25.09.10 MEINUNG 41 Einem Freund senden

Esoterik: Der Biowein im Biowahn

Das hier hat noch lange nichts mit Esoterik zu tun...Das hier hat noch lange nichts mit Esoterik zu tun...

Verzweifelt schweifen die Augen der Frau über das Etikett der Weinflasche. Sie suchen und suchen. Und finden nichts. Wir befinden uns in einem Supermarkt am Prenzlauer Berg in Berlin. Hier lebt die neue sensible Elite Deutschlands. Manche sagen: Hier leben die neuen Spießer. Ich weiß, dass ich hier lebe.

Die Frau sucht einen Hinweis. Einen Hinweis, ob dieser Wein biodynamisch hergestellt wurde. "Organic", wie es auf den meisten internationalen Etiketten heißt.

Bodynamischer Wein ist der neue Hit, mit den Nachfragen nach biologisch zertifiziertem Wein kann jeder Weinhändler sein Lager tapezieren. Biologisch, biologisch-organisch, biodynamisch: Das ist der eine Schuh. Autochthon, also lokal verankert und quasi eingeboren, spontanvergoren, in der Amphore gereift: Das ist der andere Schuh. Ein populäres Paar, das nicht zwingend passen muss.

Biodynamischer Anbau heißt nicht mehr gegen die Natur zu arbeiten

Ich begrüße jeden Winzer, der sich für biologisch-dynamischen Weinbau entscheidet. Das hat unbestreitbare Vorteile. Es ist gut für Boden, Traube und Mensch. Sowohl für den arbeitenden als auch für den konsumierenden Mensch. Ich habe enormen Respekt vor jenen Weinbauern, die sich die Umstellungsphase von normalem Weinbau auf biodynamischen Weinbau antun. Man kann wirklich von "antun" sprechen, denn in den ersten Jahren kommt es häufig zu Ernteeinbrüchen, Fehlentwicklungen und Krankheiten. Ein bestens bewährtes und den Pflanzen vertrautes System wird aufgegeben und durch ein naturnahes System ersetzt. Das birgt Risiken. Jede Menge Risiken.

Doch am Ende steht ein Wein, der sich praktisch selbst und ohne Zusatz von Zuchthefen zum Gärung führt; ein Wein, der auf einem gesunden Boden gewachsen ist und folglich kaum chemische Wirkstoffe transportiert. Ein Wein, der aus Trauben gepresst wurde, die nie einen Tropfen chemisch-industrieller Herbizide, Funghizide und Pestizide abbekommen haben.

So ein biologisch hergestellter Wein schmeckt automatisch besser.

Eben nicht. Bei vielen Blindverkostungen großer Händler schneiden biodynamische Weine oft schlechter ab als solche, die aus herkömmlichen Weinbau stammen. Sie haben öfters Fehltöne und wirken instabil. Dieser Generalisierung muss man gleich entgegensetzen, dass es eine Menge Biowinzer gibt, die extrem gut arbeiten und fantastische Weine keltern. Aber es sind noch zu wenige, um der Bewegung jenen Rückhalt zu geben, den sie benötigt.

Braucht man Vollmond und Amphore?

Biodynamischer Wein könnte besser schmecken, wenn sich Teile der Bewegung von den Gurus lossagen würde, von jenen Einsagern, die etwa zur Verwendung archaischer Amphoren statt Fässer raten; von jenen, die dem Winzer erklären, der Weg zur gesunden Traube führe über die abgewehrte Erkrankung; von jenen, die in der Natur eine zwingend Verbündete der Rebe sehen (was sie gewiss nicht ist). Und die brutale Fehltöne als Zeichen der Lebendigkeit und Diversifikation verklären. Aber jede Mode braucht offenbar Theater als Legitimation.

Das soll nicht heißen, dass alle Weine weiterhin nach dem gleichen Schema hergestellt werden, nur weil es ein paar Weinpäpste den Konsumenten vor Jahren so eingeredet haben. Dem allgemeinen Trend zu Fruchtkonfitüre und Alkohol wird ohnehin schon Einhalt geboten, regionale Rebsorten feiern ihre Wiederauferstehung, das Terroir wird zum Unterscheidungsmerkmal und nicht mehr weggebügelt. Eigentlich geht alles einen guten Weg.

Weg mit dem esoterischen Unsinn

Und trotzdem: Biodynamischer Wein hat, gesamt betrachtet, mehr Fehler, als herkömmlicher Wein, der von einem verantwortungsbewussten Winzer hergestellt wurde (wir reden nicht über industrielle Massenproduktion, die sich als "Chateau" verkauft). Und ja: Biodynamischer Wein könnte besser schmecken, wenn sich manche Winzer nicht esoterischem Unsinn ergeben wollten.

Die Wahrheit liegt in der Mitte. Das ist beim Weinbau eher selten. Biodynamischer Wein schmeckt, wenn die Pflanze die Krankheiten im Griff hat, der Winzer auf alles religiös Anmutende verzichtet und rational bleibt ohne seine Begeisterung zu verlieren. Ganz schön viele biodynamische Winzer können das schon. Doch die Mehrheit hat noch zu lernen.

Dieser Beitrag erscheint auch auf ZEIT-Online



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Kommentare 41

Kommentare

weinkultur-kelly ...empört-erfreut-gemischtfühlig...

das es so manche eso-gurus gibt ist nicht von der hand zu weisen. das die überzüchtung der spezies "prenzlauer berg" bevor steht ist fakt.
fakt ist aber auch den rebschnitt nach mondphasen zu richten, und zwar dann wenn das "blut" im boden und nicht im grün (anteilig) ist, so wird die rebe nicht so gestresst.
wenn es uns schlecht geht trinken wir kamillenaufgussgetränke - geht es den reben schlecht reagieren sie ebenfalls positiv darauf.
ich möchte jetzt nicht von dem menschen in der rebe sprechen aber eine harmonie ist schon wichtig. und das mit dem mond ist ja schließlich auf physikalischen mist gewachsen.

JA, es gibt noch viele probleme in jenem bereich aber es wird besser und ich freu mich drauf.

und sch**ß auf das verquere "om mani padme hum - folk" am pb

Danke Captain

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Der Captain (auswärts)

Gerne Maat Kelly: Ich würde nur gerne den letzten Satz verstehen, der da in Geheimsprache steht..

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weinkultur-kelly ...lacht...

http://de.wikipedia.org/wiki/Om_mani_padme_hum

und pb = P'Berg

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Iris Rutz-Rudel (via facebook)

und wie immer nicht vergessen: ein Bio, oder Biodynamiker Label sagt ja noch so gut wie nichts über die Arbeit im Keller.

und zu "Bei vielen Blindverkostungen großer Händler schneiden biodynamische Weine oft schlechter ab als solche, die aus herkömmlichen Weinbau stammen"...na ja, da schneiden ja auch mit Eichenchips aufgemotzte Weine oder industrielle Massenware manchmal besser ab, als "handgemachtes", wie mich gerade vor ein paar Tagen eine deutsche Frensehreportage belehrte...

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Boris Makow (via facebook)

dabei sollte ein biodynlabel durchaus etwas ueber die kellerarbeit aussagen, denn nur weil im keller kein mond scheint, hoert dort doch nicht die zugrundeliegende anthroosophische sicht der dinge auf

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Gottfried Lamprecht (via facebook)

bio alleine verweist nicht auf herkunft
und die herkunft ist das große gut
und bio nur das i-tüpfelchen wenn alles passt.

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Gottfried Lamprecht (via facebook)

das ist der punkt - wie viele der vermeintlichen biodyn weingüter deklarieren ihre weinea am etikett?

wenige, nicht unbedingt weil man es nicht möchte, sondern weil (konv) trauben zugekauft werden und die kellerarbeit oft ganz anders aussieht. zb dieses jahr.

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Iris Rutz-Rudel (via facebook)

na ja, Gottfried, hier ist ja wohl nicht von "vermeintlichen", sondern von zertifizierten, also kontrollierten Weingütern die Rede, also nicht Alles durcheinanderwerfen. Ich glaube nicht, dass man da als Demeter-Mitglied mal so frei nach Schnauze, Jahrgang und Cuvée wählen kann...

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Gottfried Lamprech (via facebook)

nein, viele haben doch ein zertifikat, aber nur für die eigenen Weingärten,
dann hört der "spass" schon auf

so einfach ist das nicht
ein weingut kann aus mehreren "firmen" bestehen...
österreich ist bürokratieland, da geht alles oder nichts

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Gottfried Lamprech (via facebook)

außerdem ist demeter nicht der einzige biodyn verband
eine bestimmte gruppe hat sich zu einem anderen verband zusammengeschlossen, der lockererererer (!) richtlinien hat

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Christian Segers (via facebook)

...datt ist mir entschieden zu wenig , watt hier gegen BioDyn spricht , um diese Weine so zu " verteufeln " !

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Gottfried Lamprecht (via facebook)

der captn verteufelt, ich nicht

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Stephen Kelly (via facebook)

doch was ist mit jenen die es versuchen, durch ihre nachbarn aber nicht können: siehe kaiserstuhl - mal eben mit nem pestischrauber drüberflieg...die armen...ein hoch auf bettina von guradze - die find ich toll, sie hats geschafft und die anderen blicken zu ihr auf - aber nicht mehr lange lange lange...hoffentlich

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Stephen Kelly (via facebook)

ach ja, natürlich Herr Elian da Ros aus dem Bordeaux nicht zu vergessen...der Jungspunt...einfach genial

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Stephen Kelly (via facebook)

der Captain verteufelt doch nicht. er hat recht, es gibt in der gaaaanzen masse von bioweinen immernoch zu wenig gute

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Christian Segers (via facebook)

..hatte mal vor 3 / 4 Jahren 113 Bio-WG getestet und 111 in der BRD für GUT befinden können ; datt war für einige Weinhädler so
Anlass , sich die Weine für Kunden " zuzulegen ". Und die Kunden waren zu frieden und blieben auch dem BIO-Produkt treu ! !

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Stephen Kelly(via facebook)
Iris-Rutz-Rudel (via facebook)

Steven: Côtes du Marmandais, um exakt zu beiben:-) - auch wenn das von weitem vielleicht keinen Unterschied macht - fällt ja auch alles unter Süd-West Frankreich...

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Christian Segers (via facebook)

@S.W.K. ! Schöner und ansprechender " ReiseBericht " ! Der gefällt mir gut und zeugt vom " Mut " des WG in der BioDyn-
Scene ! Und diese Weine sind alle " gut " ; mindestens !

Mehr gute Bio-Weine / - Winzer gibt ett , als " Schlechte " !

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Steven Kelly (mit "v") (via facebook)

@Chr.S. - danke, und danke für die korrekte abkürzung S.W.K.

ps: lieber captain ich werde immernoch mit "V" geschrieben - obwohl das synonym mit "PH" manchmal gefällt - es könnte an meinen erzeuger erinnern

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weinkultur-kelly ...Vlheit...

danke captain - es schreibt sich auch schneller lol

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Steven Kelly (mit "v") (via facebook)

‎@iris da geb ich dir recht: Die Rebflächen beiderseits der Garonne liegen in direkter Verlängerung der Bordeauxappellationen Entre deux mers und Graves.
wir ham den inner magnum - offen - ich find den klasse

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Ute Mangold (via facebook)

Ja, der Captain verteufelt nicht, er polarisiert nur, und das hat er geschafft ;-) Auch mir geht der Hut hoch, wenn ich an einen Satz denke wie "Die Natur ist der natürliche Feind der Rebe", und damit hab ich den Captain jetzt absichtlich falsch zitiert (sorry Captain), doch so kam das bei mir an..... Nochmal: Bettina Bürklin (nicht Guradze) und ihre Leute sind keine Esoteriker. Auch nicht der Rebholz, der Wehrheim und schon gleich gar nicht der Christmann.... Das sind ganz bodenständige und erfahrene Winzer. Für sie war es eine ganz logische Konsequenz aus ihrer jahrelangen biologischen Bewirtschaftung, nun biodynamisch zu arbeiten. Worum es vielen geht, ist, für einen gesunden Boden zu sorgen, denn der ist die Basis des ganzen - im Weinberg.

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Der Captain (auswärts)

falsch gelesen Ute, ich zitiere ein Zitat..

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Ute Mangold (via facebook)

"Die Wahrheit liegt in der Mitte......" Der letzte Satz ist der Kern ;-) Yep.

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Christian Segers (via facebook)

‎@Ute ! Da bin ich anderer Meinung als Du , watt der Autor hier bezweckte ! Und... die Winzer wollten nitt nur die
" Bodenverbesserung " durch BioDyn ! Sie wollen mehr
für den Wein und seine Qualität DURCH u.a. dieser so
geschmähten WeinProduktionsArt erreichen ! CpS

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Ute Mangold (via facebook)

Lieber Christian, doch den letzten Satz vom Captain kann ich unterstützen, vielleicht fehlte der in dem ZEIT Artikel? "Die Wahrheit liegt in der Mitte. Das ist beim Weinbau eher selten. Biodynamischer Wein schmeckt, wenn die Pflanze die Krankheiten im Griff hat, der Winzer auf alles religiös Anmutende verzichtet und rational bleibt ohne seine Begeisterung zu verlieren. Ganz schön viele biodynamische Winzer können das schon. Doch die Mehrheit hat noch zu lernen."

UND natürlich geht es hier nicht nur über die Bodenverbesserung durch Biodyn, sondern es handelt sich um eine ganz grundsätzliche Haltung der Pflanze und der Natur gegenüber. Und einige haben das wirklich verinnerlicht! Doch darüber muss nicht mehr gelabert werden oder gar auf dem Etikett angegeben werden, sie tun es einfach.
Und CpS, gebe dir recht, ja, WARUM ist diese Weinproduktionsart hier geschmäht??????? In Frankreicht ist sie es nicht....

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Christian Segers (via facebook)

‎...ich möchte gerne wissen , watt der " CaCo" hier mit ..." falsch gelesen " andeutete !
LG CpS - Weinnase - sehr gespannt wartend !9

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Ute Mangold (via facebook)

Das war in dem ZEIT Artikel.

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Gottfried Lamprecht (via facebook)

das passt zum thema: funky practical non esoteric biodynamics
http://www.herrenhof.net/_newsandblog/episode-12-biodynamischer-weinbau/

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Christian Segers (via facebook)

...ich finde in dem Artikel der ZEIT eine nur .... "plaktive" Stellungnahme des Autors . Nicht eine klare Aussage etwa !
Aber , erkennbar auch seine , gelinde gesagt , Zuwendung
zum > biologisch< bezeichneten Weinanbau .

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Ralf Harsford (via facebook)

Mein Beifall für den Artikel. Ich habe mich auch durch ein paar öko-Güter probiert und bin dann auf wenigstens ein gutes gekommen, das ich Euch nicht vorenthalten will: http://www.weingut-stutz.de/ Weinhaltigen Gruß aus Berlin.

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Ralf Scholze (via facebook)

‎"Und trotzdem: Biodynamischer Wein hat, gesamt betrachtet, mehr Fehler,
als herkömmlicher Wein, der von einem verantwortungsbewussten Winzer
hergestellt wurde (wir reden nicht über industrielle Massenproduktion,
die sich als "Chateau" verkauft). Und ja: Biodynamischer Wein könnte
besser schmecken, wenn sich manche Winz...er nicht esoterischem Unsinn
ergeben wollten." Spannendes Statement aus dem Aritkel. Wo bleibt das Faktengebäude?

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Der Captain (von auswärts)

Was wäre denn ein "Faktengebäude" hierzu?

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IrisLisson wie immer: ausgeglichen

da der Captain "auswärts" ist, kopiere ich dann man selber meinen Antwortvorschlag von facebbok hierher;-):

"Faktengebäude: Analyseberichte über fehlerhafte Weine, die trotz doch sicher vorhandener Kontrollen in den Verkauf gekommen sind - oder Ablehnungsstatistiken der zulassenden Fachverbände/Behörden... z.B. zu hohe flüchtige Säure, wegen niedr...iger Schwfelungen, oxydierte Weine,... alles andere ist doch nur Geschmackssache des Verkosters. Essoll ja inzwischen auch Leute geben, die keine frische Butter oder frische Vollmilch mehr kennen und
so als "atypisch" ablehnen...;-). Wer mit aromaverstärkenden Reinzuchthefen aufgewachsen ist, vermisst eben irgendwann die typischen "Noten von Zitrusfrüchten" oder" Himbeerbonbon"..."

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OliKnolli zuversichtlich

sauber, muss es im Keller sein. Mit Käsefuß & Ayuverda Öl klappt das nicht. Esoterik & "organic" Business sind schwer kombinierbar.....
Also ich weiß aus eigner Erfahrung, dass z.B. auch ein BIO Wein aus Italien manchmal von Flasche zu Flasche unterschiedlich schmeckt, vielleicht liegt es auch an dem Thema "Naturprodukt". Generell sind alle Bemühungen weniger unnatürliche Fremdstoffe (Chemie) in den Weinberg zu bringen wünschenswert und die Winzer die das beherzigen oder auf dem Weg zur Umstellung sind, gehören getrunken.

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Master at Arms

Der Artikel ist mir mal wieder viel zu diffus. Welche Güter müssen noch lernen? Wo liegen die Probleme? Welche Güter sind erfolgreich und warum?

Na ja, für die "Zeit" scheint das ja zu reichen...

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Der Captain (auswärts)

1.) 5000 Buchstaben Beschränkung (Zeit).

2.) Die Probleme sind angeführt, Sie bestehen hauptsächlich darin, dass man Bio-Moden folgt, anstatt einfach Bio-Denken zu leben. Das beginnt bei absurden Ausbaumethoden und endet in einer fast religiösen Nachahmung gleich absurder Rituale.

3.) Was der Captain sicher nie machen wird, ist auf Winzer mit dem Finger zu zeigen und zu sagen: Du musst es besser machen. Anstelle referiere ich über die positiven Beispiele..

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Master at Arms

Sie können mir ja beim nächsten Mal den Artikel zusenden, ich kürz' ihnen den schon zurecht ;-)

Was ist mit "Einfach Bio-Denken zu leben" konkret gemeint?

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Volker Feth interessiert

Ich bin demeter-Winzer (zertifiziert) seit über 20 Jahren und wundere mich immer noch, mit welcher Leichtfertigkeit und falschen Begriffen in vielen Blogs ein Winzerdasein diffamiert werden kann, bloss weil nicht ALLES aufs Etikett passt und gerade mal EIN Wein nicht geschmeckt hat.

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Der Captain (auswärts)

Diesen Gedanken hätte ich gerne konkreter und mit Beispielen ausgeführt..

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