Eigentlich ging es gestern gar nicht um die Verschlussfrage, sondern nur um den Ärger über die neue technokratische Weinwelt. Und da war dem Captain viel mehr die Bag-In-Box ein Dorn im Auge, als der Stelvin-Verschluss. Leider wurde der Beitrag wieder mal auf eine Korkdiskussion reduziert. die angeblich ja gar nicht mehr Tagesordnung sein soll.
Egal, dafür setzten wir heute auf vielfachen Wunsch die Teuer-Trinken-Tage fort und öffnen bei Gerhard Retter am Lütjensee einen großen Bordeaux aus einem großen Jahr, den Pichon Comtesse Lalande 2000. Und für einen so bekannten und derart fantastischen Wein ist er eigentlich noch günstig zu haben. In den Niederlanden.
Kaum leistbar. Aber gerade noch...
Nein, im Ernst, zweihundert Euro sind eine Menge Geld, keine Frage. Aber Angesichts des spekulativen Irrsinns, der sich inzwischen um Weine aus dem Bordelais abspielt, muss man sich fragen, ob man sich nicht glücklich schätzen kann, einen derartigen Weltwein noch vergleichsweise leistbar konsumieren zu können. Wie sieht das in 10 Jahren aus? Kriegt man da noch ne Flasche? Oder sind die alle in Hongkong und Shanghai?
Deswegen freuen wir uns mit Gerhard Retter und dem vinophilen Bond-Girl namens Dirty Martini. Und hoffen, dass da bald wieder mal eine Flasche herumliegt. Wer sich das Nachkosten leisten will (und das sollte man)...
- Pichon Comtesse Lalande 2000 für 195,00 Euro bei Best-of-Wines in Amsterdam.











extra props to ms Rathjen für "dirty martini"!!!