03.07.09 WEINWIRTSCHAFT 3 Einem Freund senden

Moselrieslinge von Autobahnmonster bedroht

Die Mosel bei Ürzig mit Brücke (kotz)Die Mosel bei Ürzig mit Brücke (kotz)

Wegen zwanzig Minuten Fahrzeiteinsparung werden einige der besten Weingärten Deutschlands gefährdet. Nahe den besten Lagen bei Ürzig und Wehlen soll der umliegende Wald wegen einer geplanten 160 Meter hohen Brücke über die Mosel gerodet werden, was zu Problemen beim Ablaufen des Regenwassers führen kann.

Müssen also Anlagen wie der Würzgarten und die Sonnenuhr aufgegeben werden?

Loosen dagegen, Prüm auch, Molitor sowieso

Ernst Loosen, Besitzer des gleichnamigen und weit über Deutschland hinaus bekannten Weinguts, schäumt vor Wut und sagt zu Captaincork: "Man kann dagegen protestieren, so viel man will, doch alles hilft nichts, dieser Unsinn wird fortgeführt. Jetzt gilt das alles eben auch als Infrastrukturinvestition und Arbeitsplatzsicherung."

Loosen hat nun an Kanzlerin Angela Merkel appelliert, die wichtige Tourismusregion von derartigen Bauwahn zu verschonen. Doch die Arbeiten haben bereits begonnen, tagtäglich werden Rodungsarbeiten durchgeführt, jeder Widerstand blieb bislang zwecklos.

Tourismus gegen Weinbau

Auch sind leider längst nicht alle Winzer überzeugt, dass dieses Brückenmonstrum die Region beschädigt. Je weiter weg von Brücke und Piste, um so mehr wächst die Zustimmung. Vor allem Tourismusbetriebe finden, dass man sich der Lage nun anpassen müsse und dass die Straße mehr Touristen in die Region bringt, Touristen, die die verstaubt wirkende Region dringend braucht.

Die Mosel braucht keine Autobahn

Captain Cork sagt, dass die neue Straße lediglich Tagestouristen in die Gegend holen wird. Sinnvollere Investitionen wie z. B. in eine moderne Hotellerie und Gastronomie hätte nachhaltigere Effekte für Land und Leute. Und wie schrecklich die riesige Brücke bei Bernkastel die Mosel verschandeln wird, zeigt die Fotosimulation oben.

Captain Cork fordert alle revolutionären Weintrinker auf, Ernst Loosen und die anderen Moselwinzer beim Kampf gegen diesen Unsinn zu unterstützen und der Bundeskanzlerin eine Mitteilung zukommen zu lassen.

http://www.angela-merkel.de/page/46.htm



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Kommentare 3

Kommentare

ll schlecht
warum können die ihren beton nicht im niedersächsischen sand vergraben, wo das niemandem schaden tut?
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Der Captain wütend
das läuft im augenblick alles unter arbeitsplatzbeschaffung. das projekt ist so unsinnig und wäre anderso undenkbar. stell dir vor eine brücke über die donau bei dürnstein. oder über den douro mitten im portweingebiet. die haben eben keine ahnung, was das für ein schatz ist. man muss das kampagnisieren..
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K.Barbian good before I read this story
Just read this article and have to say that I'm disgusted by the idea that one of the most beautiful landscapes along the River Mosel is destroyed by an ugly and unnecessary prestige project of some irresponsible politicians. As in so many other "goverment projects" it is very likely that those who approve such nonsense projects have also a personal interest in it. The arguments for building this "monster-bridge" in such a low industrialized area are weak and incomprehensive and not worth the ink they are written with. It is frustrating to see how the lifeline of many locals will be destroyed just to fill the private pockets of some individuals. Sad sad sad, but so utterly typical for our corrupt politicians.
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