27.08.10 MEINUNG 37 Einem Freund senden

Großer Rock´n´Rosé-Schwindel

Markus del Monego. Kennt sich aus, bleibt trotzdem flach (Fotos: Monego Downloadcenter)Markus del Monego. Kennt sich aus, bleibt trotzdem flach (Fotos: Monego Downloadcenter)

Der Captain kam zurück. Spätnachts. Und er konnte nicht schlafen. Der Erste Offizier hat sich die Kopfhörer gegriffen und ist ins Unterdeck geflüchtet. Denn der Captain hämmert in sein Notebook. Deswegen entfällt der Frühdienst.

Der Captain ärgert sich. Über Markus del Monego. Und über die Süddeutsche Zeitung. Und deren Vinothek. Und weil der Erste Offizier dem Captain neulich gesagt hat, dass er wieder mal so richtig Dampf ablassen soll, gegen all den Weinschwachsinn in Deutschland, da hat sich der Captain dieser Worte erinnert: "Du warst früher schärfer", hat der Erste gesagt, "du wirst alt, ein armer alter Mann."

Der Captain ärgert sich über Markus del Monego. Monego ist Sommelier-Weltmeister und auch Master of Wine; beides einzigartige Auszeichnungen, die man nur einheimst, wenn man sich wirklich gut mit Wein auskennt. Also nicht mit Halbwissen glänzt, wie der Captain. Nein, da muss man schon viel getrunken haben, um diese Prüfungen zu bestehen. Und das Meistern dieser Prüfungen macht auch unangreifbar; Monego kann sich immer auf seinen Status zurückziehen: Ich war Weltmeister. Wie Schuhmacher auch (der aber öfter).

Weltmeister im Wein, Weltmeister im Vermarkten

Monego verwandelt diese Titel in bare Münze. Das ist ok so, denn warum soll er aus dem aufgehenden Hefeteig seiner Karriere nur kleine Brötchen backen? Dafür gibt es keinen Grund. Monego verkauft sein Wissen auch an - sagen wir mal - umstrittene Handelsketten. Doch auch das ist ok, wäre ok, wenn Monego hier die richtigen Tipps gibt. Und so zur Bereicherung des Konsumenten beiträgt. Monego, der Vertrauensmann der schnäppchenjagenden Weintrinker. Warum nicht?

Monego berät auch die Vinothek der Süddeutschen Zeitung in Sachen Wein. Moment mal, warum braucht eine Tageszeitung eine Vinothek? Leichte Antwort: Sie will etwas mehr Geld verdienen. Viele Tageszeitungen machen das so. Und auch die Wochenzeitung "Die Zeit", für die der Captain wöchentlich einen Online-Beitrag schreibt. Auch nichts dabei.

Doch vor der Vinothek der Süddeutschen Zeitung muss offenbar ein Flugzeug mit der Überproduktion der Weltweinindustrie notgelandet sein. Und die Besatzung dürfte denen in München die unverkaufbaren Kisten angedreht haben. Auf welche Empfehlung? Der Captain darf raten.

Ein Rosé aus Corbieres. Wer´s braucht?

Diese Woche empfiehlt die Süddeutsche zum ausklingenden Sommer einen echten Sommerwein, den Rosé 2009 der Domaine de Bégou aus der französischen Region Corbieres, aus der dem Captain noch kein Wein überdurchschnittlich aufgefallen wäre. Sicher wird es Ausnahmen geben: "Geh in Deckung", ruft der Erste Offizier, "sie werden dich steinigen."

Monego empfiehlt diesen Rosé. Er sagt: "Der Duft verzaubert mit saftigen Aromen reifer Himbeeren, frischen Erdbeeren und einem Hauch Zitrusfrucht. Ideal für schöne Sommertage."

Na, da wird es nicht mehr viele von geben. Sommertage. Ende August. Und Anfang Mai 2011 wird schon der säuerliche 2010er Jahrgang (Grenache, Cinsault, Syrah) zu Rosé vermanscht worden sein. Viel mehr kann man aus dem Jahr dort unten (und auch anderswo) nicht machen. "Vorsicht, geh in Deckung", ruft nun auch der Maat. Über 2010, dieses Arschjahr, reden wir demnächst.

Hach: Ein Hauch Zitrusfruch. Saftige Aromen reifer Himbeeren. Zufällig kennt der Captain dieses Industrieprodukt. Industrie muss keineswegs schlecht sein. Wenn der Weinmacher auf gewisse Gepflogenheiten achtet, ist Industrie durchaus zu vertreten.

Blabla, laber...

Aber der Captain, der den Wein erst neulich getrunken hat, schmeckt hier nur die Langeweile uninspirierten Weinmachens. Nicht schlecht. Selbstredend weit davon entfernt, singulär, spannend, oder gar vergnüglich zu sein. Nun gut: Bei großer Hitze und mit einem Eiswürfel drin kann dieser Wein auch Spaß machen. In Südfrankreich am Pool. Doch die große Hitze ist vorbei. Und für den Spaß ist er zu teuer.

Dieser Rosé der Domaine de Bégou existiert nur, weil die Welt keine Rotweine dieser Gegend mehr trinken will ("Deckung", schreien nun schon die Matrosen). Und auch die anderen Weine aus Monegos Liste für die Süddeutsche stammen erstaunlicherweise aus solchen Sondergegenden mit zuletzt aktiv zunehmender Massenproduktion. Gegenden, die meist nicht mit glanzvollen Weinen auffallen.

Da fragt man sich, warum die beiden ihre Klientel derart verarschen. Monego. Und die Süddeutsche. Ist doch gerade die Süddeutsche kein Blatt der Mindergebildeten; kann sich doch gerade die Leserschaft der Süddeutschen schnell eine eigene Meinung bilden. Doch man vertraut lieber Monego, denn der war ja Weltmeister. Und ist Master of Wine. Der muss es wissen. Wer, wenn nicht er?

Und dann formuliert Monego so industriell, wie die meisten Erzeuger der von ihm empfohlenen Weine. Er schwelgt im alten Weingeschwätz, wie es seit Jahren in Deutschland Mode ist. Wenn ein Weingut ein paar Olivenbäume hinstellt, macht er schon Meldung. Denn der Süddeutsche-Klient sieht nicht den Wein, sondern die Olivenbäume. Ahhh, Olivenbäume! Da muss der Wein ja gut sein. Mitnichten. Und so weiter.

Warum sucht Monego solch fades Zeug aus?

Der Rosé von der Domaine de Bégou ist ein durchschnittlicher, standardisiert gemachter Industriewein. Zumindest schmeckt er so. Wenig Säure, viel vordergründige Frucht, ein banales Aromentheater (mit maximal vier Darstellern): Ritterspiele. Festwochen am Land. "Dieser Wein ist Operette", sagt der erste Offizier. Alle an Bord lachen.

Schade nur, dass sich ein Weltmeister und ein deutsches Qualitätsblatt dafür hergeben, solche Weine zu promoten. Kommet her und nehmt hinweg die Überproduktionen dieser Welt. Amen.

Was gäbe es nicht alles zu entdecken. In Deutschland. "Ach was", sagt der Erste Offizier, "wir machen jetzt erstmal ne Flasche auf." Willkommen zurück.



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Kommentare 37

Kommentare

Sanders nicht der Rede wert

Diese Vinothek Weine für ALLE Zeitungen (inkl. der ZEIT) sind eh völliger Blödsinn. Es werden da nur Klischees bedient:

Rosé-Wein = frischer Sommerwein, alternativ Terassenwein/Balkonwein/Poolwein
Weißwein = noch frischerer Sommerwein
Rotwein = "Garrigue-Wein" (wenn aus Südfrankreich kommend), alternativ Kaminwein, wirklich gut, wenn er auch noch Parker-Punkte hat.

Aus Sicht der Zeitungen ist es aber clever gemacht. Man kaufe von einem mittelmäßigen Weingut mit großer Produktion große Mengen zu kleinen Preisen und verscheuere diese zu etwas höheren, aber nicht unverschämten Preisen an seine Leserschaft weiter. Ausreichend ist eine gute Beschreibung, ein schönes Etikett und - wie der Captain richtig sagt - Olivenbäume, Lavendel-Felder und Nebel über sanften toskanischen Hügeln. Wenn dann auch noch ein MW wie Marcus del Monego seinen Stempel drauf gibt, ist dem Kaufreiz ja wohl genüge getan. Ich kenne genug Leute, die auf sowas anspringen. So muss man nicht ins Weingeschäft gehen und sich auch keine Gedanken darüber machen, von welchem der tausend Produzenten man jetzt seinen Rosé-Wein kauft.

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charlie vielleicht blasiert

"Der Duft verzaubert mit saftigen Aromen reifer Himbeeren, frischen Erdbeeren und einem Hauch Zitrusfrucht. Ideal für schöne Sommertage." Dieser Satz ist doch abschreckend genug, oder? Und er beschreibt genau das, was der Captain auch schreibt, nur anders formuliert.

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pivu tolerant

Nicht so streng, ich hab' mich auch über manchen Tipp vom Captain gewundert, wie z.B. Gut Herrmannsberg, da schmecke ich nur "Langeweile uninspirierten Weinmachen". (Auch wenn der Kellermeister eine Beziehung zum dort mittlerweile besten Betrieb dort hat, beruflich wie privat.)

Aber ich find's lustig, wie die "Weinleut'" aufeinander losgehen - irgendein reporter auf den Captain oder einen Engländer in Berlin, der Captain auf MdM, Hugh Johnson und Jancis R. auf Parker -, bzw. fast die Kombüse miteinander teilen (ohne Einzelheiten).

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Der Captain

Ich gehe auf keine Leute los, ich kritisiere Leute und ihre Praktiken. Mir fällt zu Parker was ein. Und zu Monego. Weil beide die Konsumenten und Weintrinker verblöden. Die meisten anderen haben Ansichten. Und keine unlauteren Absichten..

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Barbara Wanner (via facebook)

Das war doch net(t) scharf - am besten: da muss man schon viel getrunken haben, um diese Prüfungen zu bestehen... :-) wie diese Weinauswahlen zustande kommen, versteht eh keiner, Stoff der weg muss? Passt nicht zum sonst so hohen Anspruch, haste schon recht Captain. Sommelier Weltmeister kann man übrigens nur einmal werden. MdM wäre es sicher öfter geworden bei seinem Wissen :-)

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Christian Segers (via facebook)

‎...und watt ist die Moral von der " Wüterich-Geschicht " ?
Monego ist käuflich und der Cäpt`n verkauft nur ? Oder ?

Ist für mich wieder mal nur `ne " Lohengrin-Geschicht " !

Oder ein sehr typisches " Deutsches Liedguth " : ich weiss
nitt , watt soll`s bedeuten , datt ich`s nitt so leiden kann !

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Alice (via facebook)

Dein 1. hat recht, für 'nen Wutanfall ist das ausgesprochen milde ...

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Christian Segers (via facebook)

‎...das 2.te ist ja auch bloß ne rethorische Frage , nitt meine Aussage !

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Pikrin ...nickt mit dem Kopf

dDanke Captain! ein großer Teil der Mannschaft stimmt wohl zu. Als Zeit-Leser (ich bin extrem unter 100 und zittere nicht beim Trinken; ach?!) habe ich mich schon einige male sehr gewundert was da so als Weinpaket angeboten wird (hatte zwei mal bestellt). Das auch die Süddeutsche so was macht ist umso erschreckender, als da der Verdacht aufkommt, dass mit einem guten Namen Querfinanzierung mit weniger guter Ware betrieben wird.

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Christophe Piper (via facebook)

Und wetten der "tolle" Rosé schmeckt in 10000 Meter Höhe in der LH Business-Class nochmal gaaanz anders? ;-)

Davon ab kann ich deine Häme über Corbières nicht auf der ganzen Linie teilen. Es gibt dort auch noch hervorragende Rote, die sich ein durchschnittlier deutscher Zeitungsleser aber sicher nicht kaufen wird, da sie a) in Deutchland eher unbekannt sind (man trinkt ja lieber Barolo, Bolgheri und die ganz originellen auch mal Priorat) und sie dann b) für Weine ohne Parkerpunkte auch noch ziemlich teuer sind... ja mindestens 20 - 30 Euros!!!! Himmel! So viel Geld für einen Wein aus Languedoc! Ohh mon dieu!

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Der Captain

Die Mannschaft sagte ja: Geh in Deckung..

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Thilo Marquass (via facebook)

Es gibt so ziemlich aus jeder "offiziell" unbedeutenden Wein-Region richtig gut Weine (vor allem immer mehr aus dem Languedoc - ich denke auch aus dem Corbieres) !
Noch ein kleiner vielleicht nicht unwichtiger Hinweis (Vergleich M. Schumacher): Einen Sommelierweltmeistertitel kann man nicht verteidigen !!

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Gerald Schuster (via facebook)

Interessante Koinzidenz, denn praktisch zeitgleich wird gerade dem Captain selbst "Schwätzertum" und Ähnliches von durchaus nicht unbekannter Seite vorgeworfen. Keine Ahnung, wem ich jetzt glauben soll ...
http://www.talk-about-wine.de/topic.asp?TOPIC_ID=5859&whichpage=2

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Der Captain

Ich werfe der Seite, die mich attackiert, kein Weinschwätzertum vor. Also trifft der Verlgleich nicht. Ich werfe nur Markus del Mondego Weinschwätzertum vor. Was andere über den Captain berichten, war mir seit jeher gleichgültig. Zudem gehen Schmähungen immer mit gestiegener Aufmerksamkeit einher; es ist den Mitbewerbern eben nicht entgangen, wie stark und wie schnell die Mannschaft des Captains innerhalb der letzten zwei Monate gewachsen ist.

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pivu

Nicht die "Seite" an sich, sondern der Betreiber der Seite wirft vor, attackiert etc. Auch unser Landsmann Qualtinger wusste schon damit umzugehen.

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Der Captain (von Unterwegs)

Sorrey, ich meinte "von jener Seite", war also quasi offline ;-)

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Thilo Marquass (via facebook)

Mich nervt zumindest der "Ton" der die Musik bekanntlich macht !
Ich "haue" auch nicht verbal drauf, wenn Hendrik Thoma im ZDF den Blind angebotenen Shiraz für einen Spätburgunder hält !
Alle "Wein-Prominenten" sorgen zumindest immer noch viel zu wenig dafür, daß der Wein nicht untergeht neben den vielen TV-Kochformaten (Was trinken die eigentlich alle zu dem Essen?) !!

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Der Captain

Hendrik Thoma hat einen verständlichen Vertrag mit Hawesko. Das ist in Ordnung so. Seine Weintipps aber sind um Welten origineller und um Welten seriöser, als jene von Mondego. Wenn Sie den Bericht noch einmal lesen, wird Ihnen auffallen, dass ich nicht die Geschäftspraktik kritisiere, sondern das Ergebnis jener..

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Gerald Bayer (via facebook)

bin bei dir manfred ... ich halte es für die übliche sauerei, die aber so oft von irgendjemanden begangen wird, dass man sich schon daran gewöhnt hat. daher: danke für den zarten wutausbruch und die amüsante schreibweise! ;-)

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Maat Mally

... für mich ist das ganze fast symptomatisch für die meisten weinakademiker. die ganzen leute lernen einfach einiges an theorie und wenns in die praxis geht dann eben mehr uniformes oder generelles...
die meisten von ihnen haben großes fachwissen - was gut ist wissen sie jedoch nicht - und müssen es auch nicht wissen!

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Reblaus Nord

Tja was soll man da sagen?

MdM ist absolut einer der erfogreichsten in der deutschsprachigen Weinwelt und die beiden Titel sind die begehrtesten und prestigeträchtigsten der Weinwelt!
Die nimmts nicht mal so ebnen im vorbeigehen mit und sagts ach ich werde jetzt mal MW und Sommelierweltmeister! Das ist echt viel, viel Zeit und harte Arbeit!

Gut was jetzt diese Weinempfehlung und Weinsprache angeht ist es natrürlich sehr schwer immer was besonderes in einem guten einfachen Wein zu finden bzw. das in Worte zu fassen und zwar so das es anspricht!

Es würde wohl nicht genügen zu sagen: der Wein ist gut und typisch! Weine entstehen zuerst mal im Kopf und das nicht nur beim Winzer sondern auch beim Konsumenten!

Blumige, ausschmückende Wortwahl belebt eben die Phantasie und möglicherweise findet der eine oder andere eben dann auch die Aromen leichter bzw. überhaupt!

Wein ist doch sehr häufig nichts anderes als Lebensgefühl und wen es die Leute glücklich mach Ritterspiele und Olivenbäume beim trinken im Kopf zu haben tja wer soll das verbieten und warum?

Auch sehe ich das Problem der Empfehlungsflut die auch uns hereinprasselt, d.h. wo man hinschaut wird dieser und jener Wein empfohlen ich glaub es gibt gar keinen Wein auf der Welt der keine Empfehlung von irgendwem hat oder?

Und bei Profis wie MdM ist es doppelt schwer den dort erwartet sich jeder jedesmal einen neuen Superstar den der Rest der Welt noch nicht kennt!

Es ist einfach sehr schwer gut gemachten anständigen Wein auch nur als das an den Mann zu bringen.

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Michael Rosenthal Zustimmung

Ja, ja, die gute SZ. Da fällt mir gleich noch ein passender Artikel ein, der den investigativen Journalisten als eher vinophob entlarvt
http://www.sueddeutsche.de/leben/sz-serie-freitagskueche-wein-oder-wahrh...
"Deckung" ruft meine Frau schon aus dem Hintergrund...

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Roland Epple (via facebook)

Der Captain ist der größte. Was Weintemperatur und Weinverkostergedöns angeht. Mir als Pfälzer ist das alles sehr symphatisch.

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Roland Epple (via facebook)

So jetzt habe ich den Link gelesen. Ha Volltreffer "Olivenbaumgedöns" Ganz groß im Rennen, auch "Feigenbäume" und dunkelblaue Flaschen. Naja die Touris ausdem Schwabenländle kaufen das Zeug und glauben sie hätten was tolles aus der Pfalz erstanden. So leicht geben wir uns nicht auf. Der gute Wein ist in den ollen, grünen Flaschen.

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Mahatma Herdeg (via facebook)

Hey...i hör' hier emmer "Touris ausdem Schwabenländle"...jetzt ischt abr sofort Schluss mit dera o-säglicha Pauschalverohglempfong!!!

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Peter amüsiert

Eins vorneweg: Ich versteh nichts von Wein. Ich trink ihn nur.
Ein Freund von mir fand den Rose so lecker, das er sich eine 12-Kiste nachbestellt hat.
Ich fand den gleichen Rose grauenvoll. Lag vielleicht auch daran, das ich die Tage vorher (für mich) leckere Rose´s aus Spanien und Franken hatte.

Aber man sieht das alles seine Berechtigung hat.

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Der Captain

Trinken = verstehen. Mehr trinken und abwechslungsreich trinken = mehr verstehen. So einfach ist es..

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Sigbert Frisch

warum so viel Wind um so eine banale Sache? Es ist offenbar ein Durchschnittswein, immerhin "Wenig Säure, viel vordergründige Frucht, ein banales Aromentheater ", kann man also trinken, vielleicht eine Verbesserung für viele SZ-Leser und Supermarktwein-Trinker. Aber der Furor des Captain ist doch nur ein Sturm im Wasserglas, reine Zeit- und Energieverschwendung - oder steckt hinter der Wut ein Kalkül?

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Weindeuter ...belustigt

herrlich, der Captain klotzt gegen Monego, der doch eigentlich ein ganz Netter ist. Etwas betulich vielleicht, halt ohne Schmäh und doppelten Boden.
Hat aber Unterhaltungswert, demnächst auch mal was gegen Pigott im Angebot ??
Zum Wein: Natürlich ein einfacher leckerer Rosé wie viele, hab im August selber 2 Wochen lang welche in der Provence getrunken, am Pool - aber ohne Eiswürfel drin. Die muß man natürlich nicht als besondere Entdeckung feiern. Ansonsten kommt hier Polemik gegen Frankreich schon mal vor, der Captain ist halt italophil, wie alle Österreicher...

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Christian Segers (via facebook)

...bei einem wine-tasting der Gebr. Lergenmüller , vor Jahren , in der Pfalz , habe ich den Unternehmer Monego als seh agilen und
fähigen und integeren " Degustator " kennengelernt !

Und ... " Kritik " gehört zum " Handwerk " des MoW Monego ; auch diese auszuhalten ; wenn`s dann fair und sachlich-fachlich korrekt
so " rüberkommt " ! Nur.... bloß >verkloppen< sollte man IHN und seine anerkenneswerte wie nachweisbare Leistung(en) so doch nitt !

Und datt meine nitt nur ich alleine so ! Denke, datt sieht der Cäptn sicherlich genauso , wie seine Kollegen in dem "Gewerbe" !

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Iris Rutz-Rudel (via facebook)

jedenfalls finde ich es toll, dass es die Marketingleute der Cooperative von Cascastel (150 Winzer), die bei 35.000 hl pro Jahr auch diesen Wein erarbeitet, es geschafft haben, einen neuen Jahrgang Rosé mit noch höherem Cinsaultanteil nach Deutschland zu verkaufen, nachdem der Vorgänger (2008) hier online für schlappe 4€ angeboten wurde und nur 10% Syrah enthielt.

Dass es im Roussilloon (zu dem die Corbières ja gehören) jede Menge hervorragende Weine von kleinen und mittleren Gütern gibt, die ob weiß, rot oder rosé, hervorragend sind, man muss sich halt - wie immer - nur etwas auskennen - führ ich jetzt hier nicht extra aus, denn darum ging es ja offensichtlich im ursprünglichen Artikel nicht;-).

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5Terre

mille grazie captain, für diese geschichte.

viele jahre fuhr ich am schiff "tageszeitungsmarketing" und es irritiert heute noch sehr, wenn ich unprofessionelle empfehlungen in diversen e-shops und sonstigen kastln wahrnehme. es ist so oft nicht einschätzbar, leser bzw. abonneten verlassen sich gerne auf die meinung/empfehlung ihrer zeitung ...

du kannst ruhig öfter dieses thema aufgreifen.

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Dirk Behrendt belustigt

Oh, es gibt wirklich üble Plörre aus Corbieres.
Aber auch einige tolle Rote zwischen 10 und 20 Euro.
Und sogar nette Weiße (okay, "Sommerweine"). Für unglaublich wenig Geld.

Aber die behalte ich besser für mich und schmunzle über das weit verbreitete Corbieres-Bashing - wohl wissend, dass sie auch noch in den nächsten paar Jahren so günstig sein werden.

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Dirk Behrendt gespannt

Wow, so wie die Weinszene gerade peinlichst aufeinander eindrischt, würde es mich nicht wundern wenn es demnächst vorm GrillRoyal oder dem 2/3Choses mal zu ner bösen Schlägerei käme.

Also beim nächsten Besuch Handykameras bereithalten!

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Der Captain

Ausser mir geht da keiner hin. Die sind ja alle pleite..

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Hank Durstig

Der Captain hat mal wieder Recht! Allen, denen das anscheinend nicht klar ist, hier mal so nebenbei erläutert: Es geht ja nicht darum, Weinmeinungen von vinifizierten C-Prominenten grundsätzlich ad absurdum zu führen. Das Weinmesser geht dem Captain ja bekanntlich nur in der Tasche auf, wenn diese Ansichten nachweislich kompletter Unfug sind und nur der reinen Vermarktungsstrategie genüge tun. Aber dieser ganze Weinzirkus ist ja nun bekanntlich darauf ausgerichtet, dem ahnungslosen Gelegenheitsalkoholiker "große Gewächse" und ach soooo tolle "unkomplizierte Begleiter" ins IKEA-Glas zu quatschen. Kleiner Tipp zum Schluss: Man nehme einen x-beliebigen Wein von Hawesko (die mit den "großen Gewächsen" und "unkomplizierten Begleitern") und google den mal durch. Ich behaupte, 90% der Tropfen sind bei mindestens drei weiteren Händlern erhältlich und das zu teilweise extrem unterschiedlichen Preisen. Soviel zum Thema Ahnung! Wer Freude am Wein erlangen möchte, kommt langfristig um den Besuch einer kleinen und unabhängigen Weinhandlung (ja, die gibts wirklich!) nicht herum. Auch das Bereisen einer Weinregion kann Wunder bewirken. Slainte!

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