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Grüne Veltliner: Die Tipps des Captain

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Die Mannschaft sammelt ein
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Grüner Veltliner boomt in New York, der Captain hat berichtet. Jetzt endlich hat ihm die Mannschaft die Liste seiner zehn besten Veltliner aus der Nase gezogen. Nischenweine, die man im Big Apple selten zu trinken bekommt.

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Der Captain liegt im Bett, die Mannschaft hämmert an seiner Türe. „Aufstehen“, fordern die Leute, als hätten sie seit Monaten keine Heuer bekommen, „mach uns die Liste“. Also bleibt dem Captain nichts anderes übrig, als ungeduscht, geduzt und ausgebuht an die Tasten zu gehen und seinen Leuten die Einkaufsliste der zehn besten Grünen Veltliner 2008 auszuhändigen. Und wichtig: Es sind nicht die fetten, altbekannten Wachau-Kandidaten, die der Captain hier favorisiert, denn er war dieses Jahr von der Qualität dieser Weine nicht überzeugt.

Veltliner „Leitstall von Molasse“, 2008, Weingut Prechtl

Kein Reitpferd einer hochnäsigen Adeligentochter, sondern ein fetter Veltliner (13,5% Alkohol), der ohne Toasting (Röstton) im Akazienholzfass ausgebaut wurde. Extrem voll im Mund, schöne präzise Pfefferwürze, enormes Lagerpotential.

Veltliner „Juliusberg“ 2007, Weingut Gruber, Domaine Schloss Maissau

Sehr alte Reben und ein sehr alkoholischer Ausbau (14%) machen diesen Veltliner zu einem enormen Steher, den man lange Jahre im Keller liegen lassen kann. Aussergewöhnlicher Wein eines sehr bodenständigen Produzenten. Kein sortentypischer Veltliner, sondern ein Wein burgundischen Stils. Braucht grosse Gläser.

Veltliner „Reserve vom Schloss“ 2007, Schloss Hardegg

Ein exotischer Veltliner (13% Alkohol), der im großen Holzfass ausgebaut wurde. Ein Faserschmeichler, anfänglich enorm gefällig, dann mehr Substanz. Schmeckt nach Mango und exotischen Früchten. Extrem elegant.

Veltliner „Goldjoch“ 2008, Weingut Pfaffl

Im großen Holzfass ausgebaut (13% Alkohol), in der Nase wie ein fein parfümiertes Taschentuch, nicht zu breit und eher einer eleganten, internationalen Stilistik folgend. Schon jetzt sehr gut zu trinken

Veltliner „Hölle“, 2008 Weingut Schwarzböck

Von 50 Jahre alten Stöcken geholt, folglich sehr mineralisch und sehr konzentriert (13,5% Alkohol), reifes Obst in der Nase, ebenso schwarzer Pfeffer. Enormer Druck am Gaumen. Für den mittelmässigen Jahrgang ungewöhnlich kräftig.

Veltliner „Weefel Alte Reben“ 2008, Weingut Wimmer-Czerny

Die Ton-Mergel-Erde des Bodens speichert weder Nahrung noch Wasser, deswegen müssen sich die Reben jedes Jahr anstrengen. Das bringt einen Veltliner (13% Alkohol) von ungewohnt hoher Mineralität und einiger Eleganz, der am Gaumen genug Druck behält, um Jahre zu halten. Ein aussergewöhnlicher Wein einer biodynamisch arbeitenden Winzerfamilie.

Veltliner „Alte Reben“, Weingut Schuster

Ein Winzer, der die Frucht betont. Ein Wein (13,5% Alkohol) aus einem 53 Jahre alten und sehr tief wurzelnden Weingarten. Sehr elegant, deutlich mineralisch, dicht, vollmundig mit schönen Zitrustönen in der Nase. Ein Trinkvergnügen.

Veltliner „Alte Reben“ Weingut Riegelhofer

Offenbar gibt es viele alte Veltliner-Stöcke, für die man keine neuen Namen finden kann (ist wahrscheinlich besser so). Der Wein duftet nach Backware, nach Plätzchen und Anis (erstaunlich). Am Gaumen ist er fett und ölig, verhalten elegant, eher ein Kraftmeier.

Veltliner „Feuerberg“ 2008, Weingut Seher

Ein experimentierfreudiger junger Winzer mit einer Palette aussergewöhnlicher Weine. Ein Liebling des Captain. Der Feuerberg ist ein sehr mineralischer Wein (14% Alkohol) mit dramatischen Tönen schwarzen Pfeffers. Burgundisch fetter Stil mit hohem Lagerpotential. Gewaltig.

Veltliner „Nussberg“ 2008, Weingut Seher

Vom gleichen Winzer, diesmal aber ein fertiger, trinkfreudiger Wein (13% Alkohol), der beste Alltagsveltliner, den man sich vorstellen kann. tropische Früchte in der Nase, Orange am Gaumen. Total gefällig, ohne vordergründig zu bleiben.

Veltliner „Frau Mayer“, Weingut Pollerhof

Ein origineller und experimentierfreudiger Winzer und auch ein Favorit des Captains, den man die nächsten Jahre aufmerksam beobachten muss. Frau Mayer kommt von 60 Jahre alten Rebstöcken, trägt keinerlei Zeichen der aufdringlichen und anbiederungsfreudigen Moderne, ist extrem auf die Sorte gekeltert, hat eine schöne und präsente Säure, Masse, Kultur, große Klassik. Ein einzigartiger Veltliner. Der Captain hat nur mehr eine Flasche (das war ein HIlferuf)!

Der Captain rät auch noch zu weiteren österreichischen Weinen.

 


Datum: 19.8.2009 (Update 2.8.2011)
 

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