06.10.11 WEINE 4 Einem Freund senden

Toskana: 2006 gegen 2007

Geht sogar mit Krawatte zu seinen Reben: Antonio Moretti. (Foto: Sette Ponti)Geht sogar mit Krawatte zu seinen Reben: Antonio Moretti. (Foto: Sette Ponti)

Da ist sie, die neue "Neue Toskana". Doch ganz so neu ist Weingut Sette Ponti auch wieder nicht. Aber man darf es stilistisch zur "Neuen Toskana" zählen. Gelegen im Chianti-Gebiet. Der heutige Besitzer Antonio Moretti, selbst gar kein Winzer, übernahm Mitte der 90er Jahre das Weingut von seinem Vater. Und engagierte Carlo Ferrini als Önologe. Der nahm den Auftrag gerne an.

Das Fortschreiten der Modernisierung in toskanischen Weinkellern brachte zwar saubere, aber auch austauschbare und leicht verständlichere Weine mit sich. Durch diesen Stilwechsel bekamen viele Genießer Weine aus der Toskana überhaupt erst auf den Schirm.

Nein, Herr Moretti wollte unbedingt einen typischen italienischen Wein. Das Italienische im Wein sollte bei der Nase beginnen und sich unmissverständlich am Gaumen fortsetzen. Das Weingut selbst liegt zwar in der Chianti-Zone, aber nicht in den bekannten Orten wie Castelnuovo oder Berardenga, sondern etwas abseits in der Nähe von Arezzo.

Dort, ausserhalb der 100.000 Einwohner-Stadt, wächst neben der klassischen Rebsorte Sangiovese auch sehr gut Cabernet Sauvignon und Merlot. Mit diesen Sorten arbeitet Sette Ponti gern und oft.

Cabernet Sauvignon ganz rausgeschmissen

Für diesen roten Crognolo 2006, den ich hier im Glas habe, fanden 90 % Sangiovese und 10 % Merlot zusammen. Ohne Cabernet Sauvignon. Für ihn war es im Jahr 2006 einfach zu heiß, er hätte sonst die italienische Charakteristik durch Überreife verfälscht. Deshalb gab es in diesem Jahr für den Crognolo eben nur Merlot dazu. Das Ergebnis ist überwältigend.

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Kommentare 4

Kommentare

Hedonist

Schulaufsatz lässt grüßen

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Schulaufsatz

Mensch, Hedonist. Ich grüße zuruck.

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Gast erfreut

Tenuta Sette Ponti, sehr gute Weine

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Markus Hammer

Als Winzer würde mich interessieren wie der Herr im Anzug die Reben in diesem Foto bearbeiten lässt, und warum die Reihen so (extrem) eng gesetzt sind. Tippen würde ich auf Stockkultur, aber selbst bei diesen Reihen und Stockabstand muss das ganze im Spätsommer komplett zuwachsen. Mechanisierbar ist da sicher nichts, da frage ich mich auch wo man so billige Arbeitskräfte herbekommt.
Kauft der Betrieb zu - oder bewirtschaftet er die Flächen selber?

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