17.08.12 WEINE 2 Einem Freund senden

Der Riesling der Japanerin

Tomoko Kuriyama: Verantwortlich für einige der besten deutschen Rieslinge. Da staunt man...Tomoko Kuriyama: Verantwortlich für einige der besten deutschen Rieslinge. Da staunt man...

Der Captain wagt gerade mal wieder ein, zwei Tänzchen mit 2010, seinem liebsten Hassjahr. Zum gefühlt dreimillionsten Mal. Und da der Captain wie immer solche Versuche extragründlich (von den Notizen abgesehen) macht, bleibt für uns Maate eigentlich nichts Nennenswertes aus 2010 zu trinken übrig. Ganz so schlimm ist das allerdings auch wieder nicht, ergibt sich mir dadurch immerhin die Gelegenheit einer ersten Rückschau auf 2009. Und auf die einfacheren Weine aus diesem Jahr.

Die einfachsten sollten freilich schon ausgetrunken sein, wenn man nicht auf abgefahrene Experimente mit hohem Ausschussfaktor steht. Bei den besten Guts- und vielen Ortsweinen allerdings fängt es jetzt - jenseits der Primärfrucht - allmählich an, so richtig spannend zu werden.

Einer dieser Weine, die sich gerade in einem grundlegend aromatischen Umbau befinden, ist der Riesling „Grauschiefer" vom hier an Bord bereits mehrfach diskutierten Weingut Altenkirch im Rheingau. Das ambitionierte Gut war in der Vergangenheit nicht nur wegen seiner Weine Liebling der Presse, sondern vor allem wegen seiner sympathischen japanischen Weinmacherin Tomoko Kuriyama. Zu oft sind ihre Weine aufgrund der mitunter einseitigen Berichterstattung (die sich mehr auf die Person als ihre Produkte konzentrierte) ins Hintertreffen geraten.

Altenkirch hoch im Kurs an Bord

Nicht mit mir, denke ich, und schleppe einige Flaschen des einfachen Riesling „Grauschiefer" an Bord. Einfache Altenkirch-Weine scheinen derzeit hoch im Kurs sein, Maat Golenia schwört unter anderem auf den Spätburgunder. Im Kombüsenkühlschrank ist neben den letzten 2010ern - die der Captain für sich reserviert hat - noch ein Eck frei. Und so harre ich der richtigen Temperatur meines Versuchsobjekts.

Da ich den Wein nicht schickimicki-gastro-kalt (also kurz vor dem Gefrierpunkt) trinken will, hält sich die Wartezeit in Grenzen. Ein Glück, dass der Captain in Sachen Equipment zwar vieles für Unfug hält, für die wirklich wichtigen Dinge, wie einen Weinschrank, aber auch gerne den einen oder anderen Taler mehr ausgibt.

Weiter auf Seite 2...

Seite 1/2 >


DruckversionPDF-VersionEinem Freund senden Share this
Kommentare 2

Kommentare

Mister Spuck ...hasst die Geizleser

Endlich mal einer, der ausspricht, wenn ein Wein zu billig ist. Das Gezeter der Geizleser hier nervt mich.

Missbrauch melden!   Bitte einloggen, um zu bewerten!  
A. Hofer

Den Riesling der Japanerin macht jetzt ein Holländer... Ich verfolge die Weine seit 3 Jahren und auch 2011, für den sich der neue Kellermeiste schon teilweise verantwortlich zeigt, überzeugt.

Missbrauch melden!   Bitte einloggen, um zu bewerten!  

Kommentar hinzufügen


Neuen Kommentar schreiben
Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Sicherheitsabfrage
Matrose, beantworten Sie bitte die unten stehende Frage. Ihre korrekte Antwort behindert automatische Störporgramme gegen das Schiff.
Bild-CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
* = Pflichtfeld