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Roter Osten. Andere haben keinen André

Winzergenossenschaft-2
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Der Korkbotschafter auf seinem letzten Besuch im deutschen Osten. Heute holt er sich eine Fassprobe André ab. Bei der Winzervereinigung Freyenburg in der Saale-Unstrut-Region. Doch was kann die Sorte?

Der unvermeidliche und umstritten unumstrittene Korkbotschafter Robert Hoefer ist ein letztes Mal im deutschen Osten unterwegs. Heute kehrt er in den Keller der Winzervereinigung Freyburg zurück, einer der wenigen Großbetriebe in der Region Saale-Unstrut, die eine ansehnliche Anzahl gefüllter Flaschen auch mit Qualität verbinden können. Dafür nützen sie die kleinen Nebenerwerbs-Strukturen der Region. Trauben kaufen und verarbeiten.

Hoefer lässt sich ein Glas André vom großen Holzfass zapfen und kostet, was diese seltsame Sorte eigentlich kann. Der deutsche Osten ist ja nicht gerade für exzellente Rotweine bekannt, doch Hoefer und der Captain konnten bei einigen Reisen feststellen, dass in den Kellern der "Neuen Bundesländer" (wie lange sind die eigentlich noch neu?) jede Menge Schätze lagern. Vor allem Rotweine, die erstaunlich lange halten.

Die Sorte André kommt aus Mähren in der ehemaligen Tschechoslowakei. Hier kreuzte man Anfang der Sechziger Jahre Blaufränkisch und St. Laurent, zwei Trauben, die vor allem im benachbarten Österreich wachsen. Wenn man will, kann man den André als österreichischen Bastard bezeichnen, der Zweigelt ist eine fast idente Sorte, allerdings sind Mutter- und Vaterreben vertauscht gekreuzt.

Eigenartigerweise nicht in Österreich

Eigenartigerweise hat die André nie in Österreich Einzug gehalten (wo sie eigentlich interessante Weine geben könnte). Statt dessen landete sie im deutschen Osten, der vor Jahrzehnten neue Reben brauchte, als andauernde Frostschäden dem Weinbau der DDR massiv zusetzten.



  • Hoefer nimmt zwei, drei Schluck und analysiert, was André im Osten kann. Das kann man aber auch selber herausfinden, die Flasche André 2011 gibt es für geringe 7,90 Euro.


 


 

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