Dienstag war ein harter Tag für mich. Wegen des Hochzeitsweingewinnspiels auf unserer Facebook-Seite machte mir Frischmaat Golenia am Vormittag einen Heiratsantrag. Manche werden sich nun fragen: warum? Nun, der andere Frischmaat - Lauterbach - empfahl seinen Hochzeitswein. Der Zahlmeister nahm die Gelegenheit beim Schopf und versprach unter jenen Matrosen, die sich an diesem Tag (13. September 2011) das Ja-Wort gegeben haben, eine Kiste von Lauterbachs Hochzeitswein zu verlosen.
Die mehr oder weniger Glücklichen, welche nun Anspruch auf die Kiste haben, mögen einfach eine Kopie der Hochzeitsurkunde an die Redaktion mailen und sich von mir beglückwünscht fühlen. Und die Männer bemitleidet - euer Leben ist vorbei! Die erste eingelangte Urkunde gewinnt.
Ja, dem Golenia ist wohl nichts zu blöd, um an Alkohol zu kommen. Ich mag Weine aus der neuen Welt nicht so gern (Ausnahmen erlaubt). Noch weniger sagen mir jedoch Scheinehen zu und am wenigsten mit Männern. Also, Frischmaat - mit uns geht nichts, merk dir das.
Aha, jetzt auch noch Wildschweine. Wann kommt der Wein?
Wäre das nicht genug Durcheinander gewesen, das einem passieren kann, stolperte ich am Dienstag beim Laufen im Wald auch noch über eine Rotte Wildschweine. Die fanden das noch weniger lustig als ich. Noch dazu, weil ein paar kleine Frischlinge mit von der Partie waren. Die sehen zwar süß aus, sind aber intrigante Mistviecher, die ihre Mütter gern auf unschuldige Sportler hetzen.
Zum Glück meinte es die Sau gut mit mir, oder ihre Kondition war im Eimer, denn nach ca. 50 Meter Sprintlauf war Schluss mit der Treibjagd. Oder sie erinnerte sich, dass Wildschweine keine Menschen essen. Ich lebe also noch.
Mit dem Herz zwischen Hintern und Laufhose huschte ich weiter und sitze jetzt voller Leben hier und begieße meinen neuen Geburtstag. Manchmal schenkt einem das Leben den passenden Grund, um sich zu besaufen. Da sollte man einfach danke sagen und sich eine Flasche Wein in den Leib stellen. Das tu ich nun.
Gottseidank - Mally kommt zum Wein
Bekanntlich bin ich kein großer Fan toskanischer Weine. Darum empfehle ich sie auch nie. Allerdings hüte ich ein dunkles Geheimnis. Tatsächlich gibt es nämlich ein Weingut in dieser Region, auf das ich schon lange ziemlich abfahre. Mit seinen 31 Hektar Rebfläche ist es auch keine dieser überdimensionalen Weinfabriken, von denen es in der Toskana unzählige gibt.
Mein toskanisches Lieblingsweingut heißt Petrolo, eigentlich Fattoria Petrolo. Es gehört der sympathischen Familie Sanjust, die in ihrem Betrieb nahe der Stadt Arezzo zwei Weine keltert - den Sangiovese „Torrione", um den es heute hier am Schiff geht, und den Merlot „Galatrona", den ich ignoriere. Wer braucht schon die Supertoskaner aus internationalen Sorten? Mir schmecken die nicht. Einwände und Beschimpfungen bitte hier unter dem Artikel reinschreiben.
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Lucky guy: Luca Sanjust, Weingut-Besitzer. (Foto: Fattoria Petrolo) 





ui, wein vom meinem freund - und ja, das anwesen hat nix mit dem wein zu tun, zumindest was die anschaffung/erhaltung betrifft. die bilder die dieser herr auch malt gehören zum gesuchtesten auf dieser welt.
traumwein, der bis vor kurzem noch reiner sangiovese war, und in einer serie von jahrgängen richtig groß ist. da sehen einige weit teurere österreichische rote etwas arm und dünn aus daneben.