22.06.11 WEINE 9 Einem Freund senden

Californication: Zinfandel – aber gut!

Foto: www.orinswift.comFoto: www.orinswift.com

Fett, dick, üppig mit viel Schoko-Vanille und Joghurt vom Barrique, ohne viel Charakter und Aussagekraft. Das ist der Zinfandel, wie man ihn kennt. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben. Durch vielfache Besuche im äußersten Westen der USA hatte ich die Gelegenheit viele Winzer kennen zu lernen. Anfangs gab es da die „hey, ick bin ein Amerikaner ohne wenn und aber", dann die „hey, ick kann auch old school europäisch" und jetzt gibt es jene, die zwar zeigen, dass sie aus den USA kommen - das jedoch mit Charakter, Eigenständigkeit und Vielschichtigkeit plus Sortentypizität und gesunder Reife.

Die Reife war ja nie das Problem. Aber das Verständnis dafür, dass immer die maximale Reife aller Trauben nicht automatisch den besten Wein ergibt, brachte erst die neue Generation auf. Sicher, ein Paul Draper von Ridge erkannte früh das Potential des Zinfandels und die differenzierte Herangehensweise im Vergleich zu Cabernet oder Chardonnay. Und erzeugte aus allen Rebsorten tolle Weine.

Ebenso die bekannten Größen wie Joseph Phelps, Chuck Wagner mit seinem Caymus und die über allen liegenden Blue Chips á la Harlan, Colgin, Bond, Schrader, Bryant Family, Dalla Valle, Screaming Eagle usw.

Nachteil all dieser tollen Weine ist einfach die Verfügbarkeit und dadurch die exorbitanten  Preise. Auch die bekannten anderen „Bordeaux"-Kopierer sind preislich nicht mehr einfach zu bekommen (Diamond Creek, Chateau Montelena und weitere, aber die sind auch nur höchstens zweimal innerhalb von 10 Jahren wirklich gut).

Zinfandel ist Massenwein. Und trotzdem begeistert er mich auf unbeschreibliche Art und Weise. Das habe ich David Phinney zu verdanken, Erdenker und Erschaffer von Orin Swift im Napa Valley. Orin Swift, das ist kein Weingut mit eigenem Keller, sondern seine Weine entstehen dort in einem sogenannten „Crush Point", den sich Phinney mit 200 (!) anderen Winzern teilt. Riesige Hallen einer Firma, die Bankrott machte. Gemeinsam angeschaffte Geräte, die nach einem Stundenplan benützt werden. Ein offener Maschinenring sozusagen.

Und dann produziert der auch noch unfassbare Mengen! Nicht kleckern, sondern klotzen, heißt das Motto. Auch in Bezug auf die Qualität.Wie geht das?

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Kommentare 9

Kommentare

Gast

Nee, jetz is endgültig aus.

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Gast

Hahaha, ein Ösiblog ists geworden

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Gast

Ja und?
Der Artikel steht mir, weiter so!

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Gast

Mia steht er auch, Muhahahaha

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Felix Egrr (via Facebook)

Euer ewiges "alter-Captain"-Gedisse geht einem langsam auf den Sack! Könnt ihr's nicht mal auf den Fakten beruhen lassen und Euch auf Eure Arbeit konzentrieren? Da hätten wir alle was davon....Danke!

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SinZin kurze Frage

meinst du die kommentare oder den bericht selber???

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Weindeuter

also das drumrum ist etwas angestrengt, die Beschreibung zum Prisoner aber doch gelungen, beschreibt den Wein sehr schön. Ich trink den auch gern + so schmeckt er...

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Gast

Vielleicht schmeckt der Papillon ja so anders als andere Zins, weils gar keiner ist? Nicht mal ein lausiges Prozentchen drin... Almost pure Cab Sauv.

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SinZin

na ja, der papillon war ja nicht beschrieben in diesem text, nur der "the prisoner", und der ist zin durch und durch. das foto als einleitung ist trotzdem toll. und ganz klar ist der papillon ein cabernet!

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