03.08.11 WEINE 6 Einem Freund senden

Eλλάς: Mally macht Schluss

Licht aus, Griechenland. Mally macht Schluss mit dieser Serie - erst mal. (Fotos: Tetramythoswines.com)Licht aus, Griechenland. Mally macht Schluss mit dieser Serie - erst mal. (Fotos: Tetramythoswines.com)

Schnell noch dem Schiffsjungen zurufen, dass er den Anker einholen soll und schon starten wir unsere letzte Überfahrt. Von Kreta geht es zurück auf den Peloponnes, wo wir im Hafen von Patras (Hauptstadt von Achaia) anlegen und uns dem Gassenhauer widmen. Oder anders gesagt: der mengenmäßig wahrscheinlich wichtigsten Rebsorte Griechenlands.

Aus ihr wird hier gelegentlich ganz toller Rebensaft gemacht, der so manchen überrascht. Was seinen Preis betrifft, könnte es sogar sein, dass sich Sturmlotse und Bord-Sparmeister Balcerowiak ein paar Flaschen unter den Nagel reißt. Die Qualität des folgenden Weins spricht dafür.

Doch zuerst zum Terroir

Die alten Griechen waren bei der Wahl ihrer Lagen sehr kundig. Griechenland ist ein heißes Land. Gesegnet sind jedoch die niedrigeren Temperaturen in der Höhe, aber auch die salzigen Windbrisen an der Küste. Die lassen die Temperaturen etwas sinken und verhindern weitgehend Pilzerkrankungen.

Glücklich ist jener, der beides hat. So zum Beispiel das Weingut Tetramythos aus der Region Achaia, dessen Lagen am Berg Helmos in Aegiala (ein beliebtes Skigebiet) auf bis zu 1.000 Metern Höhe liegen. Die Böden bestehen in erster Linie aus Kalk und Lehm. Aegiala befindet sich in unmittelbarer Nähe der Küste.

Tetramythos ist ein qualitativer Vorreiter der Region. Auf 14 Hektar Land werden knapp 60.000 Flaschen produziert. Die offizielle Geburtsstunde des Weinguts war 1999. Allerdings betrieben die Besitzer schon jahrelang zuvor Weinbau. Deswegen waren alle Weinberge 1997 auch schon organisch zertifiziert. 2004 folgte dann ein moderner Weinbaukomplex mit Weinbar und Hotel. Ein absoluter Magnet für internationale Weintouristen. Hier lassen wir uns nun nieder und verkosten einen ganz besonderen Weißwein. Einen aus der Sorte „Roditis".

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Kommentare 6

Kommentare

Gast ...heiter

Superserie, bitte fortsetzen!

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A. Hofer

Nochmals Glückwunsch für die gelungene Serie. Am Ende haben Sie auch noch meinen Wunsch nach einem Wein aus autochtonen Reben mit gutem PLV erfüllt. Danke.

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Gast

Ja, macht Spass. Solche Kurzserien bitte auch über weitere - nicht so berühmte - Weinmärkte. Libanon, Türkei, Nordafrika...

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Clemens Mally

ich arbeite daran liebe Matrosen

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Salznase

Hallo Maat Mally,
da hast Du recht dran getan, die liebe Sorte Roditis zu würdigen! Mir ist gestern eine Flasche dieser Sorte untergekommen, die auch extrem lecker war: 2010 Palivou Estate "Anemos" Roditis. Feine Nase nach allerlei Zitrusfrüchten (Orange, Mandarine, Zitrone, dazu Koriander und Bienenwachs), frisch und zugleich recht cremig, mittellang, schönes Finish, eher milde Säure, aber schön mineralisch-salzig. Kommt recht hochwertig in den Gaumen! Hast Du den vielleicht auch schon mal getrunken und besprochen? Ich habe nicht alle Artikel verfolgt.
Es grüßt die Salznase!

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Clemens Mally

Hallo Salznase,

leider hab ich den noch nicht besprochen. Allerdings plane ich (von den Qualitäten beeindruckt) regelmäßig über griechischen Wein zu schreiben.

In diesem Sinn bedank ich mich für den Tipp, ich werd mir den Wein näher ansehen!.

Hast du schon mal Robola (Rebsorte..) probiert?

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