27.07.12 WEINE 19 Einem Freund senden

Sommer saufen: 2011 rocks!

Heute am Boden: Die Flaschen. Und die beteiligten Personen...Heute am Boden: Die Flaschen. Und die beteiligten Personen...

Kopfweh? Nee. Keines da. Erstaunlicherweise, denn der Captain, sein Erster und eine noch nicht näher identifizierte, weibliche Person (schläft in des Captains Kajüte) haben sich gestern Nacht ein paar Flaschen (nicht nur) zur Brust genommen. Der Captain hat wieder einen Vortrag über das Riedl-Chianti-Glas gehalten, der leider in den Beats von Axel Bartsch untergegangen ist. Und als die Kombüse so richtig rockte, war allen klar: 2011 rockt auch.

Nein, keine neue Jahrgangsdiskussion, einfach nur die Feststellung, dass alle Weine aus 2011 überzeugen, die bislang am Schiff gelandet sind. Der Captain kann kein säurearmes und langweiliges Jahr erkennen. Auch noch kein wirklich großes Jahr, das werden erst die Großen Gewächse zeigen. Und die Zeit, die den Weinen aus 2011 durchaus noch zusetzen könnte. Und zwar negativ. Wenn es also heute schon schmeckt, bitte heute schon austrinken.

So hat der Captain ein paar Flaschen nach oben getragen, die vor einigen Wochen neu im Keller gelandet sind. Allesamt sehr gute Weine, die es lohnt zu kaufen und diesen Sommer schon wegzutrinken.

Dass keiner der Beteiligten nach dieser Trinkorgie einen Kater hat, das spricht wohl für die Qualität der Weine und für die Leber der Trinker. Wenn jetzt jemand noch die Identität dieser schönen Schwarzhaarigen feststellen könnte, die gegen sechs Uhr in Captains Bad einfach umgefallen ist?

Diehl macht den Anfang

Das lag aber nicht am Riesling Weyherer Michelsberg 2011 von Diehl. Denn der war gleich mal die erste Überraschung. Eine Preis-Leistungs-Sensation, leicht, sommerlich und dennoch kernig, mit Biss und einem guten Nachhall. In der Nase ordentlich grüner Apfel, dann etwas Limone, Grapefruit, Windbäckerei, warmes Tupperware und auch - grotesk - ein bisschen Cremespinat. Im Mund richtig "belebend" - so blöd das klingt. Ordentlich Säure, einen besseren Einstieg kann es nicht geben. Rating: Triple A. Vor allem für das Geld.

Danach eine Flasche Forster Musenhang 2011 von Georg Mosbacher. Ganz grandios, wie der Erste anmerkt, der ein Fan dieses Weinguts ist und eine stattliche Anzahl Flasche beim Captain untergestellt hat. Mit einem Elektrozaun gesichert.

In der Nase reine Zitrone, dann Ananas, etwas Radieschen, wieder Grapefruit (rosa?), dann nasser Stein und zu jenem fast schon obligat der frisch gespülte gläserne Aschenbecher. Rauch. Im Mund ein angenehm mineralischer Druck, die Säure etwas zurückhaltend. Schon jetzt sehr präsent, hält sicher noch ne Zeitlang. Aber wer will was halten (außer der Erste)?

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Kommentare 19

Kommentare

Gast

was hat das hier noch mit seriösem weinjournalismus zu tun?das lobe ich die anderenweinseiten wie drinktank,ecowein,robinson oder weinplus. dort wird wein noch ernstgenommenund nicht verunglimpft wie hier mit plumper meinungsmache und umfeld für idioten. woi kann ein so schlechtes und schlichtes portal solange überleben?

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Mister Spuck ...Marktanalyse

Ui, geht da einem Kollegen des Captain gerade die Luft aus?

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Kabinettstueckchen

Und 11 ist doch Shit. In der Spitze kann da nichts mit 2010 mitstinken, ich frage mich warum der Captain das nicht wahr haben will.
2011 ist eine 19 jährige mit billigem Parfum, 2010 (und die Jahre davor) im Vergleich dazu Audrey Tautou im schwarzen Etuikleid. True Story.

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Der Captain

Das sehen nach der letzten großen Kabinettverkostung eine nennenswerte Anzahl von Weinenthusiasten inzwischen anders. Und warten wir ab, wenn die Großen Gewächse kommen. Da werden wir sehen, was 2011 zuletzt zu bieten hat..

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Gast geographisch verwirrt

"so wie Diel ein Pfälzer Winzer." Wer will denn den Diel in die Pfalz verlagern ? Demnächst sind dann Dönnhoff in Rheinhessen und Schönleber in Franken ?!

Und Serrig liegt auch nicht an der Mosel (ok, im neumodischen Anbaugebiet "Mosel"), sondern an der Saar...

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Gast

Es gibt eben auch in der Pfalz einen Diehl (nur eben mit -h-), wie man es leicht an der Bezeichnung des Weines -speziell der Lage- hätte erkennen können.

Ansonsten finde ich auch den 2011er Musenhang sehr gut..(2010 war aber noch eine kleine Ecke besser).

Dagegen hat der 2011er Morstein von Seehof vollends überzeugt und steigert die Vorfreude auf die großen Gewächse aus dieser tollen Lage.

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Gast

die Beiträge des Captains klingen zunehmend verwirrt. Traurig.

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Gast ...Locker

Der Captain darf auch mal einen weniger guten Tag haben. Schloss Saarstein hat seinen Namen natürlich nicht von der Mosel, wie schon festgestellt wurde, mit Diel ist es auch klar. Und zusätzlich ist der Gutedel kein Fedant sondern ein Fendant bzw. Chasselas. Fendant nennt man ihn im Wallis. Das kommt alles vom Damenbesuch, sowas überfordert den alten Knaben.
Beste Grüße vom Gast

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Dirk Würtz ...verschwitzt

Was der Captain vermutlich die ganze Zeit sagen will ist doch ganz einfach: 2010 ist ein Jahrgang für den Kritiker und 2011 ist ein Jahrgang für den Trinker.
Und dso sehe ich das übrigens auch. 2010 haben wir Weine, die das Kritikerherz höher schlagen lassen, die aber nur selten einfach so zu trinken sind. 2011 haben wir zugängliche und einfach zu verstehende Sachen und es läuft.

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Der Captain

Moin, das mit Diel und Diehl kommt vor, wenn die Korrektur und Verlinkung (ja, der Artikel wird gegengelesen) keinen Diehl findet und den ausgebesserten Diehl wieder in einen Diel zurückverwandelt. Saarstein ist klar, Fendant auch. Das darf alle Erbesenzähler freuen, die keine Fehler machen. Der Rest sieht es gelassen wie ich..

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Gast ...Belustigt

Ja, ja, die Erbesenzähler.....

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Gast

Wie man sieht hat der Captain recht. Sie sind (ahnungslos, nehme ich an) der Beweis.

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Gast ...Verwundert

was meinen Sie? Habe nur wörtlich den Captain ziteirt.

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Gast

Zitiert

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Gilli Vanilli

abgesehen mal vom Wein muss ich ein Lob für die Musikwahl aussprechen

der Axel rockt!

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paradoxus Plötzlich durstig am Morgen

Ah, der unterschätzte, zumindest im verka...ten (Zitat nach Rainald Goetz) Berlin (im schönen Südbaden ist das anders), Gutedel! Endlich. Fristet unter den weinkennenden Edelsäufern ja ein Schattendasein. Eigentlich schade. Er ist für mich der Zechwein par excellence an einem lauen Sommerabend unter der Woche auf der Terrasse. Die Haltinger machen schon einen schönen und preiswerten Gutedel, aber wenn's ein wirklich leckerer Gutedel sein soll, dann greife ich immer zu den Flaschen, die Hermann Dörflinger in Müllheim abfüllt: blitzsaubere und furztrockene Gutedel, einfach lecker (Müllheimer Reggenhag oder Pfaffenstück) und so leicht, dass locker eine Flasche durch die Kehle rinnen kann. Für Dörflinger ist Gutedel eine Art Lebensgefühl -- ich finde er hat recht. Für tagsüber haben beide übrigens auch Literflaschen ;-)

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charlie

Auch die Lagen aus den Kommentaren werden verlinkt: http://weinlagen-info.de/#gemeinde_id=1219

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Gast

Den Saarstein "Alte Reben" bekommt man am schnellsten übers Weingut: www.saarstein.de/de/kontakt.html

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