Die Biere der wohlbekannten und in 22 Länder exportierenden Brauerei Schneider Weisse heißen dann Mein mit Vornamen, wenn sie in der Ära des gegenwärtigen Regenten Georg Schneider VI. entstanden sind. Alteingeführtes Gebräu des Unternehmens heißt im Gegensatz dazu Unser wie zum Beispiel Unser Original. Nelson Sauvin heißt unser heutiges Bier, weil es mit einem Neuseeländischen Hopfen eingebraut wurde, der auf diesen formidablen Namen hört. Erst wenige Brauereien der Alten Welt haben sich dieser Hopfenperle bemächtigt, unter anderem die Schwechater Brauerei nahe Wien. Aber die ist ja seit Jahrhunderten für ihre Innovationskraft bekannt.
Zurück zum „International inspirierten bayerischen Weissbier" wie die bezaubernde Schneider Weisse-Biersommeliere, Sandra Schmid, schreibt. Es wurde am 6. September flaschiert und kommt im Oktober für kurze Zeit auf den Markt und bliebt dort nur so lange, bis die wenigen tausend Flaschen, welche in Deutschland verkauft werden, ihre neuen Besitzer gefunden haben.
Besonders. Auch über den Namen hinaus
Die Hopfensorte Nelson Sauvin macht aus gutem Grundbier etwas Besonderes, denn sie kann noch mehr, als schön heißen - nämlich dem Bier einen Touch in Richtung Sauvignon Blanc verleihen. Dass die Rieden, in welchen jener Hopfen wächst, im Verbund mit großen Weinbergen stehen, auf denen Sauvignon Blanc wächst, trägt dazu eher im feinstofflichen Bereich bei. Die Aromen des neuseeländischen Hopfens ähneln einfach jenen, die ein fruchtiger Sauvignon Blanc ausströmt. Ähneln, nicht gleichen. Die Tatsache dass eine Hopfensorte einem Bier weinige Noten verleiht, wird in der Bierszene durchaus betont. Das ist ein Hinweis, dass so mancher Bierprofi neidvoll auf die Errungenschaft der Weinszenerie schielt. Auf die Wertigkeit, welche der Wein mittlerweile genießt, auf die Diskussionsbereitschaft der Weinfreunde. Wäre dem nicht so, läge dieses Schiff längst auf Grund. Tatsächlich segelt es aber mit voller Wäsche über die digitalen Meere. Dass eines davon aus Bier besteht, zeigt andererseits, dass auch Bier längst im Aufbruch ist.
Ein Brauexperiment, vor allem für die Niederlande
Die neue Braukreation von Georg Schneider VI. und Braumeister Hans-Peter Drexler wurde mit unterschiedlichen Hefen vergoren. Die traditionsreiche Flaschengärung bildet den Abschluss eines aufwendigen Produktionsverfahrens. Der Sud wird in Fässern und 0.75 Liter-Flaschen verkauft. Mein Nelson Sauvin wurde zum 25-jährigen Bestehen der legendären holländischen ABT-Bars entwickelt. Das Jubiläumsbier wird dort groß angekündigt und hängt im Oktober in allen Bars der Allianz am Fass. Das neue Weissbier wird auch in zahlreichen anderen Bierspezialitätenmärkten weltweit mit Spannung erwartet. Vorbestellungen gibt es aus Amerika, Italien, Österreich und England. In Deutschland kommt es in den Weissen Bräuhäusern in München und Kelheim zum Ausschank.
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Gestatten, Lord Horatio Nelson, Admiral und Bierkenner. 





Es geht ürbrigens die Legende rum, dass Nelson nach seinem Tod in der Schlacht von Trafalgar nicht auf See bestattet sondern nach England mitgenommen werden sollte. Um den Leichnam zu konservieren, wurde er in einem Brandyfass eingelegt. Einige Matrosen sollen darüber so verzweifelt gewesen sein, dass sie aus dem Totenfass heimlich Brandy mit einem Röhrchen abgezapft haben, um nicht auf den gewohnten Alkohol verzichten zu müssen.