Der Streit ist noch nicht ausgestanden. Immer noch liegen sich der Captain und Teile der Mannschaft wegen der Gewichtung autochthoner Weine in den Haaren. In einem Kompromisspapier, das auch den Vereinten Nationen vorliegt, haben sich die beiden Streitparteien auf die paritätische Vorstellung beider Arten Weine geeinigt. Den Anfang macht jener, der immer noch den Oberbefehl an Bord hat: der Captain. Er stellt den Blaufränkisch Rohrwolf von Thomas Schwarz (Kloster am Spitz, Purbach, Burgenland) vor. Oder - besser gesagt: Er lässt Thomas Schwarz seinen Wein selber vorstellen.
Der Rohrwolf (12,5 % Alkohol) ist ein sehr traditionell gemachter Wein, der die Moderne im korrekten Umgang mit der Traube sucht; Schwarz ist einer jener "Rückbesinner", die deswegen nicht gleich zur Amphore greifen und bei Vollmond ernten. Der Rohrwolf wird im großen Holzfass ausgebaut und glänzt mit eleganter Säure und mit Terroir unterlegter Kirschfrucht. Der Captain meint, dass dieser Wein ein Glanzstück des neuen österreichischen Weinbaus ist, Abbild einer fortschrittlich rückschrittliche Revolution, die still und heimlich die österreichischen Rotweine verändert. Der Rohrwolf ist ein Langstreckenläufer und sollte mindestens fünf Jahre im Keller liegen. Das klingt lange, doch die Freude wird die Zeit vergessen machen.
Alles weitere soll Thomas Schwarz selber sagen. Der Captain sagt noch, dass Thomas Schwarz einen fantastischen Rosenmuskateller keltert. Und einen super-süffigen "Portwein" macht. Ein Kellerbesuch ist angeraten, der Bruder von Thomas Schwarz hat in Laufweite ein schönes Wirtshaus mit Blick über den See.
- Rohrwolf 2007 für 36,00 Euro direkt ab Weingut. Und demnächst auch bei boehmewein.de oder vinoble.at
Der Captain empfiehlt außerdem noch mehr Weine aus Österreich und rät außerdem dazu, auch einmal ein Blick auf die anderen Weine der Woche zu werfen.













Na, wenn das nicht ein Kommentar ist, der zum Kosten einlädt! Da kriegt man ja glatt am Montag morgen schon Lust auf Blaufränkisch...
Danke!
lg
el hottino