07.11.10 MEINUNG 26 Einem Freund senden

Debatte: Soll man patriotisch trinken?

Deutscher Wein: Tradition und Moderne als perfektes PaarDeutscher Wein: Tradition und Moderne als perfektes Paar

Langsam komme ich mir vor wie Heiner Geißler, entdecke den Schlichter in mir. Mir scheint, auf meiner Stirn steht geschrieben: "Ruft mich, wenn es brennt. Ich habe eine neutrale Sicht der Dinge." Das jedenfalls scheint auch der Captain zu glauben. So hat er mich schon letzte Woche antreten lassen, als es darum ging, seinen etwas vorschnellen Kommentar über das "Arschjahr 2010" zu kommentieren, der einen fachlichen und zwei strategische Fehler enthielt. Danach wurde ich in mehreren Mails beglückwünscht, hier wieder die Tische zurechtgerückt zu haben. In die Linie, die fehlte.

Nachgereicht möchte ich aber den Beglückwünschern noch sagen, dass ich nach wie vor der Ansicht bin, dass der Captain mit seiner Beurteilung des Jahrgangs nicht ganz unrecht haben wird. Nur sollte er erst darüber schreiben, wenn er Beweise hat. Der Konsument kann ganz beruhigt sein: Er bekommt 2011 aus vielen Gegenden der Welt die gleiche Qualität vorgesetzt. Und auch die gleiche Menge - nämlich wenig. Aber wir wollen die Wunde nicht noch einmal aufreißen, wenn jetzt ein wasserdichtes Salvequick drauf klebt.

Patriotisch trinken?

Also gestern ruft der Captain an, weil er will, dass ich einen Artikel lese, in der er seine Matrosen dazu auffordert, mehr deutschen Wein zu trinken. Denn die deutschen Winzer, vor allem die guten deutschen Winzer, brauchen ein wenig mehr Augenmerk. Sie verdienen Unterstützung, denn ihre wunderbare Arbeit scheint längerfristig gefährdet. Deutschland, so schreibt der Captain, ist kein richtiges Weinland. Wie Frankreich oder Italien. Oder seine Heimat Österreich. Und das stimmt.

Denn die Franzosen trinken fast ausschließlich ihren eigenen Wein. Da kann man in Frankreich überall beobachten. Das kann die Plörre noch so schlecht sein, sie wird mit einem nationalen Häubchen hübsch gemacht. Und niemand würde sie gegen einen besseren Wein tauschen. Schon gar nicht gegen einen besseren Wein aus einem anderen Land. Obwohl: Fragt man im Pariser Restaurant Georges (das im Centre Pompidou), was der meist getrunkene Wein dort ist, so ist das der Cabernet-Syrah von Penfolds. Aber das ist das Werk der Touristen.

Immer noch Vorbehalte

In Deutschland, so liest es sich beim Captain, gibt es immer noch absurde Vorbehalte gegen deutschen Wein. Und der Ab-Hof-Verkauf funktioniere nicht so gut, wie anderswo. Der Captain sagt da deutlich zugespitzt: "keiner" fahre in die Weinregionen. Nun, dagegen sprechen die statistischen Zahlen, sagen die Kritiker der Kolumne, allen voran ein Weinjournalist, dem hier nicht weiter Raum gegeben werden soll. Er sagt: Die Deutschen kaufen sehr wohl viel Wein ab Hof; fahren also doch in die Weinregionen und holen sich ihre Flaschen. Und dafür hat er Zahlen als Beleg.

Doch auch ich fahre in die Weinregion, in jene, ganz in der Nähe meines Arbeitswohnortes Stuttgart. Und ich bekomme auch in Württemberg Ähnliches zu hören. Dass eben nicht so viele kommen. Dass eben solche kommen, die nur kosten und dann gleich wieder gehen, ohne was zu kaufen. Und ich höre, dass viele Ab-Hof-Verkäufe gastronomische Ab-Hof-Verkäufe sind, also entweder Gastronomen der Region, die ihren Wein selber holen und gerne ein Schwätzchen halten. Oder die Ausschank im eigenen Betrieb, die über diese Diktion läuft. Glaube also keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Wiewohl ich weiß, dass meine singuläre Erfahrung nicht auf das Gesamte schließen lässt.

Die Nazi-Keule

Und dann gibt es da die Nazi-Keule, die geschwungen wird. Bei jenem eingangs erwähnten Weinjournalisten, der seinen Bericht mit einem Aufruf aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts bebildert, der dem Laien vorkommen kann, als sei er später (unter Adolf) verfasst worden. Ist er aber nicht. Und damit ist schon genug über die Manipulation gesagt. Die braune Keule passt immer, wenn einem was nicht passt.

Zwar kommt auch des Captains Kommentar nicht ohne blumiges Geschreibsel aus, zwar reist er gerne, wie immer bei seinen Meinungsbekundungen, in das Reich der "gefühlten Soziologie" (der wunderbare Ausdruck einer Dame aus einem Kommentar-Thread dieses Schiffs, den ich gerne übernehme), doch ist der Link zu Göbbels so dummdreist, wie selten etwas, das ich in letzter Zeit gelesen habe.

Selbstverständlich wird in Deutschland nicht genügend Wein gekeltert, alle deutschen Weintrinker zu versorgen. Selbstverständlich hat Deutschland eine lange Tradition des Weinimports (und man muss immer wieder erwähnen, dass die vielen deutschen Weinhändler jüdischer Abstammung, die auch den Adlon-Keller auffüllen durften, allesamt enteignet, vertrieben oder ermordet wurden). Selbstverständlich ist es ein positives Zeichen der Weltoffenheit, wenn deutsche Weintrinker, wie sonst nur Engländer oder Skandinavier, die ganze Weinwelt erfassen wollen; wenn sie experimentierfreudige Abenteurer sind, die auch eine Riesling aus Tasmanien trinken. Das stellt niemand in Abrede.

Wo beginnt die Pfalz?

Doch ist es sehr wohl seltsam, dass es auch in meinem Umfeld immer noch gebildete Menschen gibt, die generell keinen deutschen Wein trinken, die samt und sonders deutschen Rotwein als unmöglich ablehnen, die jeden Wingert in der Toskana kennen, jedes Weingut und auch noch jeden Önologen; die jedoch nicht wissen, wo genau Rheinhessen liegt. Und wo die Pfalz beginnt. Und das, so glaube ich, wollte der Captain sagen: Dass es immer noch eine Abscheu gibt, sich als regionaler Weintrinker zu outen, dass es im sozialen Status immer noch mehr gilt, Wein aus dem dafür bekannten Ausland zu trinken, als Wein der eigenen Scholle.

Wenn man dann noch Begriffe wie "Scholle" gleich mit Braun und Mob setzt, dann hat man, ehrlich gesagt, einen an der Waffel.

Und mit Leuten, die einen an der Waffel haben, sollte man sich nicht länger beschäftigen. Das rate ich dem Captain. Und bitte ruft mich nicht immer an, wenns brennt. Ich bin nicht Heiner Geißler. Ich will nur was trinken.



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Kommentare 26

Kommentare

Gast 1

Auch ich kenne viele, die Wein aus Deutschland ablehnen. Es gilt als "schick" Weine aus Frankreich, Australien und wo auch immer er noch herkommen mag, zu trinken. In den Köpfen sind vieler Orts immer noch Bilder von geschmacklosen Etiketten mit seltsamen Namen auf deutschen Weinflaschen enthalten - denkt man dann noch an den Wein, den man in den 70igern von Großmutter bekam - geradezu ekelhaft süss - ja da vergeht manch einem die Lust auf Wein aus Deutschland. Wie es häufig hierzulande ist - der Deutsche braucht für alles etwas länger als andere Nationen, auch in der Weinumgewöhnung.

Man darf "stolz" sein auf die hier ansässigen Winzer und deren Erzeugnisse, man darf sich als "patriotischer Weine aus Deutschland Trinker" outen, man darf sich bei dem Wort "Heimat" ganz heimelig und wohl fühlen! Und ja, man darf sogar dazu auffordern, mehr Wein aus Deutschland zu trinken.

Warum man das darf? Weil wir tolle, innovative Winzer im eigenen Land haben, die wunderbare Weine erzeugen, die sich hinter keinem ausländischen Weingut verstecken müssen!

Wer hinter diesen Begrifflichkeiten eine "braune Gesinnung" vermutet und sich sogar soweit entblödet, die auch noch öffentlich kundzutun, gehört zu den ewig Gestrigen ohne echte Argumente. Die Zeit ist weiter fortgeschritten, aber das haben einige offenbar nicht verstanden. Oder wollen es nicht verstehen. So scheint es. Die Zeit der grossen "Schuldgefühle" ist - ohne die Geschichte dieses Landes zu vergessen - vorüber und ein gesundes Selbstbewustsein hat Einzug gehalten. Endlich!

Ich schliesse mich dem Captain an: Trinkt deutsche Weine - und ihr werdet überrascht sein, wie fein sie sind.

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PfälzerImExil genervt

Hier wird etwas falsch verstanden: Der Artikel des Captains ist kein Plädoyer für den deutschen Wein, sondern ein provokanter Angriff und Vorwurf an alle, die in Deutschland gerne Wein trinken. Wir sind nämlich alle doof, und fahren nur zum Discounter oder trinken Import. Und wir sollten uns doch mal anschauen wie toll das all die Anderen machen. Und das wirkt in einer ZEIT-Kolumne nun mal anders als in einem skurrilen Blog. Und da ich weiss, wie ich und meine Freunde Wein kaufen und trinken, dann ruft das nur eine hervor: "Junge, du hast doch keine Ahnung".

Wenn der Artikel ein Plädoyer FÜR den Wein gewesen sein soll, dann hat er sein Thema weit verfehlt.

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Der Captain

Wo Sie das herausgelesen haben ("alle zu doof", "nur Discounter") bleibt mir schleierhaft..

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PfälzerImExil

hier:

"Wein erzählt viel über die weinanbauenden Länder. Aber es gibt kein weinanbauendes Land weltweit, in dem die Mehrheit der Weintrinker nicht mehrheitlich den einheimischen Wein trinkt. Ausser Deutschland.

Die Zahlen sagen, dass die Deutschen zwischen 45 und 48 Prozent Wein aus dem eigenen Land trinken. Das gilt aber vor allem für jene Weine, die man bei den Discountern bekommt. Dort wird viel Wein verramscht, der sonst keine Abnehmer findet."

Wundern Sie die Reaktionen nach einer derartigen Ansage wirklich?

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Gast 1

@PfälzerimExil:
Das ist DEINE ganz SUBJEKTIVE Interpretation der Kolumne. Wenn du dich dabei in die "doofen Ecke" gestellt fühlst, ist das schlicht dein Problem - Probleme sollen immer bei dem bleiben, der sie hat.

Ich habe die Zeiten in der Zeit Kolumne völlig anders gelesen und verstanden als du. Ich habe mich weder entmündigt, noch erzogen oder sonstiges gefühlt.

Nur weil du nicht in Discounter etc. kaufst, heisst es eben noch lange nicht, dass alle so denken und sich verhalten wie du.

Es war einfach nur die Aufforderung an all diejenigen, die deutsche Weine meiden - und ja, es gibt sie tatsächlich - sie zu probieren, weil sie nämlich tatsächlich gut sind.

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PfälzerImExil

Meine subjektive Meinung. Ganz genau. Genauso wie die von jedem der sie gelesen hat, und sich darüber äußert, ob positiv oder negativ. Ich fühle mich persönlich nicht angegriffen, ich erkläre nur was sie in mir (und in genug anderen, wie die aktuelle Diskussion ja zeigt) auslöst. Da kann man jetzt drüber nachdenken (und etwas davon annehmen), oder einfach sagen, alle Andersdenkenden haben es nicht verstanden.

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weinspitz ...aber noch nicht lang.

In Österreich war es vor noch gar nicht allzu langer Zeit doch auch so, dass kein Mensch die österreichischen Weine getrunken hat. Höchstens den Ribislwein. Den aus Trauben nur mit Almdudler oder Cola.
Gebietsvinotheken? Es gab eigentlich gar keine Vinotheken. Das alles, was wir immer so stolz herzeigen, ist meist keine 20 Jahre alt. Und kam erst nach der Revolution der Jungen, die eine gscheite Ausbildung genossen und im Ausland praktizierten (viele übrigens auch in DE).
Wir tranken früher auch Vin de Pays und glaubten es sei gut, wir tranken Tschianti und Fraskatti oder gleich Samos und Mavrodaphne. (Naja damals fuhr auch der J-Wagen noch bei der Athene vorbei).
Bei den deutschen Winzern ist die nächste Generation viel später angetreten. Die Auswirkung in der Qualität hat daher später eingesetzt, aber es kommt. Und es werden immer mehr Deutsche patriotisch trinken. In meinem deutschen Freundeskreis hat das schon längst begonnen, macht euch keine Sorgen, es werden immer mehr. Ich denke, da sind wir Österreicher mal wirklich ein paar Schritte (Jahre) voraus. (Selbst bei den Etiketten *ggg*).

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weinspitz ...finderlohn.

Hab grad was gefunden. Steht zwar für die Probleme, die wir Österreicher haben, wenn wir uns mit deutschem Wein beschäftigen. Vermutlich trifft einiges auch für "einheimische" zu. Wer's lesen mag:

http://wine-times.com/artikel.php?idde=89&iden=&language=DE

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Gast 1

@PfälzerimExil:
Nicht ganz - du erklärst nicht, was der Artikel in dir selbst an Gedanken ausgelöst hast. Viel mehr stellst du die Behauptung auf, dass andere - die, die es anders sehen als du - nicht in der Lage sind, den Kolumne "richtig" - richtig im Sinne deiner Interpretation - zu verstehen. Du schreibst von "Wir sind nämlich alle doof" - "wir" sind deine Freunde und du, wobei deine Freunde selbst hier nicht zu Wort kommen - und stellst damit die Behauptung auf, deine Freunde empfinden exakt wie du.

Du versuchst, anderen deine Meinung, die in diesem Fall sehr negativ ist, "aufzudrücken" - anders ist dein letzter Satz im vorherigen Posting leider nicht zu interpretieren. Es gibt nämlich auch noch die Möglichkeit - wie in meinem Falle - alles anders zu interpretieren als du. Und dabei muss ich mich auch nicht auf "viele andere" berufen.

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PfälzerImExil

Lieber Gast 1: Offensichtlich sind Sie nicht in der Lage, eine andere Meinung einfach mal stehen zu lassen, oder? Sie haben anscheinend mit meinen Freunden gesprochen, und deren Meinung eingeholt (im Gegensatz zu mir natürlich!), sie fühlen sich von fremden Meinungen bedroht (ich will Ihnen die ja "aufdrücken"), und ich akzeptiere keine anderen Meinungen oder andere Interpretationsmöglichkeiten (habe ich ja auch klar geschrieben). Weiterhin scheinen wir uns ja so gut zu kennen, dass wir uns dutzen. Gott Sie Dank.

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pivu

Die Deutschen machen Urlaub auf Mallorca und in Österreich, sprechen mehrere Sprachen, Italiener und Franzosen bleiben im Land, verstehen kaum ein Wort Englisch und trinken primär heimische Weine. Dazu kommt, dass D als Nation der Biertrinker gilt und Weinkultur noch nicht wirklich etabliert ist. Der Preis bestimmt den Konsum und "trinkbaren" Billigwein erzeugen kann man anderswo besser.

In diesem Zusammenhang irgendeinen Bezug zum Dritten Reich herzustellen ist freilich total bescheuert.

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Gast 1

@PfälzerimExil: Im Internet ist das "du" üblich, aber wenn IHNEN dabei unbehaglich ist, werden SIE selbstverständlich gesietzt.

An welcher Stelle genau habe ich Ihre Meinung nicht akzeptiert? Die Stelle kann ich nicht finden, aber Sie helfen mir sicherlich aus.
Gibt es einen Grund für Ihren polemisch hobbypsychologisch anmutenden letzten Post? Ich gebe zu, auf dieser Basis erübrigen sich Diskussionen für mich - eine Frage des Niveaus, Sie verstehen?

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PfälzerImExil

Da ich nie behauptet habe, dass Sie meine Meinung nicht akzeptieren, können Sie die Stelle nicht finden (das bedingt sich zwangsläufig). Prinzipiell empfehle ich es, Posts erst mal ruhig zu lesen, dann zu verstehen, und sich dann zu überlegen ob man dann derartig rumstampft. Und das mit dem Niveau verstehe ich durchaus - von daher: noch einen schönen Sonntag! ;)

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Der Captain ...ermahnt

..nicht immer gleich todbeleidigt zu sein..

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Stylevorlage

Ich kenne keinen Hobby- oder "Profi"-Weintrinker, der ernsthaft Weine aus Deutschland ablehnt. Gelegentheitstrinker haben es allerdings schwer, den multidimensionalen Wust an Informationen zu durchschauen (siehe Link von weinspitz) und zu bewerten, denn das Wissen darum gehört richtigerweise, aber leider nicht zur Allgemeinbildung. Die werden dann eben von den Broschüren der großen Versandhäuser beraten. Wer den Konsum von deutschem Wein tatsächlich als zu piefig empfindet, hat den Schuss nicht gehört (siehe Diskussion im ZEIT-Forum).
Fehlinformationen scheinen sich bei den meisten blitzschnell und unverwüstlich einzunisten. Glycol, Aufzuckern, untrinkbarer Rotwein, süß=schlecht (Gipfel des Unsinns!), Rentnergesöff. Das alles wird immernoch gern mit deutschem Wein assoziiert. Schade!
Aber wer hat denn jetzt wen wo einen Nazi geheißen?

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Michael Rosenthal ...amüsiert

Wieder mal eine interessante Debatte und kaum einer, pardon Keiner hat hier derzeit den Arsch in der Hose, mit seinem richtigen Namen zu posten.

Da ruft ein Österreicher, ein toskanischer Winzer dazu auf, deutschen Wein zu trinken.
Das ist ein Affront - natürlich ist es das.
Hätte das nicht einem deutschen Weinjournalisten einfallen müssen ? DEM DEUTSCHEN Weinjournalisten ?
Was für eine Schmach !

Den Fehdehandschuh in den Blog geschmissen kommen nun rechts und links die Antworten, kommen Kommentare, Richtigstellungen und weitere Anfeindungen.

Es ist schon ein erbärmliches Gezänk, wohlgemerkt von beiden Seiten, was hier läuft. Wie die Waschweiber am Bachlauf streiten sich die Egomanen, ziehen noch jemanden hinzu und waschen schimpfend ihre Schmutzwäsche.

Derweil grinst sich jeder Aussenstehende die Backen hoch bis zu den Ohren und wartet auf die nächste Peinlichkeit.
Es macht doch immer wieder Spaß mitanzusehen, wie sich die Menschen lächerlich machen.

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Der Captain

Ich kann nicht erkennen, was an Küppersbusch Kommentar lächerlich wäre, Sorry..

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Michael Rosenthal

Nicht der Ursprung der Debatte, sondern deren Folgebeiträge sind redundant.

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Master at Arms

Hallo Herr Küppersbusch,

Heiner Geißler hätte es nicht besser machen können. ;-) Vielen Dank für diesen Beitrag.

Marc

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Stylevorlage neugierig

Nochmal: Wer hat wen wo einen Nazi genannt?

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Der Captain

Dem, den wir hier keine Bühne geben wollen..

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Michael Rosenthal ...belehrend

"DER, DEM..." das kann doch nicht so schwer sein ;-)
Wem gehört der Fahrrad ?
Ich !

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Gast ...Amüsiert

Gib misch die Kiersche (L. Emmerich BVB)
Ich verwarne Ihnen-ich danke Sie (W. (E.) Lippens RWE)
Der Captain ist im Herz ein Fußballer.

H.G.
Gast

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Alexander ... optimistisch

Grundsätzlich sollte jeder trinken, was ihm schmeckt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass der deutsche Wein in den letzten Jahren ganz schön aufgeholt hat, auch in der Gunst der einheimischen Weintrinker. Zumindest bei mir im Bekanntenkreis. Und ich denke, wenn pfälzische, badische oder rheinhessische Winzer weiterhin einen so guten Job machen, wird unser Wein auf der Beliebtheitsskala weiter steigen.

Viele Grüße

Alexander

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Gast blickt nach Australien

Die Australier scheinen sich auch zu sorgen, dass ihr Wein im eigenen Land nicht genug getrunken wird:

www.allforonewine.com.au

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