Das Etikett schaut aus wie deutscher Riesling. Einer von der alten Sorte. Eindrücklich. Schwarz. Die Schrift dann Silber. Doch Hartmut Aubell ist alles andere als ein Traditionalist. Auch wenn er mit der Lederhose durch den Garten läuft. Und sein Rebenhof ist alles andere als ein traditionelles Weingut. Doch der Winzer würde sagen, es kommt drauf an, wie man Tradition definiert. Übrigens: Wir sind in der Südsteiermark.
Hartmut Aubell hat 2008 den Hof seiner Eltern übernommen. Und er hat das gemacht, was notwendig war. Das war nicht das Notwendigste. Aubell hat darüber hinaus auch noch einen neuen Keller errichtet: völlig neue und für die Gegend inzwischen üblich moderne Gebäude, die das Arbeiten in den sehr steilen Hügeln erleichtern. Und Aubells Anspruch von Sauberkeit, Moderne und naturnahem Weinbau entsprechen. Aubell der Rebell.
Keine spritzigen Springinsfeld-Weine
Zumindest ein kleiner Rebell; Aubell ist keiner, der laut dagegen hält. Doch von Anfang an war klar, dass er andere Weine keltern will, als man in der Steiermark für gewöhnlich erwartet. Also keine jungen und spritzigen Springinsfeld, sondern Weine mit Terroir und deutlicher Herkunft; Weine, die sich aus Lagen nähren. Und aus jenen das Besondere ziehen.
Jetzt ist mal sein erster Jahrgang auf den Markt. 2009. Und von jenem vor allem die so genannten Traditionsweine, sortenreine Säfte aus den hier angestammten Trauben. Neben Muskateller und Welschriesling ist der Sauvignon die Sorte der Südsteiermark. Ein Exportschlager, der vor allem in Deutschland durch seine extreme Duftigkeit und jugendliche Spritzigkeit viele Fans hat.
Millionen Flaschen simpler Sauvignons verlassen Jahr für Jahr die wunderschöne Hügellandschaft zwischen Graz und der slowenischen Grenze. Die einst so verlassene Gegend am Eisernen Vorhang ist zu einer renommierten Weinregion geworden. Und die Winzer kosten das voll aus.







Hartmut Aubell. Ein Rebell in Lederhose. 





Hach, wenn es auf Captain Cork wieder um die Sache an sich geht, erkennt man erst die Qualität dieser Seite. Weiter so bitte, auch wenn es nicht zu so viel Diskussionen führt.