Wegen zwanzig Minuten Fahrzeiteinsparung werden einige der besten Weingärten Deutschlands gefährdet. Nahe den besten Lagen bei Ürzig und Wehlen soll der umliegende Wald wegen einer geplanten 160 Meter hohen Brücke über die Mosel gerodet werden, was zu Problemen beim Ablaufen des Regenwassers führen kann.
Müssen also Anlagen wie der Würzgarten und die Sonnenuhr aufgegeben werden?
Loosen dagegen, Prüm auch, Molitor sowieso
Ernst Loosen, Besitzer des gleichnamigen und weit über Deutschland hinaus bekannten Weinguts, schäumt vor Wut und sagt zu Captaincork: "Man kann dagegen protestieren, so viel man will, doch alles hilft nichts, dieser Unsinn wird fortgeführt. Jetzt gilt das alles eben auch als Infrastrukturinvestition und Arbeitsplatzsicherung."
Loosen hat nun an Kanzlerin Angela Merkel appelliert, die wichtige Tourismusregion von derartigen Bauwahn zu verschonen. Doch die Arbeiten haben bereits begonnen, tagtäglich werden Rodungsarbeiten durchgeführt, jeder Widerstand blieb bislang zwecklos.
Tourismus gegen Weinbau
Auch sind leider längst nicht alle Winzer überzeugt, dass dieses Brückenmonstrum die Region beschädigt. Je weiter weg von Brücke und Piste, um so mehr wächst die Zustimmung. Vor allem Tourismusbetriebe finden, dass man sich der Lage nun anpassen müsse und dass die Straße mehr Touristen in die Region bringt, Touristen, die die verstaubt wirkende Region dringend braucht.
Die Mosel braucht keine Autobahn
Captain Cork sagt, dass die neue Straße lediglich Tagestouristen in die Gegend holen wird. Sinnvollere Investitionen wie z. B. in eine moderne Hotellerie und Gastronomie hätte nachhaltigere Effekte für Land und Leute. Und wie schrecklich die riesige Brücke bei Bernkastel die Mosel verschandeln wird, zeigt die Fotosimulation oben.
Captain Cork fordert alle revolutionären Weintrinker auf, Ernst Loosen und die anderen Moselwinzer beim Kampf gegen diesen Unsinn zu unterstützen und der Bundeskanzlerin eine Mitteilung zukommen zu lassen.







Die Mosel bei Ürzig mit Brücke (kotz) 





