11.01.10 WEINLEUTE 12 Einem Freund senden

Winzer des Monats: Michael Mondavi

Mondavi, das ist DER Name des kalifornischen Weinbaus. Ein Spitzenbetrieb, über alle Grenzen bekannt. Das verdankt die Firma seinem Gründer, Robert Mondavi, der wohl wichtigste Weinmacher aller Amerikas.

Er kreierte der berühmtesten Cabernet-Sauvignon der Westküste. Und auch die Spitzencuveé Opus One (gemeinsam mit Philippe Rothschild). Die italienischstämmige Dynastie lebte nicht immer in Harmonie. Nicht zuletzt aus diesem Grund gehört der Betrieb heute dem Getränkemulti Constellation. Aber das sind Geschichten, wie aus Falcon Crest. Und erst dann wieder interessant, wenn der Captain einen seiner Boulevard-Anfälle bekommt.

Robert Mondavis ältester Sohn, Michael Mondavi, stand bei seinem Deutschlandbesuch im Dezember dem Captain in einem exklusivem Interview Rede und Antwort. Das Gespräch drehte sich vor allem um Robert Mondavis aktuelles Projekt, den sündteuren Garagenwein "M", ein Ausnahmeprodukt im amerikanischen Weinbau.

Weiters sprach Mondavi über das Monopol des Weinkritikers Robert Parker, über das fehlgeschlagene Engagement der Mondavis in Frankreich, über facebook und twitter, die beiden neuen Werkzeuge der Kommunikation und über den besten Wein, den er je getrunken hat. Da das Interview sehr lang ist, muss es in zwei Teilen veröffenlicht werden.

Nach dem Gespräch und während des darauf folgenden Abendessens konnte der Captain eine der selten Flaschen "M" trinken und den Wein beurteilen. Hierzu morgen mehr.

Michael Mondavi spricht ein sehr schönes und leicht verständliches Englisch (das sogar der sprachlich schlecht gebildete Captain übersetzen kann). Folglich hat der Captain auf Untertiteln verzichtet. Auch fand er keine passende Synchronstimme.

Hier nur der erste Teil des Interviews, der zweite Teil, mit einer ausführlichen Kritik von "M", folgt morgen.

First part of an exclusive Interview with famous winemaker Michael Mondavi. He speaks about his new project "M", about Robert Parker jr. and the best wine he ever drank. Second part will be published tomorrow.



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Kommentare 12

Kommentare

Mister Spuck ... bewundernd

Chapeau! Beim Captain kommen die Mächtigen an Bord.

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Katharina enthusiasmiert

Very much looking forward to reading / watching the second part! ;o)

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mendez

Der Captain kriegt Mondavi weil er Beziehungen hat. Mit Wein kennt er sich halt überhaupt nicht aus, der Captain. Aber der Film ist gut, schönes Framing.

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Mister Spuck ...indigniert

Und wo kennt sich Herr Mendez aus - jenseits von Neid und Mißgunst...?

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mendez

Bleib an der Leine Kettenhund. Ich finde die Seite ja ok.

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gottfried guat aufglegt

sehr interessant:
"the other varieties seem to confuse the wine"

...
gefällt mir

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Michael Pronay leicht verwirrt

Der Captain spricht von theorethisch möglichen 15.000 Flaschen bei 9 Hektar Rebfläche, was umgerechnet einem Hektarertrag von 13 hl entspricht, was doch extrem niedrig scheint.

Umgekehrt sagt Michael Mondavi (der sich dankenswerterweise seinen Schnauz abrasiert hat), dass er mit 150 Barrels begonnen hat: Das entspricht 450.000 Flaschen oder 37,5 hl/ha, was mir schon wesentlich schlüssiger erscheint.

Hab ich was falsch verstanden?

Und noch ein dringender Wunsch: Dem Captain *auch* ein Mikro, so ist er fast unverständlich.

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Der Captain

Ich kann mich nicht erinnern, von 15000 Flaschen gesprochen zu haben. Mondavi nimmt für den M nur die beste Selektion des Cabernet. Und nichts von den anderen Trauben. Deswegen die geringe Flaschenanzahl.

lg

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Michael Pronay

Was genau sagt der Captain bei 1:08 bis 1:10? Ich höre etwas, was so klingt wie "fifteen thousand or twenty thousand bottles" (oder so ähnlich).

Das mit der Selektion ist ja klar, das sagt ja MM selber: 30 von 150 barrels wurden für den "M" ausgewählt.

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Thomas Faschingeder küsst die Eiche

kommt sehr sympathisch rüber der Herr Mondavi! Und er wirkt auch nicht genervt wenn ihm der Captain dauernd ins Wort fällt.

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Bernhard Fiedler oberlehrerhaft und skeptisch

@Michael Pronay:

150 Barrels sind nicht 450.000 sondern 45.000 Flaschen. In der Umrechnung auf den Hektarertrag stimmts wieder, aber ganz glauben mag ich die Zahlen trotzdem nicht.

Üblicherweise rechnen die Kalifornier nämlich nicht in Hektar, sondern in Acre (ca. 0,4 ha), was bei schlechtem Englisch bzw. schlechtem Ton schnell verwechselt werden kann.

Es würde mich wundern, wenn Herr Mondavi die Angabe in Hektar im Kopf hätte. Andererseits ergeben die Mengenangaben aber kein schlüssiges Bild, wenn man 9 Acres annimmt.

???

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Michael Pronay stands corrected

Sorry, war ein Rechenfehler um eine Zehnerpotenz, danke für die Korrektur

Andererseits: erstens höre ich ganz eindeutig "hectares", zweitens stimmen dann die Erträge, drittens halte ich Michael Mondavi für weltläufig genug, sich in Hektar ausdrücken, wofür viertens auch die Tatsache spricht, dass er von der Anzahl Flaschen spricht, während in Kalifonien üblicherweise in cases (Kisten à 12 Normalflaschen) gerechnet wird.

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