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Red Meritage oder normale Cuvée?
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Eine rote Cuvée aus Kalifornien erinnert stark an guten Bordeaux, kostet aber  weniger. Kein Wunder, man orientiert sich immer noch gerne nach Frankreich.
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Verschiedene Rebsorten in einen Wein zu tun, war früher eine Art Lebensversicherung für den Winzer.

In der Zeit vor moderner Weinbergpflege, vor der Erfindung von Spritzmitteln oder anderen Präparaten, war Weinmachen ein noch größeres Glücksspiel als heute. Vom Austrieb bis zur Lese zitterte der Winzer, ob die Trauben reif werden und alles ohne Schädlinge überstehen.

Deshalb war es üblich, dass in Weinbergen viele verschiedene Rebsorten standen. Irgendwas wurde immer reif, egal wie das Wetter war. Ein paar Sorten waren bei der Lese noch grün, andere perfekt, andere überreif. Am Ende kam alles in ein großes Fass, der Wein war trinkbar und der Winzer glücklich.

Heutzutage versteht man unter einer Cuvée (Verschnitt) aber etwas anderes.

Warum ich das hier schreibe?

Nun, ich habe eine Cuvée von der Rutherford Hill Winery im Napa Valley vor mir stehen, die ein perfekter Anlass für diesen Artikel ist.

Irgendwann gingen die Winzer dazu über, in einem Weinberg nur eine Rebsorte anzubauen und die Weine später erst zu mischen, im Fachjargon „zu verschneiden“. Das Wetter ist nur noch ein Grund dafür. Fällt die Lese bei einer Rebsorte bescheiden aus, gleichen die anderen das aus. Heutzutage weitaus wichtiger aber ist Geschmack und Struktur, welche die jeweilige Sorte in den Wein einbringt.

Die berühmteste Cuvée in Kalifornien nennt sich Red Meritage. Sie besteht aus zwei oder mehr Rebsorten und zwar Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec, Merlot, Petit Verdot und selten St. Macaire, Gros Verdot und Carmenère.

Kommt das jemandem bekannt vor? Richtig, die Weine aus Bordeaux haben fast die gleiche Zusammensetzung.

Cabernet Sauvignon und Merlot sind die wichtigsten Cuvée-Partner, sowohl in Kalifornien wie im Bordelais.

Der Cabernet ist geschmacklich so etwas wie das Skelett des Weins, er gibt ihm Halt und Struktur mit kräftigen Tanninen und zupackender Säure. Der Merlot hingegen mit seinen manchmal verschwenderisch üppigen Aromen von roten und schwarzen Beeren ist das Fleisch.

Folge deinen Instinkten!

Das Chardonnay-Wunder von Kalifornien

Coppolas Zinfandel-Trick

Nun darf aber kein futzikleines bisschen einer anderen Rebsorte drin sein. Dann ist es verboten, den Wein Red Meritage zu nennen.

Ich finde das albern. Denn schließlich ist es auch erlaubt, auf ein Flaschenetikett dick „Cabernet Sauvignon“ zu schreiben, wenn diese Rebsorte nur zu 85%  im Wein schwimmt. Der Rest kann alles Mögliche sein.

Deshalb ist der Wein, den ich euch jetzt vorstelle, offiziell keine Red Meritage, es sind nämlich vier (!) Prozent Zinfandel drin. Offenbar zurecht. Denn der Wein schmeckt genial. Würde er unter dem Label Red Meritage verkauft werden, wäre er gleich ein paar Euro teurer.

Klickt und lest weiter, wie mir der Panamera Cuvée von der Rutherford Hill Winery in Napa Valley geschmeckt hat.

 


Datum: 10.10.2017
 

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