Hagel zerstört Wiener Weingärten
Ein verheerender Hagel hat von Dienstag auf Mittwoch letzter Woche die Wiener Toplage Nussberg zerstört. Von dem Berg hat man ein exzellente Sicht auf die österreichische Metropole. Jahrelang wurden hier nur mindere Weine für die Ausschank in Heurigenlokalen angebaut. Mit dem Aufschwung des Wiener Weins bekam diese Lage ihre ursprüngliche Bedeutung zurück. Riesling und Gemischter Satz dürften am Nussberg heuer zu 100% ausfallen, sagt ein Sprecher der Bauernkammer. Das Max-Planck-Institut für Meteorologie rechnet in den nächsten Jahren mit dem vermehrten Auftreten von heftigen Starkregen und partiell dramatischen Hagelschauern. Die ständig steigende Anzahl der Unwetter ist aber statistisch nicht belegbar. Ein Zusammenhang mit dem Klimawandel ist nicht auszuschließen.
New York State erlaubt Weinverkauf in den Supermärkten
Der US-amerikanische Bundesstaat New York will nun den Verkauf von Wein in Supermärkten erlauben. Das Verbot ist ein Erbe der alten Prohibitionsgesetze. Hinter dieser Massnahme steht freilich kein menschenfreundlicher Zug trinkfreudiger Politiker: der Staat ist schlicht pleite und braucht neue Einnahmequellen. Mit dem Verkauf der Lizenzen soll hier Kohle gescheffelt werden. Das Wall-Street-Journal nimmt an, dass sich die Preise für Wein damit verteuern würden, da die Gebühren für die Lizenzen an den Konsumenten weitergegeben werden. Der Weintrinker als Melkkuh der Nation also. Bislang kannte man das nur als Autofahrer.
Champagnerkrise zwingt zur Exportoffensive: Taittinger bei Schuhbecks in München
Es ist, als hätte sich nichts verändert. Sattes Bürgertum steht bei Schuhbecks rum und nippelt Champagner ab. Die Jaguar-Jahre, nicht vergangen?
Naja, hinter den Kulissen hört man Dramatisches. Über 30% soll der Verkauf von Champagner aller Marken zurückgegangen sein. Im ersten Halbjahr 2009. Da muss eine Offensive her. Deswegen steht der junge Clovis Taittinger hier bei Schuhbecks herum und erzählt den Dauergelangweilten, was sie hören wollen. Etwa, dass Champagner das "Wasser des Lebens" ist (gäähn). Dass man "mit Champagner gut flirten kann" (gäähhhn). Oder dass man "Champagner trinkt und nicht nur probiert". (gääähhhhhhhn). Und dass er selbst nicht weiß, wie man den Familiennahme ausspricht (im Zweifelsfalle wie Colgate und Michelin).
Das alles bringt nichts, denn die Leute hier trinken Champagner sowieso weiterhin, ihr Geld ist in Lichtenstein oder Kitz geparkt. Oder im "kleinen Walzertal", bei den Ösi-Schlawinern. Neue Konsumenten erreicht man so nicht. Und die alten müssen nicht bestätigt werden.
Die Luxuskette LVHM (Moet & Chandon, Dom Perignon, Krug, Ruinart und Veuve Clicquot) meldet einen dramatischen Einbruch der Champagnerverkäufe im ersten Halbjahr. Vor allem die europäischen Märkte schwächeln. Jetzt wird wieder vom Ausreissen der Weingärten gefaselt. Der Captain überlegt einen Aldi für Hochwertiges zu gründen. Krug um ein Schnäppchen. Das wär´s.














alles so unwichtig, wie diese seite hier.