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Deutschland / Pfalz



Man sollte mit Superlativen vorsichtig umgehen, doch in dem mit über 23.000 Hektar zweitgrößten deutschen Anbaugebiet Pfalz hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten eine regelrechte Qualitätsexplosion stattgefunden. Vorbei die Zeiten, in denen der Löwenanteil des produzierten Weines als Fassware an die Großkellereien ging.

Das Anbaugebiet lässt sich grob in drei Subregionen unterteilen, Leiningerland, Mittelhaardt und Südpfalz, wo Winzer teilweise auch Lagen im benachbarten Elsass bewirtschaften. Dort dominieren die Burgundersorten, auch begünstigt vom Klimawandel, der einigen Orten inzwischen in vielen Jahren mehr als 2.000 Sonnenstunden beschert. In der Südpfalz sind auch viele jener Pioniere beheimatet, die sich das große Potenzial des Spätburgunders für den den Ausbau in Barrique-Fässern zunutze machen. Mit dem St.Laurent ist eine weitere Sorte in der Pfalz heimisch geworden, die in der Region offenbar über ein großes Potenzial verfügt. Die Mittelhaardt steht dagegen in erster Linie für großartigen, fülligen Riesling, der wenig mit dem "furztrockenen" Profil des traditionellen Pfälzer Rieslings zu tun hat. Für Furore sorgte besonders das Weingut von Winning, dass den Ausbau von vollreifen Rieslingen in neuen Holzfässern im Spitzensegment etablierte. Doch auch Sauvignon Blanc hat in diesem Gebiet eine neue Heimat gefunden; mit Erzeugnissen, die teilweise den Vergleich mit der internationalen Spitze nicht zu scheuen brauchen.

Aufbruchstimmung herrscht auch im nördlichen Teil der Pfalz, dem Leiningerland, wo allerdings noch kein klares Profil zu erkennen ist. Aber generell kann man konstatieren, dass die Pfalz sowohl national als auch international auf der Überholspur ist.



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