Kopfweh? Nee. Keines da. Erstaunlicherweise, denn der Captain, sein Erster und eine noch nicht näher identifizierte, weibliche Person (schläft in des Captains Kajüte) haben sich gestern Nacht ein paar Flaschen (nicht nur) zur Brust genommen. Der Captain hat wieder einen Vortrag über das Riedl-Chianti-Glas gehalten, der leider in den Beats von Axel Bartsch untergegangen ist. Und als die Kombüse so richtig rockte, war allen klar: 2011 rockt auch.
Nein, keine neue Jahrgangsdiskussion, einfach nur die Feststellung, dass alle Weine aus 2011 überzeugen, die bislang am Schiff gelandet sind. Der Captain kann kein säurearmes und langweiliges Jahr erkennen. Auch noch kein wirklich großes Jahr, das werden erst die Großen Gewächse zeigen. Und die Zeit, die den Weinen aus 2011 durchaus noch zusetzen könnte. Und zwar negativ. Wenn es also heute schon schmeckt, bitte heute schon austrinken.
So hat der Captain ein paar Flaschen nach oben getragen, die vor einigen Wochen neu im Keller gelandet sind. Allesamt sehr gute Weine, die es lohnt zu kaufen und diesen Sommer schon wegzutrinken.
Dass keiner der Beteiligten nach dieser Trinkorgie einen Kater hat, das spricht wohl für die Qualität der Weine und für die Leber der Trinker. Wenn jetzt jemand noch die Identität dieser schönen Schwarzhaarigen feststellen könnte, die gegen sechs Uhr in Captains Bad einfach umgefallen ist?
Diehl macht den Anfang
Das lag aber nicht am Riesling Weyherer Michelsberg 2011 von Diehl. Denn der war gleich mal die erste Überraschung. Eine Preis-Leistungs-Sensation, leicht, sommerlich und dennoch kernig, mit Biss und einem guten Nachhall. In der Nase ordentlich grüner Apfel, dann etwas Limone, Grapefruit, Windbäckerei, warmes Tupperware und auch - grotesk - ein bisschen Cremespinat. Im Mund richtig "belebend" - so blöd das klingt. Ordentlich Säure, einen besseren Einstieg kann es nicht geben. Rating: Triple A. Vor allem für das Geld.
Danach eine Flasche Forster Musenhang 2011 von Georg Mosbacher. Ganz grandios, wie der Erste anmerkt, der ein Fan dieses Weinguts ist und eine stattliche Anzahl Flasche beim Captain untergestellt hat. Mit einem Elektrozaun gesichert.
In der Nase reine Zitrone, dann Ananas, etwas Radieschen, wieder Grapefruit (rosa?), dann nasser Stein und zu jenem fast schon obligat der frisch gespülte gläserne Aschenbecher. Rauch. Im Mund ein angenehm mineralischer Druck, die Säure etwas zurückhaltend. Schon jetzt sehr präsent, hält sicher noch ne Zeitlang. Aber wer will was halten (außer der Erste)?
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Heute am Boden: Die Flaschen. Und die beteiligten Personen... 



was hat das hier noch mit seriösem weinjournalismus zu tun?das lobe ich die anderenweinseiten wie drinktank,ecowein,robinson oder weinplus. dort wird wein noch ernstgenommenund nicht verunglimpft wie hier mit plumper meinungsmache und umfeld für idioten. woi kann ein so schlechtes und schlichtes portal solange überleben?