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Centre-Loire: der Sommer kommt!

Sabrina Rohles in Begleitung von Mann und Sancerre.
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Der Captain verschickte Weine der Region Centre-Loire an ausgewählte Leser - auf dass sie verkosten und unter dem Motto #frischescentreloire darüber berichten.
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Sabrina Rohles kommt von der Mosel und trank in angemessener Begleitung den Sauvignon Blanc von Cherrier Frères aus der Appellation Sancerre. Auf ihrem Insta veröffentlichte sie diese Weinbesprechung:

Sancerre ist die berühmteste Appellation des Centre-Loire und liegt am linken Ufer der oberen Loire direkt gegenüber von Pouilly-Fumé. Damit es auch keiner vergisst: Centre-Loire besteht aus 7 Appellations d’Origine Contrôlée (AOC): Menetou-Salon, Quincy, Reuilly, Côteaux du Giennois, Châteaumeillant, Sancerre sowie Pouilly-Fumé & Pouilly-sur-Loire.Wer sich genauer informieren will, klickt → hier.

Drei Bodentypen beherrschen das Terroir des Sancerre: Kreide, Feuerstein und Mergel mit Kies. Weine von diesen Böden, die man cuvéetiert, ergeben Tropfen von hinreißender Spannung mit rassiger Säure und kalkiger Tiefe. Etwa 20% der Fläche ist mit Pinot Noir bestockt (was kaum einer weiß), der erfrischende Rotweine hervorbringt.

Mehr über das Centre-Loire lernt ihr, wenn ihr dieses Interview lest:

Erfrischungs-Tuch aus Centre-Loire

Leser-Matrosin Maren Bommarius meldete sich via Facebook, wo sie diese liebevolle und poetische Weinbesprechung eines Tropfens aus der Appellation Pouilly-Fumé hinterließ, die ich zwar nicht in voller Gänze verstehe, aber sehr poetisch und einfühlsam finde:

Samstagabend, drei Kenner und drei Könner sund schon da es bestätigte sich wieder mal, dass Seitz&Schreiners Pinot Blanc-Sekt den richtigen Namen trägt: „des ischer“, als der siebte Gast erschien. „Was soll das denn hier? Warum hast du diese Leute eingeladen? Die kenn ich doch alle schon!“ entrüstet sich der 7. Gast und die Wein-Amazone zieht die Flasche auf und lüftet das Rätsel um den Anlass: Domaine de la Loge, Silex, 2016. Die Kenner schnuppern Zitrusduft, Passions-Frucht, vielleicht auch Pomélo, ein Hauch von Ananas; der Hesse nippt schon mal und urteilt schnell: „a guder Woi“. Auf der Zunge bricht der Frühling aus, so spritzig frisch wie die Frühlingsluft, die alle Verheißungen des Sommers schon in sich trägt. Im Abgang unerwartet kurz. „Könnte noch ein bisschen liegen“, sagt ein Kenner, aber dafür ist es jetzt zu spät. Der empfindliche Berliner Könner spürt einen leichten Holzton. Schöner mineralische Grundcharakter von Feuerstein und Lehm. Und der 7. Gast fällt aus allen Wolken, weil es auch noch Essen gibt: Terrine vom Lachs und geräucherter Forelle ist dem Kenner fast schon zu stark, um den Wein zum Leuchten zu bringen. Die Überraschung: Quinoa-Risotto mit Champignons und roter und grüner Paprika geht eine wunderbar harmonische Beziehung mit dem Wein ein. Hochzeit feiert er aber mit dem Zanderfilet, auf der Haut gebraten, an Hummersauce und Bandnudeln mit Petersilie. Chicorée, Zucchini und frischer Blattspinat in leichter weißer Sauce mit Mozzarella und etwas Parmesan überbacken bilden die Trauzeugen und lassen es richtig krachen. Der 7. Gast besteht drauf, dass da Kohlrabi drin sei und enthält sich eines Urteils über den Wein. Besser so.

Leser-Matrose Peter Glötzl bekam den Quincy von der Domaine de Chevilly, trank den Tropfen zu einem Gelage von Meeresfrüchten und berichtet: „In der Nase fruchtig, Stachelbeere und Pfirsich. Der erste Schluck ist wieder die Frucht, angenehme Säure, leicht trinkbar. Der zweite Schluck ausgewogene Mineralik, sehr gut ausbalanciert, frischer Obstkorb. Trinkspass pur, ausgezeichneter Speisenbegleiter ( zu allem was in Gewässern kreucht und fleucht), hat auch solo überzeugt.

Ein paar Worte zu Quinzy: Quincy war eine der ersten Appellationen, die in den 1930er-Jahren den AOC-Status verpasst bekamen und misst rund 250 Hektar bestockte Rebfläche. Die Appellationen Pouilly-Fumé, Sancerre, Menetou-Salon, Quincy und Reuilly liegen auf einer Achse. Die einzig zugelassenen Rebsorte ist Sauvignon Blanc. Quincy-Weine zeichnen sich durch fruchtige Noten nach Melone, grünem Apfel, Grapefruit und mineralische Elemente aus. Oft spürt man auch eine deutliche Minz-Aromatik.

Jürgen Adolf aka Vinonator aus Münster schreibt: „Besten Dank für die Flasche 17er Quincy von Adèle Rouzé! Im Glas schimmert’s blassgelb mit einem Stich Grün. In der Nase – wie erwartet – Kiwi/ Stachelbeere,intensiv. Im Mund dann die Bestätigung der Nase plus etwas Mineralik in Richtung Feuerstein mit einem Körnchen Salz. Die Säure könnte für meinen Geschmack etwas ausgeprägter sein. In der Mitte sehr mundfüllend, im Abgang könnte mehr sein, aber ich will mal nicht zu streng werden. Schöner frischer Wein, was für’n Sommer aufm Balkon. Vielleicht gegrillten Lachs dazu? Jetzt mal ein Vergleich mit meinem Lieblings-Sauvignon in geschätzt ähnlicher Preislage: Knipser. Der hält nun ganz locker mit, schöneres Säurespiel und klarer und feiner. Trotzdem war das ein reizvoller Ausflug an die Loire.“

 


Datum: 13.3.2019 (Update 14.3.2019)
 

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