Wein trinken soll Spaß machen. Ist klar. Und anstrengend soll es auch nicht sein. Sonst hat es, in meinen Augen, nichts mehr mit Genuss und Entspannung zu tun. Daher muss der Wein eine gewisse Trinkigkeit besitzen. Wer möchte denn schon schwere, sättigende Weine, bei denen es schwerfällt das erste Glas zu leeren?
Das Weingut Ruppert-Deginther in Rheinhessen ist ein perfektes Beispiel für einen trinkigen Stil. Dort zieht er sich durch das gesamte Sortiment. An Bord gibt es heute zwei Weine aus der Lage Bechtheimer Hasensprung. Einen herrlich frischen Gelben Muskateller und einen beeindruckenden Spätburgunder zu einem mehr als fairen Kurs.
Seit sechs Generationen Weinbau
Das Weingut Ruppert-Deginther liegt im Wonnegau, genauer gesagt in Dittelsheim-Hessloch. Dort betreiben die Eheleute Gabrielle und Karl-Joachim Ruppert mit ihrem jüngsten Sohn Justus in sechster Generation Weinbau. Den Keller machen Vater und Sohn gemeinsam. Laut Justus funktioniere das prima, auch wenn sie auch nicht immer einer Meinung seien, kommen sie immer auf einen gemeinsamen Nenner.
„Die Qualität wächst im Weinberg am Rebstock. Im Keller müssen wir alles daran setzen diese zu erhalten" sagt Justus Ruppert.
Der 23 Jährige hat nach abgeschlossenem Geisenheim-Studium und Praktikum bei Klaus-Peter Keller sowie Weingut Knipser ganz klare Vorstellungen von seinen Weinen. Im Keller alles daran gesetzt die am Rebstock gewachsene Qualität zu erhalten. Die Trauben werden, als Beispiel, nicht mehr gepumpt. Sie kommen in 900l große Traubenboxen und werden mit einem speziellen Gabelstapler auf die Kelter oder den Entrapper entleert. Somit können die Weine nur mit Hilfe des natürlichen Gefälles bewegt werden.
Ein nährstoffarmer Pseudosand
Der Bechtheimer Hasensprung gehöre, laut Justus, zu den wärmsten Lagen im Weingut. Das hänge damit zusammen, das er auf ca. 135 bis 150 Meter über NN liegt und die Weinberge meist nach Süden ausgerichtet sind. Der Oberboden bestehe aus einem Sediment von silikatischen Kiesen, Sand und Ton. Die im Unterboden enthaltenen hohen Eisen- und Aluminiumoxidgehalte verkitteten die Tone zu sandartigen Körnern (Pseudosand). Der Boden sei gut durchlüftet und neige daher zur oberflächennahen Austrocknung. Dies zwinge die Reben tiefer zu wurzeln und führe somit zu einer besseren Aufnahme enthaltener Mineralien. Im Vergleich zu den anderen Lagen des Weingutes seien die Böden in Bechtheim eher kalk- und nährstoffarm.
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Der Generationswechsel im Keller: Sohn Justus. 23 Jahre jung. (Foto: Stuart Pigott) 



was heutzutage für Lagen einer Nennung und sogar Beschreibung würdig sind. Aber laut Rousseau sind alle Lagen gleich geboren. Der Hasensprung liegt hier: http://weinlagen-info.de/#lage_id=1396