Es sind solche großartigen Momente, die jeder Matrose sicher kennt. Man entdeckt einen Wein, der über Monate hinweg Eindruck macht. Vielleicht nicht unbedingt, weil es der große Überhammer war. Sondern weil er den gängigen Erwartungen so gar nicht entsprochen hat und dem Stil einer Region richtig in die Eier trat.
Diesen Wein hab ich für mich vor Monaten gefunden. Sonntags beim Wachauer Weinfrühling. Eine Veranstaltung, die der Maat übrigens all jenen zu empfehlen weiß, die in Sachen Wachau auf dem Laufenden gehalten werden möchten. Am ersten Maiwochenende öffnen so ziemlich alle Winzer dort ihre Tore, um ihren aktuellen Jahrgang der Weinwelt zu zeigen. Der Einsatz? Höfliches Fragen nach einem Gläschen Wein des Hauses. Ansonsten nichts.
Wachau und Ökos?
Über das Bioweingut Schmidl ist der Maat dann irgendwie durch Zufall gestolpert. Unterwegs mit Leihrad und froh, im touristenüberfüllten Dürnstein niemanden damit umgerempelt zu haben. Dann weiter zum Ortsausgang. "Bioweingut" stand dort an einem gelben Gebäude. Und "Bio" war zurückgedacht dann auch der Grund, warum ich dort hielt. So einfach aus Neugier. Denn eigentlich sind sich ökologischer Weinbau und Wachau einander nicht oft Freund. Warum Weine aufwendig im ökologischen Sinne erzeugen, wenn sie sich auch ohne Mehraufwand gut verkaufen lassen? Andere Regionen Österreichs sind da deutlich weiter. Eigentlich schnarcht die Wachau zum Thema biologischer Weinbau behäbig vor sich hin.
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Die Tür ist auf - also rein da. (Foto: Schmidl) 





ist schmidl nicht auch dieser bäcker, der die laberln erfunden hat?