In einer Antwort an den österreichischen Blog Zib21 bestätigt das österreichische Wirtschaftsministerium Gespräche mit den Guide-Michlin über die Weiterführung des Guide-Michelin Österreich. Österreichs Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner habe die Gespräche über die Außenstelle des Ministeriums in Paris geführt. Mitterlehner weist jedoch alle Spekulationen zurück, dass das Ministerium Guide-Michelin-Bücher ankaufen will, um das Erscheinen des Führers zu sichern.
Führende österreichsche Gastronomen haben sich zuletzt massiv darum bemüht, den eingestellten Gastronomieführer im Jahre 2010 wieder erscheinen zu lassen Grund für die Einstellung waren die geringen Verkäufe, wie auch die fehlenden Drei-Sterne-Betriebe in Österreich. In Kreisen des Guide-Michelin gilt das Österreich-Buch als Totgeburt.
Guide-Michelin-Direktor Jean-Luc Naret ist nach den Gesprächen in einem Interview mit dem Fachmagazin Rolling Pin guter Hoffnung, dass schon 2010 wieder eine Ausgabe des Guide-Michelin-Österreich erscheinen kann. Offenbar verfügt er über Zusagen welcher Art auch immer, die das Ministerium gegeben haben muss. Insider in Wien sprechen über eine Umleitung der Gelder über die Tourismusförderung. Einzelne Betriebe sollen so Mittel zum Ankauf der Bücher erhalten.
Wäre das der Fall, so würde die einzigartige Situation eintreten, dass ein Land über Umwege Fresstester eines anderen Landes finanziert.
In einem Gespräch mit dem Captain äussert sich Gault-Millau-Österreich-Herausgeberin Martina Hohenlohe empört über eventuelle querfinanzierte Stützungskäufe. Sie verweist auf die entstehende Wettbewerbsverzerrung und will von ihrem Urlaubsort aus, die Sachlage prüfen. Der Gault-Millau ist Österreichs größter Gourmet-Führer.







Minister Mitterlehner. Foto: bmfw (haben die kein Photoshop dort? Die Zähne müsste man weißer machen) 


