17.10.11 WEINE 10 Einem Freund senden

Wachau: Riecht voll nach Mosel, ey!

Die Tür ist auf - also rein da. (Foto: Schmidl)Die Tür ist auf - also rein da. (Foto: Schmidl)

Es sind solche großartigen Momente, die jeder Matrose sicher kennt. Man entdeckt einen Wein, der über Monate hinweg Eindruck macht. Vielleicht nicht unbedingt, weil es der große Überhammer war. Sondern weil er den gängigen Erwartungen so gar nicht entsprochen hat und dem Stil einer Region richtig in die Eier trat.

Diesen Wein hab ich für mich vor Monaten gefunden. Sonntags beim Wachauer Weinfrühling. Eine Veranstaltung, die der Maat übrigens all jenen zu empfehlen weiß, die in Sachen Wachau auf dem Laufenden gehalten werden möchten. Am ersten Maiwochenende öffnen so ziemlich alle Winzer dort ihre Tore, um ihren aktuellen Jahrgang der Weinwelt zu zeigen. Der Einsatz? Höfliches Fragen nach einem Gläschen Wein des Hauses. Ansonsten nichts.

Wachau und Ökos?  

Über das Bioweingut Schmidl ist der Maat dann irgendwie durch Zufall gestolpert. Unterwegs mit Leihrad und froh, im touristenüberfüllten Dürnstein niemanden damit umgerempelt zu haben. Dann weiter zum Ortsausgang. "Bioweingut" stand dort an einem gelben Gebäude. Und "Bio" war zurückgedacht dann auch der Grund, warum ich dort hielt. So einfach aus Neugier. Denn eigentlich sind sich ökologischer Weinbau und Wachau einander nicht oft Freund. Warum Weine aufwendig im ökologischen Sinne erzeugen, wenn sie sich auch ohne Mehraufwand gut verkaufen lassen? Andere Regionen Österreichs sind da deutlich weiter. Eigentlich schnarcht die Wachau zum Thema biologischer Weinbau behäbig vor sich hin. 

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Kommentare 10

Kommentare

Cassandra

ist schmidl nicht auch dieser bäcker, der die laberln erfunden hat?

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Gast

Bäcker Schmidl ist der mit den Laberln. Ich glaube, die Betriebe sind mittlerweile getrennt worden. Ein empfehlenswerter Bäcker übrigens.

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Günther R. landrattig

Wunderbar, bekomme ich direkt Lust drauf. Ich hoffe der "Küss den Pfennig" ist nicht zu dick....

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Maat Golenia

Ahoi,

also der "Küss den Pfennig" hat schon Saft. Der kann seine Herkunft (Wachau) nicht verleugnen. Aber er ist kein Alkoholmonster. Der Saft kommt eben von den 14 Gramm Restzucker. Ist ja auch nicht die Welt, harmoniert aber schön mit der Säure. Wachau mal anders ...

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labello :-)))(

Ich danke für die Korrektur des Bildes vom einst nicht genannten Weingut Schmidl (Hollerin und so ...),
Ich habe schon damals Theresa Schmidl verteidigt, weshalb ich mich jetzt über diesen Bericht sehr für sie freue.
Allerdings hätte ich (und wahrscheinlich auch die junge Dame) etwas weniger "Ärsche" in dem Artikel über die nicht nur schüchterne sondern auch sehr hübsche Winzerin bevorzugt.

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Maat Golenia

Ich glaube, ich habe der Frau Schmidl ein großes Kompliment gemacht. In diesem Satz, in dem zweimal ein Hintern vorkommt.

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charlie

Kellerberg: http://www.weinlagen-info.de/?lage_id=2010

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Maat Golenia

Noch genauer geht es hier: eine hochauflösende Riedkarte der Wachau. Da ist auch der "Küß den Pfennig" verzeichnet.

http://www.vinea-wachau.at/fileadmin/downloads/Wachau-Karte_100x68cm_mai...

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Charlie

Hochauflösend? Bei weinlagen.info sieht man wohin die einzelnen Rebzeilen gehören ...

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Gast

Danke, ein schöner Artikel. Schmidl ist mir innerhalb der Wachau wirklich noch nicht aufgefallen. Gruss

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