09.08.12 WEIßWEIN 6 Einem Freund senden

Hosen runter: Burgunder!

Toller Käfer auf der Homepage der Domäne Matassa. Aber was macht der da?Toller Käfer auf der Homepage der Domäne Matassa. Aber was macht der da?

Ich geb‘s zu, ich bin angefixt - heillos. Lange konnte ich mich um die Weißweine aus dem Burgund irgendwie herummogeln. Nicht lange genug, wie sich herausstellte.

Eigentlich ist meine Weinsozialisation am aktuellen Dilemma schuld, denn obwohl ich immer darauf bestehe, das Trinken mit deutschem Riesling gelernt zu haben, muss ich mir doch eingestehen, dass einige der ganz großen Erlebnisse in Zeiten, als Weinetiketten für mich mehr rätselhaftes Wirrwarr als ernsthafte Kategorisierungshilfe waren, weiße Burgunder waren.

Selbstredend kenne ich aus dieser Frühzeit der Geschmackserkenntnis weder Jahrgang noch Produzent oder Lage irgendeines dieser Erlebnisse. Nur eins weiß ich: Meistens, wenn ich von einem Weißwein wirklich umgehauen wurde, meinten meine Mittrinker nur: „Tja, das ist Burgund."

Tja, Burgund ist teuer...

Wie recht sie hatten. Ein Problem ergibt sich trotz aller Schwelgerei dann aber doch. Burgund ist teuer. Und leider, leider: Je besser, desto teurer - fast immer. Dem geplagten Portemonnaie schadet das emfpindlich und so bleibt im Grunde nichts anderes übrig, als in anderen Anbaugebieten nach Workarounds zu suchen oder die Trinkvorliebe zu wechseln. Ich habe beides versucht.

Hier und heute soll es um einen dieser Workarounds gehen, einen Wein, der vielen weißen Burgundern gleicher Preisklasse die Hosen auszieht (ganz egal ob feiner Zwirn oder Jogginghose), der aber freilich mit den ganz großen nie so recht mithalten kann. Wohl gemerkt: Ganz groß muss hier verstanden werden als „mindestens viermal so teuer".

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Kommentare 6

Kommentare

Gast

Man muss es immer wieder sagen auch um die Leute zu warnen! Das ist keine Weinseite sondern eine Parodie. Richtige Weinseiten beschränken sich darauf, den Wein zu nennen, ein paar Fakten zusammenzufassen und eine kurze Beschreibung mit einer Wertung hinzuzufügen. Dazu braucht es keinen Captain, den es gar nicht gibt und auch keinen Schnöselmaat. Wer einen Captain braucht versteht nichts von Wein und sollte lieber Cola trinken. Just my 50 Cents

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Chris Hey Gast, was ist Deine

Hey Gast,
was ist Deine Mission?
Trotz aller Häme zieht es Dich aber doch immer wieder zu dieser "Parodie".
Teile anderen ebenso langweiligen und stumpfsinnigen Menschen in Deiner Stammkneipe bei einem abgestandenen Bier Deine wichtige Meinung mit und nach 6 Bier wird es diese auch interessieren...vorher werden Sie Dich auslachen.

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Gast

Sicher gut.
Vor Jahren hier;
http://www.wineanorak.com/matassa.htm

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Gast

liebe Autoren,
nicht jeder Wein mit BSA; Holz oder dezenter Maischestandzeit ist burgundisch.
ich kann mir nicht vorstellen, dass Lubbe einen Burgunder machen wollte, denn sonst wäre er nach Beaune gezogen.
Somit ist es auch kein Kompliment den Wein als solchen zu beschreiben.

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Blattgold

Ja, völlig richtig. Es ist eine zu beschränkte Sicht, einen Wein wie den Matassa Blanc als burgundisch zu bezeichnen. Die einzigen Gemeinsamkeiten hat der Gast schon genannt. Die Weine vom Calce Plateau sind vielleicht etwas eleganter als Weine aus den gleichen Rebsorten aus dem Languedoc oder aus dem Priorat, aber mit Chardonnay aus dem Burgund hat ein Wein wie der Matassa Blanc nur sehr begrenzt etwas gemeinsam. Mehr als mit einem Riesling - geschenkt. Aber in einer Blindprobe würde man einen Matassa Blanc kaum mit einem Puligny-Montrachet verwechseln.

Matassa ist sehr gut, in der Preisklasse gefällt mir Le Soula am besten. Ein Preis-/Leistungs-Tip (für knapp die Hälfte) ist der Vin de Pays des Côtes Catalanes Blanc "De-Ci Déla" von Gilles Trouiller.

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Blattgold

Ein P.S. noch zur Preisgestaltung. Herr Küblebeck, probieren Sie mal blind Matassa Blanc, Gauby Vielles Vignes Blanc, Domaine de l'Horizon Blanc (alle um die 30 Euro) gegen Bachelet Monnot Puligny Montrachet Village, Pierre-Yves Colin-Morey St. Aubin Le Banc und Louis Carillon Puligny Montrachet Village (auch alle um die 30 Euro). Ich bin gespannt, wie das Urteil zum Preis-Genuss ausfällt.

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