die alles Sein im Jetzt konzentriert. Lecker, da bleibt kein Tropfen in Glas oder Flasche, solange man auch sucht.

Was man wissen muss, um das Centre-Loire zu verstehen, erklärt Sommelière Christine Balais im Interview:

Erfrischungs-Tuch aus Centre-Loire

 


Datum: 12.3.2019 (Update 14.3.2019)
 

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