13.08.11 WEINLEUTE 2 Einem Freund senden

Cremeschnitten für Mally

Gestatten, Leopold Uibel. Könnte auch als DJ oder Berliner Galerist durchgehen. (Foto: uibel.at)Gestatten, Leopold Uibel. Könnte auch als DJ oder Berliner Galerist durchgehen. (Foto: uibel.at)

Hand aufs Herz, ich liebe das Weinviertel. Das wissen auch viele Winzer vor Ort. Auch hab ich hier an Bord schon oft über sie berichtet. Man konnte zum Beispiel von Herbert Zillinger, von Hardegg und von vielen anderen lesen.

Weinviertel ist toll und qualitativ auf der Überholspur. Trotzdem ist es wegen seiner Größe schwer einschätzbar und das ist auch logisch. Falkenstein im Nordosten Niederösterreichs hat mit dem Terroir von Röschitz im westlichen Weinviertel so viel zu tun, wie der Teufel mit dem Weihwasser. Klima, Böden, es ist einfach alles anders.

Es stellt sich nicht die Frage, welche Subregion des Weinviertels nun die beste ist. Sie haben alle ihren eigenen Reiz. Im Moment sprechen mich die Weine aus dem Westen am meisten an. Ich mag ihre knackige, mineralische Art. Dies bürgt jedoch nicht dafür, dass mein Geschmackskosmos morgen schon wieder ganz anders aussieht.

Einer von dort, dessen Weine mir besonders gut schmecken, ist Leopold Uibel (die Website ist ein bisschen wirr, offenbar noch nicht fertig). Uibel ist kein unbekannter Mann mehr. Man hat hier schon einmal von ihm berichtet. Und auch angekündigt, von den „gigantischen Veltlinern" Uibels zu erzählen.

Derjenige, welcher uns Uibel vorgestellt hat, ist inzwischen nicht mehr an Bord. Deswegen mache ich damit weiter. Potenzial hat der Mann auf jeden Fall noch für viele Geschichten.

Uibel, der Name steht für eine inzwischen 150-jährige Familientradition im Weinbau am Köhlberg in Ziersdorf im Schmidatal. Hier macht Uibel auf 7 Hektar Fläche Wein. Er tut es nach folgendem Motto: „Ich mache, was ich will und das ist gut so."

Der Köhlberg ist eine Lage, in der Wein zum Teil in Hanglagen aber auch auf Terrassen angebaut wird. Eine der spannendsten Lagen am Köhlberg ist die Riede „Hundsberg". Eine Kalkbank mit Lehm- und Lössauflage, in die sich die Rebwurzeln bohren. Wegen der Hanglage sind die Bodentypen jedoch sehr unterschiedlich. Sand, Kies, Lehm - alles vorhanden und ohne Zweifel komplex.

Bei Uibels Weißweinen gibt es zwei Linien: Classic und Lagen. Auch die Trauben, die er später für die klassischen Weine verarbeitet, sind absolut reif und bleiben sehr lange auf der Feinhefe. So findet man garantiert keine unreifen Sauvignon Blanc-Aromen in Uibels Grünen Veltlinern. Seine Weine muss und sollte man auch nicht gleich nach dem ersten Jahr trinken. Für ihn wird guter Wein immer besser und zwar in jeder Hinsicht. Das gilt auch für die Basis.

Für die im Holzfass gereiften Premiumweine gilt das mit dem Reifen natürlich besonders. Sie bleiben immer mehr als ein Jahr im Fass. Selbstredend wird für sie nur bestes Traubengut aus Spitzenlagen verwendet. Darum wird man auf Uibels Premiumweine des großen Veltliner-Jahrgangs 2010 noch etwas länger warten müssen. Sie planschen noch in den großen Fässern.

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Kommentare 2

Kommentare

Rudi

Es gibt im ganzen Weinviertel tollen Stoff, nicht nur im Westen!

Ich sag nur mal Herbert Zillinger oder Weinrieder...

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Clemens Mally

sag ich doch - Zillinger (den ich sehr gern mag) fand nicht nur in diesem Artikel (gleich unter dem Bil) erwähnung sondern wurde von mir auch schon empfohlen!

http://www.captaincork.com/Weine/Weisswein/Gruener-Veltliner-Radikal-200...

Und Weinrieder auch..

http://www.captaincork.com/Weine/Weisswein/Gruener-Veltliner-2008-Weinri...

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