30.10.10 MEINUNG 41 Einem Freund senden

Arschjahr und Parkers Tester-Antwort

Letzte Sonne im Weingarten...Letzte Sonne im Weingarten...

Gleich vorweg: Alle lügen, die behaupten, 2010 war in Deutschland ein gutes Weinjahr. Sie sagen, 2010 sei ein Jahr der "spritzigen und leichten Weine", ein so genannter "Gastronomiejahrgang". Und kein Sammlerjahrgang. Ein Jahr der "trinkfreudigen Weine" (was bitte sind dann die Weine der anderen Jahre?). Das klingt gut. Doch es ist Schönreden. Sonst nichts.

2010 war ein schwieriges Jahr. So schwierig hatten es die Winzer zuletzt vor 20 Jahren. Und davor in den Siebziger Jahren, als es dauernd regnete. Aus dieser Zeit stammt auch der grottenschlechte Ruf der deutschen Weine, denn alles Säuerliche wurde gnadenlos niedergezuckert. Das schmeckte fürchterlich. Nur wenige Winzer, jene auch heute noch Teil der Elite, hielten sich damals schon an die Regel, Qualität vor Menge zu setzen.

2010 war ein schwieriger Jahrgang, weil das Wetter schlecht war. Im Frühjahr wurde es spät warm, das führte schon bei der Blüte zu Ausfällen. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in fast allen europäischen Weinbaugebieten. Bei den Winzern heißt dieser oft auch angestrebte Schaden "Verrieselung", die Blüten bilden sich nicht aus und vergammeln am Stock. Das führt zu Mengeneinbußen.

Jedes Jahr wärmer, dieses nicht

Nun sind Mengeneinbußen keine allzu große Katastrophe, denn von den einfachen Weinen gibt es auch in Deutschland eine Überproduktion. Die Regionen im Westen, vor allem Baden, Mosel und Pfalz, wurden in den letzten Jahren klimatisch stark verwöhnt. Warme und ungewöhnlich heiße Jahre haben sogar Rotweintrauben reifen lassen, die sonst nur an der Rhone oder in Norditalien geerntet werden.

Durch diese klimatische Veränderung stieg deutscher Wein nicht nur in der restsüßen Klasse (Spätlesen und Auslesen) zur Weltspitze auf. Schade, dass der Konsument das noch nicht richtig mitbekommen hat; Liebfrauenmilch wird in Deutschland nur mehr selten gemolken.

Aber nach der Kälte im Frühjahr, blieb auch der Sommer eher kühl. Die wenigen sonnigen Tage brachten Hitze. Doch die Hitze konnte nicht alles trocknen. Es blieb feucht. Das brachte Fäulnis. Schrecklich.

Dem Jahr den Arsch gerettet

Ein goldener Oktober hätte alles noch retten können. Doch da kam kein goldener Oktober. Allenfalls ein paar Tage Sonne. Wenigstens auch noch kräftige Sonne. Das hat dem Jahrgang den Arsch gerettet.

Wenn sie diese Zeilen lesen, hängen da draußen noch ein paar Rieslingtrauben herum, die auf eine späte Reife warten. Auf die letzten Sonnenstunden, die noch zusätzliches Mostgewicht bringen. Irgendwo in Deuschland wird dieses Jahr eine Auslese noch möglich sein. Die übergebliebenen Trauben reifen nicht schlecht, denn durch die Verrieselung im Frühjahr konnte der Stock die verbliebenen Beeren besser ernähren. So gleicht es sich zumindest ein klein wenig aus.

Was aber schon geerntet wurde, ist sehr oft sauer und unreif. Und was mich angesichts der unerfreulichen Tatsachen immer auf die Palme bringt, ist die fast panische Vermeidung der Wahrheit. So wurde vor zwei Wochen noch behauptet, dass in den deutschen Weinbaugebieten die meisten Trauben noch am Stock hängen und auf die Reife warten.

Doppelsalz rar

Gegen diese Behauptungen der Winzerverbände und einzelner Funktionäre spricht, dass in den letzten vier Woche eine enorme Menge an Doppelsalz abgerufen wurde. Mit Doppelsalz entsäuert man die Moste. Wenn Doppelsalz rar wird, müssen viele Winzer gleichzeitig mit der Entsäuerung beschäftigt sein. Folglich waren die meisten Trauben schon geerntet.

2010 ist ein Jahr der Kellertechnik. Und auch ein Jahr der jungen deutschen Winzer, die nun zeigen müssen, was sie bei ihren Studien in ausländischen Weinbaugebieten gelernt haben. Früher wurde Familienwissen weitergegeben; heute zählt es zum guten Ruf, dass die Tochter oder der Sohn des Winzers mindestens ein Jahr als Praktikant durch die Welt fährt. Genaue Arbeit im Weinberg, starke Selektion der Trauben und neues handwerkliches Können werden 2010 die Vorraussetzung für gute Weine sein. In diesem Jahr trennt sich Spreu von Weizen.

Zudem sind viele der qualitativen und reputativen Aufsteiger biologische, biodynamische, oder zumindest naturnah arbeitende Betriebe. Also Winzer, die auf Spontanvergärung und biologischen Säureabbau setzen; Winzer, die den Verzicht von Spritzmittel als Gebot empfinden. Sie haben es heuer, im Jahr der Pilzerkrankungen, besonders schwer. So stehen sie unter verschärfter Beobachtung. Wenn sie es schaffen die Probleme zu bewältigen, werden sie viele Nachahmer finden. So kann 2010 auch ein wegweisender Jahrgang für den deutschen Weinbau werden.

Trotzdem gute Weine

Deswegen wette ich, dass wir 2010 ein paar wunderbare Weine aus Deutschland bekommen; Weine, die wir nicht erwartet hätten. Nur: Es werden nicht viele Weine sein. Ein paar tausend Flaschen vielleicht. Mehr nicht.

Und die guten Weine werden auch nicht nur die so genannten Großen Gewächse sein. Sondern auch einfache und gut gemachte Kabinettweine. Und weil es generell weniger Wein geben wird, ist der Jahrgang 2010 auch bald ausgetrunken. Gut so.

2010 ist ein schwieriges, ach was, ein schlechtes Weinjahr. Der Kluge kauft jetzt, was von 2009 noch da ist.

So weit der Artikel in ZEIT-Online (hier die "extended version"). Dazu folgt ein Nachtrag eines prominenten Weinmachers, der dem Captain eine Mail geschrieben hat:

"Grundsätzlich gebe ich Dir, was den Tenor angeht, Recht, aber erstens WILL der Winzer Verrieselungen (da gibts sogar ein Mittel zum Spritzen), zweitens gibt es dieses Jahr eine Menge Auslesen, drittens ist Liebfrauenmilch von allen Übeln das kleinste und nach wie vor der meist verkaufte deutsche Wein, viertens haben diese zwei Oktoberwochen alles gerettet, fünftens wird 2010 gerade bei den edelsüßen Weinen ein grandioses und lagerfähiges Jahr, sechstens werden in diesem Jahr die ÖKOS final über die Konventionellen siegen, die Botrytizid bis zum Anschlag gespritzt haben. Die späten Sonnenstunden jetzt bringen keine Mostgewichtssteigerung, sondern sorgen für das was bisher gefehlt hat: Aroma."

Zum Artikel auch ein Schreiben (ohne Korrektur) von David Schildknecht, ein wichtiger Weinverkoster und Bewerter im Dienste des umstrittenen Weinpapsts Robert Parker:

Der meiste RIESLING ist erst in den letzten zwei Wochen eingebracht worden. Einiges hängt noch, insofern ihre verrieselten (sprich: luftdurchlässige) Trauben Pilsdruck noch wiederstehen. Analyse oder auch Traubengeschmack sagt nur soviel bis vergoren und ausgebaut wird.

Daher gälten solche Verallgemeinerungen wie Herr Klimek sie verbreitet als voreilig, auch wenn zutreffend.

Wegen neusten Know-Hows werde laut Klimek "Irgendwo in Deutschland ... dieses Jahr eine Auslese noch möglich sein." In der Tat gibt es Moselwinzer die wegen Botrytis schon erheblich mehr 2010er Auslesen haben lesen müssen als sie in einem so ertragsniedrigen Jahr hätten lesen wollen. Ihre Qualität wird sich zwar erst heausschmecken lassen, aber mostgewichtsmäßig sind sie keine "kleine." Problematisch wird - wie bei den meisten 2010er - die hohe Säuere -
- es sei denn man entsäurt. Wer wie Herr Klimek aber glaubt, der Ankauf von Doppelsalz (oder auch Zucker um anzureichern) erfolge erst knapp bevor gepresst oder vergoren wird, und daher "beweise" daß der Winzer schon gelesen hat, müsse die Winzer für dumm halten. Wer würde nicht gerade in einem solchen Jahrgang aus Versicherung einkaufen? In Burgund verschwand der Zucker Endes des Sommers 2008 wie seit 20 Jahren nicht, wurde aber dann unter den besten Paar Hundert Winzer kaum mehr wie im außerordentlichen Jahrgang 2005 benützt. Außerdem entsäuern manche Winzer erst im Wein nicht im Most (wenn auch die angebliche Vorteile beider Methoden diskutabel sei).
Sie "wette[n],dass wir 2010 ein paar wunderbare Weine ... bekommen; ... Ein paar tausend Flaschen vielleicht. Mehr nicht." Herr Klima, bei Topwinzer wie Keller im Rheinhessen; Schäfer-Fröhlich an der Nahe; oder Weil im Rheingau hängt heute (29. 10.) noch mehr als die Hälfte der eventuellen Rieslingernte, also etliche Tausende KARTONS, es sei denn, alles gehe schief, aber wer diese Trauben und gleichzeitig die Wettermeldungen für nächste Woche anguckt wird kaum drauf wetten. Solche ehrgeizige Winzer sind zwar nicht risikoscheu, aber auch nicht dumm.
Ich gehe auf keine weitere Einzelheiten des Mißrepräsentierens ein, finde es aber schade, wenn Zeitleser ihre Vorstellung eines Jahrgangs auf solcher Weise bekommen.
Anscheinend bin ich älter als Herr Klima und habe auch die Jungweine der 70er und 80er trinken können bzw. in eingen Fällen trinken müssen; kenne mich also mit echt problematisch-unreifen Jahrgänge wie es seit mehr als 20 Jahren nicht gibt gut aus. Auch damals haben Journalisten sich lächerlich gemacht indem sie einen Jahrgang schon vor oder mitten in der Ernte totgesagt haben - beispielsweise die 1987er, die zum Teil heute noch Spaß machen obwohl sie säuerbetonnt, knappreif, und meist angereichert waren. In guten Rieslinglagen und Betrieben haben die 2010er Mostgewichte und Beerenaromatik schon erreicht, wofür man 1987 gebeten hätte in der Gewissheit, man hätte sie nur mittels eines Heiligen erreichen können (während in 1980 und 1984 nur ein Faustpakt geholfen hätte).

Zu diesem Schreiben die Antwort des Captain:

Vielen Dank für Ihre Antwort, gewiss sind Sie älter als ich und länger in Ihrer Profession tätig. Gehen wir zu den Punkten:

Ich widerspreche, dass der meiste Riesling erst in den letzten zwei Wochen eingebracht wurde. Ich denke (soweit mein Informationsstand), dass nur noch ein Drittel oben war. Oder sogar stark darunter. Dass die Winzer der von Ihnen bevorzugten Weingüter später ernten und damit ein Risiko eingehen, sei auch erwähnt. Aber ich glaube, dass daraus eben eine singuläre Wahrnehmung entsteht, die nicht der Realität entspricht.

  • Zu den Auslesen: Wahr ist, dass es 2010 genug Auslesen geben wird, das war von mir nicht deutlich genug oder falsch formuliert. Wahr ist aber auch, dass eine gute Qualität dieser Auslesen nicht fest gemacht ist. Und wahr bleibt, dass viele dieser Flaschen dann zu früh getrunken werden und den Eindruck eines schlechten Jahrgangs hinterlassen. Wahr zuletzt, dass von den Auslesen 2010 nur ein paar tausend Flaschen so lange altern werden dürfen, dass die später mal Sie und ein paar andere Weinenthusiasten und Weintester beglücken. An der Masse der Weintrinker, die ich hier in der "Zeit" und aus "CaptainCork"anspreche, geht dieses Phänomen des gut gealterten Weins vorbei.
  • Zu den Ankäufen: Viele Betriebe warten mit dem Kauf von Doppelsalz (oder Zucker) schon alleine aus ökonomischen Gründen bis zum letztmöglichen Moment. Das ist auch gar nicht dumm. Wieder behaupte ich, dass Sie durch Ihre Bekanntschaft mit der Spitze der deutschen Winzer einen singulären Eindruck bekommen, der nur in dieser Elite gilt.
  • Zum Jahr 2010 und der jetzt herrschenden Wetterlage will ich mich nicht weiter äußern; ich würde abwarten, bis die Trauben im Keller sind. Schon oft hat man in diesem Jahr etwas vorhergesagt, das dann nicht eingetreten ist.
  • Im Schlusssatz erklären Sie sehr gut die Problematik, die der gemeine Leser mit Elitetrinkern haben muss: Sie schwärmen von Weinen, die selbst den meisten qulifizierten Trinkern vorenthalten bleiben. Ihre Bewertungen schön und gut: Die Menschen, die gerne Wein trinken, erreicht das kaum.

Beste Grüße/Best regards...



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Kommentare 41

Kommentare

SinZin

oh mann, meine glaskugel sagt da ganz was anderes. und mein beratendes medium ist auch ganz anderer meinung. und sowieso wird alles besser. immer. jedes jahr. gleichstand ist der grösste rückschritt.

mein gott, was will man noch alles vorhersagen? beim wetter funktionierts seid jahrhunderten nicht, also wie soll man jetzt, wo die ernte noch nicht einmal abgeschlossen ist, schon sagen was rauskommt - ausser wenig, diese aussage deckt sich mit allen winzern in europa. aber schlecht, nein, das sagte keiner. kompliziert (ja jetzt wurde die frau abgelöst) ja, mit bauchweh, ja, kühler als sonst, ja. aber was haben wir mittlerweile für tolle typen in den kellern, die allesamt wissen was sie zu machen haben, wissen was zu tun ist und sich auf ihr bauchgefühl verlassen. auch wenn er ein bisserl drückt, der bauch.

es wird tolle weine geben, allerorten, wie immer. manche machen auch in dieser zeit alles richtig. und es werden immer mehr. ich freue mich auf diese weine besonders. die schlechten jahre bringen die grössten überraschungen.

also werf ich meine glaskugel weg, kündige mein medium, schau dafür mehr the mentalist (und mad men - werbung ist wichtig) und werde mich an den wenigen, aber vielfach überzeugenden weinen laben um nicht vom fleisch zu fallen. und lese weniger prophezeiungen, es wird eh immer anders als geschrieben steht.

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Dirk Würtz ...gut gelaunt

So, jetzt mal Butter bei die Fische:

1. Zucker ist dieses Jahr billiger als alles andere und durch die Mengenzunahmen bei der Anreicherung ein RICHTIG GUTES GESCHÄFT. Punkt fertig aus!
2.Im Wein entsäuern ist SCHEISSE und hat gar nix mit mit Qualität zu tun. Es sei denn es handelt sich um minimale einfache Korrekturen mit Kalk
3.Mehr als die Hälfte der Rieslingernte hängt noch bei den Spitzenwinzern??? Klar... Was ein Kokolores...
4.1987 macht Spaß? Das ist was für Masochisten
5. Wer bis zum Schluß mit dem Kauf von Doppelsalz gewartet hat, hat keines mehr bekommen!
6. recht hat er, dass es mehr Auslesen gibt, als es einem Recht sein kann.

Tut mir echt leid, dass mein Kommentar leicht polemisch ausfällt, aber wenn ich sowas lese, noch dazu vom Parker Adlatus, geht mir das Messer im Sack auf... Ich habe das die Tage irgendwo schon einmal im Netz gepostet: es ist kaum zu glauben, wie selbst einige "Experten" auf diese ganze Propaganda reagieren und das unreflektiert übernehmen. Und zum Millionsten Mal: 2010 ist kein schlechter Jahrgang!

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Christoph Bauer

Alle Winzer die 2009 einen guten Wein hatten werden auch 2010 wieder einen guten Wein haben.

Die Weine werden statt opulent, elegant sein, und die Fruchtaromen frisch statt überreif.

Perfekt für Weintrinker.

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Thomas P. Offner (via facebook)

Bravo Herr "Klima", die Entgegnungen erachte ich als eine Bestätigung ihrer Aussage des Schönredens.
Ich habe zwar noch nicht die Erfahrung von 1855 aber ich kann bestätigen: 2010 war ein Scheissjahr. Gut, dass ich noch 09er GV, GS und ZW im Lager habe.

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Gottfried Lamprecht (via facebook)

Also ein bissl früh wird schon spekuliert, jetzt lassts mal den wein auch richtig wein werden..

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Karl Josef Thul (via facebook)

danke gottfried. alles noch am gären und schon wird der jahrgang zerrissen, von journalisten, bloggern und leider teilweise sogar von winzern ...

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Gottfried Lamprecht (via facebook)

for märz, april darfst du den jahrgang gar nicht an(taste)n...
der is nämlich empfindlich :-)

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David Schildknecht

Danke für den Kommentar zu meinem Kommentar.

Vielleicht hätte ich wiederhollt erwähnen sollen daß ich mit den Top-Rieslingbetriebe Deutschlands in Sicht schrieb, aber ich musste sparsam mit Zeichen umgehen um dem Zeit-format anzupassen. Daß mein Kommentar sowie die Weine der – sagen wir bloß mal – besten 200 Rieslingwinzer Deutschlands "die allermesiten Menschen, die gerne Wein trinken, kaum erreichen" is mir schon klar. Sie allerdings, Herr Captain, erreichen vermütlich eine solche Menge durch die Zeit. Gerade deswegen fände ich es schade, wenn diese Menge einen falschen und voreiligen Eindruk vom Jahrgang bekämen, und noch mehr schade, sollte der Subtext oder sogar eine Begründung für diese Art Reportage lauten: "Schade, daß die guten 2010er von einer so kleinen Menge an Elite-Winzer stammen daß Sie, lieber Leser, kein Tröpfchen davon zu bekommen erwarten können." Viele von den etwa 110 Winzer die ich regelmäßig besuche und deren Weine ich alljährlich koste würden allzugehrn noch mehr verkaufen können, nicht nur in USA, das heißt, es handelt sich nicht ausschließlich um Winzer die ständig ausverkauft sind und Ihre Weine rationieren müssen.

Herr Würtz hat sich glaube ich teils verlesen: ich sprach von "mehr als die Hälfte der Rieslingernte" die noch hängt bei EINIGEN "Spitzenwinzern" wovon ich den Namen erwähnt hatte. Selbstverständlich hängt dieser Zusatnd nicht nur vom Wetter sondern von Gebiet, Lage, und auch von der Strategie eines Winzers ab. Ich erwähnte es NUR um klarzumachen, daß die 2010er Lese nicht einmal zu Ende ist und gerade bei einigen von den fürhenden, oftmals Maßstab-setzenden Winzern sogar längst nicht.

Was Entsäuerung angeht, trotz meines Mangels an direkter Erfahrung habe ich schon über Jahren wiederhollte Überlegungen von Winzern mitgehört und aufgenommen wobei eine bedeutende Minderheit Gründe zur Entsäuerung des Weins statt im Most angegeben haben. Insofern halte ich die Sache – wie ich eben geschrieben habe – für kontrovers. Offensichtlich gibt es (Beispiel Würtz) Winzer die sich mit diesem Thema so leidenschaftlich befassen, daß sie das eine Verfahren als "Scheiße" verwerfen. Übrigends neige ich aus meiner Verkostungserfahrung dazu, Entsäuerung überhaupt zu bedauern. Aber es ist schon klar, daß 2010er Zuständen auch die Entschloßenheit der stärksten Gegner der Entsäuerung in Versuchung bringen werden. Das wird – wie manch anderes bei diesem Jahrgang – NOCH spannend werden.

Ich erlaube mir, folgenden heutigen Kommentar Saarwinzer Florian Lauers zu zittieren, in der Gewissheit er spricht lapidär für manche, wenn nicht die Mehrzahl, seiner Kollegen:

Ich habe die begründete Befürchtung, das nicht das ungewöhnliche Wetter, die Botrytisgrade oder die verschwindend geringen Erntemengen in 2010 (Saar: 25hl - 35hl/ha) unser Untergang sein werden, sondern ungeduldige Weinpropheten, die einem außergewöhnlichen Jahrgang keine Chance geben. Wir [Winzer] haben nur eine einzige Chance mit diesem Jahrgang ein gutes Ende zu erleben: Die Menschen müssen den Mut haben diese Weine zu probieren und sich darauf einzulassen. Das Potential liegt im Keller. Ich kämpfe darum den Menschen durch verallgemeinernde Kommetare nicht die Lust hierauf zu nehmen.

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Reblaus Nord And the winner is...

So Kinder und nachdem ich dann alle 2010 probiert habe werde ich euch wissen lassen wer von euch der Klassenbeste war!
Auf jeden Fall tolle Statements! Great!
Rein persönlich kann mich das Jahr ja eigendlich nur mehr überraschen und überrascht zu werden ist doch auch beim Wein was feines!

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David Schildknecht

Amen Reblaus!

Und ein Bißchen witzig ... ich wurde nähmlich eingeladen am 11. 11. bei einem Riesling Symposium im Rheingau die Eröffnungsrede vorzutragen, die ich mit folgenden Worten beende (der Text mußte nähmlich schon druckfertig vorgelegt werden):

[W]ehe uns, wenn wir uns nicht von dem Wein überraschen, ja gar widersprechen lassen!

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Dirk Würtz ...irritiert

@David Schildknecht
Ihre Antwort mach mich noch ratloser...

Welche Winzer erzählen Ihnen denn ernsthaft, dass eine DS Entsäuerung im WEIN gut ist. Haben Sie auch nur den Hauch von Ahnung, oder vielleicht einmal gesehen, was das passiert, beim DS Entsäuern? Ich kann es mir irgendwie kaum vorstellen. Sie müssen meinen Kommentar schon bitte richtig lesen. Ich sprach vom DS Entsäuern im Wein, Das kann keiner ernsthaft für gut befinden.

Was bitte schön soll das denn heißen:"Was Entsäuerung angeht, trotz meines Mangels an direkter Erfahrung habe ich schon über Jahren wiederhollte Überlegungen von Winzern mitgehört und aufgenommen wobei eine bedeutende Minderheit Gründe zur Entsäuerung des Weins statt im Most angegeben haben. " Erstens kann es da nur um einen minimale einfach Entsäuerung gegangen sein, was, ich schon wie schon erwähnte, kein Problem darstellt. Und zweitens wundere ich mich, dass Ihre Spitzenwinzer das in den letzten Jahren überhaupt tun mussten. Der letzte Jahrgang, den man wirklich entsäuern musste war 1999... und das auch nicht überall

Ich darf das hier noch einmal zitieren:"Herr Würtz hat sich glaube ich teils verlesen: ich sprach von "mehr als die Hälfte der Rieslingernte" die noch hängt bei EINIGEN "Spitzenwinzern" wovon ich den Namen erwähnt hatte. Selbstverständlich hängt dieser Zusatnd nicht nur vom Wetter sondern von Gebiet, Lage, und auch von der Strategie eines Winzers ab. Ich erwähnte es NUR um klarzumachen, daß die 2010er Lese nicht einmal zu Ende ist und gerade bei einigen von den fürhenden, oftmals Maßstab-setzenden Winzern sogar längst nicht! und dann kommentieren: Waren Sie da? Wann? Ich schon...

Haben Sie schon einmal einen trockenen Basisriesling mit 14 Gramm Säure getrunken??? Mochten Sie das??? Oder warum schreiben Sie diesen Satz:"Übrigends neige ich aus meiner Verkostungserfahrung dazu, Entsäuerung überhaupt zu bedauern." Was soll man denn da bedauern??? Sorry, das ist Quatsch. Glauben sie ernsthaft, dass auch nur irgendeiner seine Basisrieslinge in diesem Jahr nicht entsäuert hat. Wenn das der Fall sein sollte, dann bin ich wirklich ratlos.

Was ich hier von Ihnen lese, erinnert mich eher an Aussagen von ambitionierten Amateuren aus diversen Weinforen, als an das was ich von einem RP Tester in Sachen Riesling erwarte. Das wir uns jetzt nicht falsch verstehen. Ich spreche Ihnen nicht Ihre Kompetenz ab und würde auch nicht behaupten alles besser zu wissen. Aber hier geht es um handwerkliche Basics und die sind etwas anderes als subjektive, geschmackliche Weineindrücke.

In einem scheinen wir ja übereinzustimmen: 2010, und ich bleibe dabei, ist KEIN schlechtes Jahr

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Roman Niewodniczanski, Weingut Van Volxem irgendwie enttäuscht und verärgert

Lieber Herr Klimek,
schade!
Bisher hatte ich immer den Eindruck, daß Sie intelligent, gebildet und durchaus talentiert sind, was das Schreiben über die Weinszene angeht. Viele Ihrer Berichte und Kommentare sind aus meiner Sicht richtig gut und Ihr Internetmagazin ist ingesamt eine grosse Bereicherung in der kleinen Welt der Weinberichterstattung.

Dies aber ist nun schon der zweite Bericht von Ihnen, in dem Sie den Jahrgang 2010 zum "Oberscheissjahr" erklären - und dies, während noch nicht einmal alle Trauben im Keller sind und während viele Moste noch nicht einmal mit der Gärung begonnen haben?!

A) Warum tun Sie das?
Ist es eine Art Krisenberichterstattung?
Ist Sensationslüsternheit?
Ist es die gleiche Erregtheit, die Menschen überkommt, wenn sie auf der Autobahn nach einem schrecklichen Unfall langsam genug vorbeifahren, um sich an den dort liegenden Leichenteilen zu ergötzen?
Streben Sie durch Ihre Provokation nach einer höheren Aufmerksamkeit für Ihr Magazin? Wenn dem so ist, dann kündigen Sie doch bitte Ihren Vertrag mit der Zeit, auf den Sie so stolz sind und bewerben Sich bei der Bildzeitung. Dort wäre dieses Niveau erwüncht und angebracht.
Wenn Sie wie bisher in Ihrem Magazin primär über die negativen Seiten des Jahres 2010 berichten, dann kommen Sie IHRER JOURNALISTISCHEN VERANTWORTUNG nicht nach!

B) Was Sie berichten, stimmt so einfach nicht. 2010 wird bei einigen engagierten deutschen Winzern ein gutes, zum Teil sogar ein sehr gutes Jahr werden. Bei den Winzern, die sich in ihren Weinbergen mit intelligentem Bodenmanagement, guter Laubarbeit und selektiver Handlese um Qualität bemüht haben, werden zum Teil sehr aromatische und insbes. langlebige Weine entstehen, die manchen Weinliebhaber in ihrer Frische und enormen Spannung noch in Jahrzehnten überraschen und begeistern werden
... und genau über diese Gruppe der Spitzenwinzer sprechen wird doch - oder nicht?
Oder schreiben Sie über Wein allgemein?
Dann sollten Sie als Weinjournalist doch bitte darauf hinweisen, daß auch in dem von Ihnen so unendlich hoch gelobten "Spitzenjahrgang" 2009 nicht nur hervorragende Weine von engagierten Winzern erzeugt wurden, sondern WIE IMMER natürlich auch unendlich viel schlechte oder bestenfalls belanglose Weine - und dies in Deutschland ebenso wie in Bordeaux, Burgund, Italien und was weis ich noch wo. Halt wie immer!!! Einige wenige richtig gute Weine und viele "Arschweine", um Ihre Worte zu benutzen.

An diesem letzten Oktobertag, dem 31.10. hängen in einigen wenigen Parzellen in Deutschland sogar noch Trauben. Während wir auf Van Volxem gerade die Lese beendet haben, sind mein Freund Markus Molitor oder auch ein Manfred Prüm noch mitten in der Lese.
Glauben Sie, die finden das witzig, was Sie über 2010 schreiben?
Rufen Sie doch einmal bei Manfred Prüm oder Egon Müller an und fragen sie, was sie über 2010 zu berichten haben. Ich bin mir ziemlich sicher, daß Sie überrascht sein würden!

Das eigentliche Problem von 2010 bei den Toperzeugern Deutschlands, (und über die reden wir hier genauso, wie wenn wir uns über "das grosse Bordauxjahr 2009" oder ähnliches austauschen)
ist, dass die geernteten Mengen aberwitzig niedrig sind. Auf Van Volxem liegen wir bei deutlich unter 25 hl/ha - und dies in einer Zeit, in der die Nachfrage nach hochwertigen Weinen so rasant angezogen ist, wie schon seit Jahrzenten nicht mehr, was insbes. immer mehr jungen Winzern Mut für ein aussichtsreiche Zukunft macht.Viele Winzer wie ich haben Angst, daß sie im kommenden Jahr mangels Masse die weiter enorme Nachfrage nicht bedienen können und möglicherweise wichtige Kunden und Märkte verlieren.
Das nicht nur im internationalen Kontext, sondern insbes. im Vergleich zu den enorem Produktionskosten und wirtschaftlichen Risiken aus meiner Sicht noch immer zu niedrige Preisniveau guter deutscher Weine macht es vielen einheimischen Winzern sehr schwer, einen mengenmäßig derart kleinen Jahrgang wirtschaftlich einfach wegzustecken.

In der Zeit um 1900, als ein Teil der deutschen Weissweine so begehrt war, dass sie oftmals die höchsten Preise auf der ganzen Welt erzielten, wäre 2010 insbesondere an Mosel, Saar und Ruwer womöglich als richtig gutes Jahr angesehen worden:
Hohe Mostgewichte, die es den Topwinzern ermöglichten, wieder einmal auf die Anreichung verzichten und lebendige Säuren für langlebige Weine. Das ergab damals hohe Preise - richtig hohe Preise! höher, als die von Yquem, Petrus, Lafite, Mouton & Co.
Anders als in unserer heutigen, "Beaujoulais Nouveau"-geprägten, den Jugendwahn vergötzenden, Zeit kamen die besseren Weine damals erst nach drei bis vier Jahren auf den Markt, was natürlich insbes. säurereichen Weinen gut getan hat.

Vielleicht wird 2010 ja bei den Winzern, die aus Überzeugung und dank intensiver Arbeit im Weinberg auf eine Entsäuerung verzichten konnten, dazu führen, daß sie ihre dann vielleicht richtig guten Weine deutlich später auf den Markt bringen werden. Das Problem könnte aber sein, daß das Ansehen des Jahrgangs 2010 dann durch äußerst negative Berichterstattung wir Ihre bereits komplett zerstört ist. Wollen Sie das?

"Arschjahrgang"??? Muss das sein???
Merken Sie nicht, wie sehr Sie uns mit dieser Berichterstattung schaden? Da draußen ist eine grosse - und zum Glück in der Anzahl täglich rasant wachsende Anzahl an enorm engagierten, risikofreudigen, klasse Winzern, die sich in den letzen Wochen verdammt noch mal den Arsch aufgerissen haben, um diesem anspruchsvollen Jahrgang gute, aromatische, ja richtige leckere Weine abzuringen - und dann titeln Sie mit "Arschjahr"???

Wenn Sie schon den Wetterverlauf im Jahr 2010 beschreiben, dann berichten Sie doch bitte ehrlichkeitshalber auch von den fantastischen drei Oktoberwochen mit zum Teil herrlichem Sonnenschein und kühlen Temperaturen, die unseren Jahrgang schlichtweg gerettet haben!! Warum haben Sie nicht vor einer, zwei oder drei Wochen die Überschrift gebracht: "Oktoberhoch rettet Rieslingjahr"? Warum? Hätte sich diese Nachricht nicht so gut verkauft wie die Überschrift "Arschjahr"?

Nichts für ungut,
Roman Niewodniczanski, Van Volxem/Saar

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Der Captain

Natürlich nichts für ungut: Wie Sie heute lesen können, kriege ich ja auch von den Matrosen eins rauf. Das mit den Leichenteilen-anglotzen habe ich überlesen.

Aber: Natürlich schreibe ich über alle Weine. Und nicht nur über derartig ausgewiesene Top-Produzenten wie Molitor, Prüm, Müller und Volxem, bei welchen man sicher sein kann, dass das Jahr 2010 Spitzenprodukte bringen wird. Und ich bin sicher, dass das Jahr 2010 (so wie das Jahr 2008) bei einer breiten Masse von Konsumenten den Eindruck eines schlechteren Weinjahres bringen wird. Oder überhaupt den Eindruck, dass die deutschen Weine schlechter geworden sind. Viele tausend Flaschen guter Weine werden 2010 gekeltert werden. Doch die meisten erreichen nur Elitetrinker. Auch das ist war.

Er steht ausserdem im Artikel, dass es sich nicht um ein schlechtes Weinjahr handelt. Sondern um ein kompliziertes Weinjahr.

Beste Grüße mk

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Ewald begeistert

"Das ergab damals hohe Preise! Höher als die von Yquem, Petrus, Lafite, Mouton und Co."
Genau, und ich hoffe von ganzem Herzen für die Winzer, dass wir da so schnell wie möglich wieder hinkommen!

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Dirk Würtz ...Sehr beruhigt

@Roman
Ja, ja, und nochmal ja. Genau so ist es!!! Und das hier gefällt mir am Besten:
"B) Was Sie berichten, stimmt so einfach nicht. 2010 wird bei einigen engagierten deutschen Winzern ein gutes, zum Teil sogar ein sehr gutes Jahr werden. Bei den Winzern, die sich in ihren Weinbergen mit intelligentem Bodenmanagement, guter Laubarbeit und selektiver Handlese um Qualität bemüht haben, werden zum Teil sehr aromatische und insbes. langlebige Weine entstehen, die manchen Weinliebhaber in ihrer Frische und enormen Spannung noch in Jahrzehnten überraschen und begeistern werden"

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Thomas P. Offner (via facebook)

Lieber Karl, ich glaube wir sollten hier mal Qualität von Quantität unterscheiden. Jene Winzer, die ersteres 2010 bewahren wollten, haben halt zweiteres kaum. Das kann ich für TPO jedenfalls schon jetzt bestätigen.
Schlecht wird der Wein sicher nicht, nur anders (und wenig und deshalb Scheissjahr).

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Karl Josef Thul (via facebook)

auch hier bitte ich nicht zu pauschalisieren (oder pauschalieren). bei uns im betrieb zum beispiel gab es in einigen weinbergen qualität und quantität in mehr als ausreichendem maße. dieser jahrgang wird so heterogen ausfallen wie wahrscheinlich weinge vorher und deswegen sollte man dem wein und dem trinker zeit lassen.Dem ersteren sich zu entwickeln und dem letzteren sich selbst ein urteil zu bilden. ab märz von mir aus !

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Dirk Würtz (via facebook)

‎@Karl-Josef Thul
Genauso ist das!!

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Zazel

nun ja ich denke dieses Arschjahr (hey der Ausdruck sollte doch gerade den Winzern recht sein war doch einfach verdammt viel zu tun in Weinberg und Keller) wird sehr viele Überraschungen hervorbringen.
Riesling von Mosel Saar Ruwer Mittelrhein und Nahe wird seine große Stärke ausspielen - das Säure Süße Spiel - und eben dies können auch südlichere Regionen in 2010 produzieren, die dies sonst nicht können. Aber nicht nur in dem Bereich wird es Überraschungen geben denn es war von vielen Winzern zu hören, dass die roten Rebsorten besser mit dem Jahrgang klar kamen als die weißen. Lediglich im Süden war von kleineren Essigproblemen zu hören. Somit bin ich mir sicher, dass die die in jeden Jahr nach den Interessanten suchen auf Ihre Kosten kommen werden.

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braunewell ...ungläubig

@Captain
Wer kann denn ernsthaft 2008 mit 2010 vergleichen??

2008 gab es soviel guten Wein, wie wie nicht glauben konnten, 2010 gab es sowenig Wein wie wir nicht glauben wollten!

2008 wurde erst sehr spät reif, 2010 schon relativ früh!

2008 hatte wenig Alkohol, 2010 dürfen hier alle mal warten, was wirklich aus dem Keller kommt bzw. aus dem Weinberg!!

2008 hat Marktanteile erkämpft, 2010 kann die Nachfrage wohl kaum erfüllen.

@Captain
Und wo liegen die Parallelen?

2008 ist durch 2 teilbar, 2010 auch!

2008 war ein Cool-Climate-Jahr, 2010 auch!

2008 brachte wie 2004 und auch 2010 viele Spitzen UND gesunde Basis.

@ Captain
Und wo liegt das Problem??

Wo liegt das Problem mit der neuen deutschen Weinrealität, mit der stetig und stark steigenden Zahl junger, gutsausgebildeter und immens motivierter WinzerInnen?

Warum wird nicht annerkannt, was auch die "normalen" Winzer in diesem Jahr für ein Risiko und für eine Arbeit auf sich genommen haben? Ich bin echt platt von der Motivation unserer Fassweinbetriebe! Da musst du mal im Keller sein!!

Warum spricht keiner über das mangelnde Interesse Qualität auch zu bezahlen und das Risiko zu belohnen! Nein, das ist ja klar! Natürlich, denn hier wird ARSCHGUT geschafft!

Im Most! Nicht im Wein! Das weiß doch jeder Fünftklässler, der den Kinderwingert in der Grundschule besucht hat! Egal was, auch die evtl. notwendige Entsäuerung findet im Most statt. Im Wein?? Luftnummer!

Es werden sicher ettliche Flaschen Spitzenwein gekeltert, aber noch viel, viel mehr ehrlischer, bodenständiger Spitzenwein, der LEIDER nie entdeckt wird! Es gibt viel mehr guten Wein als IHR kennt! Und bei solchen Diskussionen jemals kennen lernen könnt!

Wenn ich mir aber Gedanken um den schlechten Basisweinzukauf von Spitzenwinzer A zu machen, kann ich die wirklichen Schätze mnicht entdecken!

Wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit dem Jahrgang! Sauvignon ist schonb vergoren und präentiert sich prächtig frisch, fruchtig und lang! Ich freue mich auf 2010 und die vielen überraschungen, die noch kommen werden, wenn die Burgunder und Rieslinge erstmal anfangen zu knistern!

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Der Captain (unterwegs)

Der Vergleich 2008 mit 2010 bezieht sich ausschließlich auf die Diskussion um den Jahrgang und nicht auf die spezifischen Unterschiede (zb. Menge), die auf der Hand liegen. Und zu den Weinen die WIR (soll ich mich da angesprochen fühlen?) nicht entdecken, zählt unter anderem Ihr Wein, der bei mir an Bord vorgestellt wurde..

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Charlie aufklärerisch

Fachfremde Akademiker mit langen Texten zu desinformieren ist die Aufgabe der "Zeit". Im Netz wirken andere Kräfte.

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Gerhard Retter Nachdenklich...

Würde vorschlagen diese Diskussion im Mai 2011 doch weiter zu führen!
Bis dahin haben sich die Wogen etwas gelegt und der Wein kann dann auch schon für sich sprechen!
Es bringt doch nichts hier und jetzt aufeinander ein zu prügeln und sich gegenseitig Unvermögen vorzuwerfen!
Für mich sieht es so aus also ob dieses Jahr in irgendeiner Weise wohl jedem hier recht geben!
Zur Feststellung lade ich gerne zum Tasting an den Lütjensee!
Termin? Nicht vor Mai oder wollen wir gleich auf die 1. Gewächse warten?

Übrigens glaub ich noch immer an den Meistertitel des FC Bayern! Oh Mist schon wieder spekulativ... aber doch möglich und so hat auch das Jahr seine Chance verdient!

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Der Captain (auswärts)

Danke, das ist eine sehr gute Idee..

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Gast

Dieser Artikel samt der dazugehörigen Kommentare sind ganz grosses Kino - an Unterhaltungswert kaum noch zu toppen!

Wie der Jahrgang 2010 nun wirklich wird, wird sich wohl erst zeigen. Das die hier anwesenden Winzer sind - vorsichtig ausgedrückt - ein wenig ans Bein gepinkelt fühlen ist nachvollziehbar. Immerhin ist es eine denkbar schlechte Werbung, wenn behauptet wird, 2010 wird ein Arschjahrgang mit der dringenden Empfehlung die Bestände aus 2009 aufzukaufen.

Egal, wie die Weine schmecken werden und ob der Konsument diese Weine genauso grossartig findet,wie der Erzeuger selbst, 2010 war kein guter Jahrgang für Winzer - allein schon deshalb, weil sie weniger einfahren konnten. Da mag es ein Weingut wie den Herren von der Saar nicht so arg treffen, aber die kleinen Winzer, ja für die ist es sehr hart und schwer!

Es gibt eben noch viele andere Weingüter, die von dem Herren von der Saar offenbar missachtet werden, die ihm und seinen Produkten allerdings in nichts nachstehen. Weder in Wissen noch in Können!

"Bodenmanagement" wird mein Wort des Jahres!

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Sanders

Interessant an der Diskussion ist auch, mit welchen Geschützen aufgefahren wird:

1. Winzer dissen vergleichsweise offen benachbarte Winzer, weil sie Chemie verwenden.

2. Kritiker dissen andere Kritiker wg. zu geringer praktischer Erfahrung, fehlenden Alters, blinder Winzerhörigkeit, usw.

In Bezug auf 2. würde ich auf dieser Plattform (jmd. anderes würde sich das im Zweifel nicht trauen) auch gerne mal etwas über die deutsche "Weinkritikerszene" lesen. Interessanterweise gibt es kaum in einem anderen Hobby-Bereich entsprechende Kritiker-Kriege wie bei Wein, allenfalls noch in der Literatur.

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Gast ...viel

how ever
aber kein "niederzuckern" mehr - bitte

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Sanders

Nochmal eine Frage an die Experten: Ist 2010 eigentlich überall in Deutschland problematisch oder gibt es auch Regionen/Rebsorten, bei denen es weniger Probleme gab?

Ich persönlich finde z.B. aus 2008 die Weine aus Baden und der Südpfalz besonders gut, weil denen die 2008 vorhandene Säure tendenziell gut tut. Hier ist immer nur die Rede von der Mosel, aus Rheinhessen, von der Nahe und aus dem Rheingau.

Wie sieht denn 2010 z.B. in Baden und in Württemberg aus? Wie ist es mit dem Weiß- und dem Grauburgunder oder dem Chardonnay? Sind die Mengen da jeweils auch so klein?

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Philipp Weiss brütend

Der Streit entzündet sich doch weniger an unterschiedlichen Bewertungen, als an den differenten Interessen und Positionen der Streithähne.
Der Ornithologe beobachtet die Vögel beim Eierlegen, der Eiermann verkauft die Vogeleier, der Kunde isst sie – alle haben (je andere) Kenntnisse von Eiern, aber: alle drei machen keine Eier – die macht bei uns der Vogel, nein der Winzer.
Für die Winzer bedeutet es – je nach der Qualität ihrer Weine, der Art ihrer Klientel, dem Grad ihrer Bekanntheit… - etwas anderes, mit wechselndem Wetter zurechtzukommen, als für die auch nicht gerade homogene Gruppe der Weinjournalisten und -bewerter und schließlich der Konsumenten.
Der Weinjournalist hält sich je nach Berufsethos an das, was er für die Wahrheit erachtet, aber er will auch dem Leser was bieten. Sein Arbeitsinstrument sind Wörter. Er kann polemisch argumentieren, zuspitzen und natürlich auch einfach Sensationen rauspusten. Das gehört zum Handwerk und mag die Winzer schmerzen, die das ganze Jahr mit dem Wetter leben und arbeiten und – manchmal zu recht – einen gewissenlosen Schnellschuss wittern. Deswegen sollte der Journalist auch die Schmerzgrenzen kennen (und der Winzer ruhig bleiben).
Weinpäpste und ihre Adjutanten wiederum verfolgen neben journalistischen Interessen bekanntermaßen noch andere.
Der Händler schließlich – ich schreibe dies als kleiner Berliner Weinkrämer (Eisenwein-Rieslinghaus) – sorgt sich mit seinen Winzern und Kunden um Qualität, Verfügbarkeit und Preise.
Da ich mutmaße, dass alle an dieser Auseinandersetzung Beteiligten – Winzer, Journalisten, Händler, Konsumenten, Liebhaber – an wirklich guten Weinen interessiert sind, sollten wir uns genau darüber streiten. Und dazu gehört es vielleicht auch, die unterschiedlichen Interessenslagen nicht zu leugnen:
- der Captain dachte vielleicht, er könne Moby Dick auf diese Weise habhaft werden, aber er hat ein wenig übertrieben, wahrscheinlich wollte er nur seine Mannschaft anfeuern, andere Walfänger irritieren, die Jagdsaison eröffnen.
- Der Herr Schildknecht denkt an seine Klientel, na ja, soll er.
- der Winzerblogger Würtz sorgt sich auf diese, der Winzer Niewodniczanski auf eine andere Art und sie haben dafür jeweils ihre Gründe.
Und seien wir ehrlich: Die Winzer sind in dieser Wetterfrage die Hauptfiguren, sie machen den Wein – wir beschreiben, kritisieren, verkosten und verkaufen ihn nur. Warten wir also zunächst auf die Eier, respektive den Wein. Und dann zanken wir wieder.

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Der Captain (auswärts)

Ich habe keinen besseren Beitrag zu dieser Debatte gelesen, als Ihren..

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Felix Eschenauer

Wie wahr!

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braunewell

freu mich schon auf die nächste runde, wenn es dann mal ernst wird!

solange blubberts im keller!

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braunewell ...kurz als nachtrag

@captain
natürlich werden viele tolle weine entdeckt, und an bord oder auch anderswo vorgestellt, es gibt nun mal viel mehr. freue mich über jede entdeckung! und vorallem diese auch zu probieren!

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Der Captain (auswärts)

Eine neue Entdeckung folgt in 40 Minuten..

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Werner Elflein entsäuert

Vielleicht kann der Captain mal einige Verkostungsnotizen von 2010ern veröffentlichen, um mal an Beispielen zu zeigen, was er mit seiner Kritik überhaupt meint. Denn so ganz kann ich diese nicht verstehen. Zugegeben, ich habe im September an der Mittelmosel Weinberge gesehen, in denen bereits die Fäulnis tobte, auf der anderen Seite aber auch Lagen, in denen sich so gut wie gar keine faulen Beeren befanden. Von Winzerseite hört man auch sehr unterschiedliche Stimmen. Erst am Sonntag meinte eine junge Winzerstochter aus einem durchaus ambitionierten Betrieb an der Terrassenmosel, 2010 sei alles scheiße, weil faul. Ein paar Kilometer weiter kommen Winzer zu ganz anderen Aussagen. Die Menge sei wenig, aber qualitativ gut. Fasst man alles zusammen, so deutet doch vieles auf einen sehr heterogenen Jahrgang hin. Heterogen ist aber nicht gleich schlecht. Daher verbietet sich hier m.E. jegliches Theoretisieren, bevor die Weine nicht zur Verkostung auf dem Tisch stehen. Und die paar Monate (im Idealfall: mindestens ein halbes Jährchen) sollten wir doch noch warten können, bevor wir pauschal über etwas urteilen, was wir noch gar nicht kennen.
Es ist auch mal wieder bezeichnend, wie ausgiebig über die Fäulnisthematik schwadroniert wird, sich jedoch kaum einer zu den Geschmack der (gesund gebliebenen) Beeren und Moste äußert. Aber dazu müsste man beides wohl erst einmal probiert haben!

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Der Captain (auswärts)

Auf das Abwarten haben wir uns hier (siehe Postings weiter oben) schon geeinigt..

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Zahlmeister ... sachlich

Also, nachdem wir uns in der Bürokajüte mit der Abrechnung für Oktober beschäftigt und aus gegebenem Anlass über Josef Ackermann und die nihilistische Geschäftskundenabteilung der Deutschen Bank (Filiale Jungfernstieg, Hamburg) geärgert haben, weil sie uns arrogant und argumentativ völlig weltfremd eine Firmenkreditkarte verweigert (wahrscheinlich, weil das Schiff ganz souverän ohne Bankkredit vom Stapel gelaufen ist), mischen wir uns jetzt mal hier ein.

Ein offenes Wort an Herrn Roman Niewodniczanski, Weingut Van Volxem, stellvertretend für alle Winzer, die hier mitlesen:

Dieses Schiff segelt für alle Weintrinker deutscher Zunge, nicht für Industrie und Handel. Dennoch begreifen wir uns auch als Freund aller Winzer und Händler, die sich um Qualität und Aufklärung bemühen.

Freund der Winzer und Händler aber nicht ihrer PR-Agenturen.

Alles, was hier angestossen wird, dient dem Diskurs. Meinungen sind der Wind, der unsere Segel bläht - aus welcher Richtung auch immer. Und wenn der Captain mal etwas schreibt, das Widerspruch erzeugt, dann ist das gut.

Die Qualität der meisten Argumente hier auf beiden Seiten lassen den Vorwurf der billigen Sensationsmache ins Wasser plumpsen. Sie machen das Schiff stolz. Und wenn ein Tester des Parker-Imperiums, das der Captain sehr kritisch durch sein Fernglas beäugt, hier mit klaren Worten seinen Standpunkt vertritt, dann ist er sowas von willkommen.

Dieses Schiff ist nicht vom Stapel gelaufen, um möglichst viele Menschen einzulullen. Denn dann hätten wir alle auch auf der Aida-Flotte anheuern könnnen.

Der Teufel soll alle gierigen Bankfuzzis holen, sie sind die Pest dieser Gesellschaft und eine Schande des Wettbewerbs. So, mal sehen, was der Küchenjunge auf den Frühstückstisch gedeckt hat.

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Deckschrubber vorsorgend

Ich stieß eben auf diese angeregte Diskussion und kann nur sagen, auf völlig subjektivem Wege bin ich bereits Ende September zum gleichen Ergebnis wie der Captain gekommen. Der Reihe nach: Ich bin seit 25 Jahren jeden Herbst in der letzten September Woche in Franken. Ich kann mich nicht entsinnen jemals (auch 2008 nicht) so saure Trauben probiert zu haben, wobei meine Erinnerung sicher nicht weiter als 10 Jahre reicht. Bestlage - Escherndorfer Lump, sonst zuckersüß dieses Jahr sauer. Schlechtere Lagen waren zum ausspucken sauer und auch viel Fäulnis.

2008 fand ich die trockenen Spätlesen 2008 aus dieser Region dann übrigens doch ganz lecker. Ich will nicht ausschließen, daß für 2010 Gleiches gilt. Nun bin ich aber nur ein einfacher Deckschrubber, somit einer aus der Masse der einfachen Konsumenten für die das Schiff (auch) segelt, und trinke unter der Woche für gewöhnlich eben nicht 10€+ Weine, sondern durchaus die einfachen Erzeugnisse der besseren Winzer dieser Region. Diese bereiteten mir allerdings schon aus 2008 keine Freude: Dünn und säuerlich.

Den Geschmack der oben erwähnten sauren Trauben noch im Mund habe ich dann spontan die Bestellmenge des Jahrgangs 09 verdoppelt – kann es mir jetzt also leisten 2010 im Zweifel einfach auszusitzen.

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Gast

Gut, dass der Autor kein Winzer ist

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weinspitz ...lächelnd.

das meiste ist ja schon gesagt. aber lieber gast, der autor ist vielleicht kein winzer - weil ein winzer eigentlich der knecht am weingut war - aber er macht wein. so, wie ich auch ein klein wenig. er in italien, ich im burgenland.

die menge ist auch bei uns heuer extrem wenig. aber letztendlich von der qualität doch viel besser, als ich befürchtet hatte.

@dirk: ich denke mal, dass der david mit wein-entsäuerung sicher das kalken gemeint hat, da die top-winzer ja meist nur wenig entsäuern (müssen).

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stephan angefressen

Ich finde ja ein wenig polarisieren gar nicht schlecht - aber was sie - Kollege Klimek - hier machen, ist recht widerliches BILD Niveau. Erst schön hetzen und einen provokanten Artikel vom Stapel lassen, sich dann über die Diskussion und die Klicks freuen - und DANN sagen "JAAAAA - warten wir mit der Bewertung doch mal ab" Das stinkt!

Pfui!

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Sicherheitsabfrage
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