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So schmeckt Kreta

So schmeckt Kreta_ART
Ihr beiden habt es gut.

Ocean Red

Ocean Red

Idaia, Griechenland

12,29 €

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Ein leidenschaftlicher Appell von Griechenland-Auskenner Ralph Urban gipfelt in einer würzig-druckvollen Weinempfehlung aus Kreta, die nicht viel kostet.
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In den 9 Jahren, seit ich mich mit griechischem Wein intensiver auseinandersetze, habe, hatte ich mit vielen Vorurteilen, Mythen und Halbwissen zu tun. Manchmal fühle ich mich wie Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpfte.

Griechischer Wein löst bei vielen scheinbar nur folgende Gedanken aus: „Udo Jürgens, Retsina und Imiglykos“.

Da fragte mich vor einiger Zeit tatsächlich jemand, ob ich nicht auch trockenen Imiglykos führe. Imiglykos ist die griechische Bezeichnung für halbtrockenen Wein.

Glykol, Glucose etc. Man ahnt, in welche Richtung es geht. Und siehe da: γλυκύς = süß.

Die Hilflosigkeit dieser Frage zeigt die Misere und den Nachholbedarf auf, den der griechische Wein und seine Freude noch zu leisten haben.

Wir fragen ja auch keinen Sommelier, ob er noch einen lieblichen Wein hat, den aber bitte trocken.

Bei Verkostungen heimsen Weine aus Hellas seit vielen Jahren internationale Auszeichnungen ein.

Das gilt auch für einen Tropfen aus der Idaia Winery aus Veneratou (Appellation Dafnes), der die internationale Rebsorte Syrah mit dem einheimischen Mandilaria vermählt. Dabei kommt ein imposanter, würzig-fruchtiger Tropfen mit dem Namen Ocean Red heraus.

Aus den typischen Vorurteilen gegenüber Wein aus Griechenland ergibt sich ein gewaltiger Vorteil = das Preisniveau bei den wirklich guten Tropfen bleibt relativ niedrig.

Der Ocean Red ist ein schöner Beweis dafür. Denn mit dieser Flasche bekommt man für einen moderaten Preis wirklich etwas geboten.

Neben den fruchtigen Aromen der Himbeere und Süßkirsche finde ich die geballte Kraft der schönen Mittelmeerinsel Kreta mit ihren mediterranen Kräutern und Gewürzen. Die 12 Monate Lagerzeit in neuen und einmal gebrauchten französischen Eichenfässern lassen Butter- und Vanillenoten erkennen. Hinzu kommen noch nussige Töne und geschmorte Paprikaschoten.

Am Gaumen wirkt der Wein fruchtig und würzig zugleich und bringt Druck durch schön eingearbeitete Tannine und spürbare Säure. Unterholz, Leder, Tinte und Tabak kommen ebenfalls zum Vorschein.

Am Ende bleibt nicht nur ein langer, würziger Nachgeschmack, sondern auch die Erkenntnis, dass sich der Vorteil nicht nur im Weinpreis niederschlägt.

Es kommt nämlich auch die Überzeugung dazu, dass Griechenland eine der weitaus unterschätzten Weinregionen der Welt ist.

Zu diesem außergewöhnlichen Tropfen habe ich auch einen imposanten Speisezettel vorbereitet: Rotes Fleisch wie Rind oder Lamm aus dem Backofen mit würzigen Saucen; Gebratene Champignons; Griechische Pastitsio oder auch italienische Lasagne und Mousaka – also Auflauf mit Schichten aus Auberginen, Kartoffeln, Rinderhack, Tomaten und mit Bechamel Sauce.

 


Datum: 14.11.2017
 

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