Erstens: Der Jahrgang ist egal. Das ist Blödsinn. Doch leider machen viele Weintrinker und Sommeliers kein großes Aufheben um die klimatischen Bedingungen. Zuzüglich setzt sich beim Konsumenten die absurde Erwartung durch, das Naturprodukt Wein müsse jedes Jahr vollmundig und fruchtig schmecken.
Diese Erwartung schüren Industrieweine aus der Neuen Welt, die kaum Klimaschwankungen ausgesetzt sind und von einer präzisen, bei uns oft verbotenen Kellertechnik zum einheitlich schmeckenden Gesöff getrimmt werden.
Jedes Jahr ist ein gutes Jahr. Jaja? Haha...
Zweitens: Ein schlechter Jahrgang schmeckt bei jedem Winzer der betroffenen Region gleich schlecht. Auch Quatsch. Aufgrund verbesserter Kellertechnik, aufgrund genauer Weingartenarbeit, vor allem aber wegen des erweiterten Wissens der Weinbauern, können die Besten der Branche in schlechten Jahren sehr sehr wohl brauchbare, trinkfreudige, wohlschmeckende und sehr gute Weine keltern.
Zwar machen diese Weine nur ein, zwei Jahre Freude, aber die meisten deutschen und österreichischen Weine sind nach dieser Zeit sowieso ausgetrunken. Zudem ändern sich die mikroklimatischen Bedingungen extrem. In so genannten Großwetterlagen kommt es aufgrund der Erderwärmung laut Max-Planck-Institut öfter zu volatilen Klimainseln, die wohl geringen, aber signifikanten Einfluss auf die Ernte haben.







Der kleine Unterschied 


