Der erste Anruf kam Sonntags um eins am Nachmittag. Von einem befreundeten Journalisten. Er kritisierte, dass die Törggelen-Reportage des Captain nur die negativen Seiten dieses volkstümlichen Brauchs aufzeige. Und nicht die positiven, die er selbst unzählige Male erlebt hatte.
Der zweite Anruf kam dann schon einen Stunde später. Hier erstmals die Frage, warum der Captain keine Menschen auf seine Landgänge mitnehme. Keine, ausgenommen die Mannschaft. Nun, wer ist die Mannschaft?
Die zahlreichen weiteren Einträge zur Törggelen-Geschichte in den beiden sozialen Netzwerken des Captain (bei Facebook und Twitter) ließen die Führungsleute an Bord am gestrigen Abend die Lage besprechen. Der Erste Offizier brachte es auf den Punkt: "Die Leute wollen was erleben."
Wie schon Willy Brandt sagte: Wir müssen die Leute mitnehmen. Machen wir.
Deswegen wird der Captain ein paar Landgänge organisieren. Wer mitwill, soll mitkommen. Hier das Programm:
+) Landgang 1: Rheinhessen, Pfalz und Mosel
Der Captain trifft die Mannschaft in Frankfurt und fährt dann mit seinen Leuten in die Pfalz, nach Rheinhessen und an die Mosel (incl. der Saar). Die Meute besucht ausgesuchte Winzer (höchstens zwei am Tag), trinkt nur gute Weine, isst gut und schläft sich am nächsten Morgen aus. Der Captain sieht zu, dass er danach einen kleinen Abstecher in das Elsass organisieren kann. Zum Ausklang fette Traminer mit einer gefüllten Kalbshaxe. Herrlich.
Termin: Entweder November 2009 oder Februar 2010. Kommt auf die Mannschaft an. Dauer: fünf Tage. Kosten: geschätzte 800 bis 1000 Dublonen pro Nase (ohne Anreise). Dafür nur das Beste. Maximal 8 Matrosen.
+) Landgang 2: Wachau, Kremstal, Kamptal
Der Captain trifft die Mannschaft in Wien. Von hier geht es nach Krems in ein supergeiles Hotel. Von Krems weg geht es links und rechts zu den besten Winzern und den besten Restaurants der Region. Am Schluss der Reise zwingt der Captain die Mannschaft zu einem Abstecher in das Burgenland. Rotweine schlürfen.
Termin: Februar 2010. Dauer: vier Tage. Kosten: geschätzte 700 Sterlinge (ohne Anreise) pro Matrose. Maximal 8 Matrosen
+) Landgang 3: Der Osten
Sicherlich der anstrengendste Landgang. Der Captain trifft die Mannschaft in Venedig. Von dort weg geht es zum Essen und Schlafen zu Josko Sirk in das Collio, wo wir am nächsten Tag die Weine von Movia und Simcic verkosten. Dann segeln wir über die sloweinsche Steiermark an den Plattensee, in das Tokaj, in die slowakische Donauregion und nach Mähren. Überall erwarten uns interessante und aussergewöhnliche Winzer mit fantastischen und unbekannten Weinen. Die Rückreise erfolgt von Wien.
Termin: April 2010, Dauer: sechs Tage. Kosten: geschätzte 800 Taler (ohne Anreise) pro Matrose. Anzahl: maximal 10 Matrosen.
Der Captain garantiert nur die beste Verpflegung an Bord zu laden. Und nur die besten Weine herbeizuschaffen. Und Stress zu vermeiden (der sich aber beim Ost-Landgang nicht so richtig vermeiden lassen wird).
Das Reisebüro ist eröffnet. Bitte gleich direkt beim Captain anmelden: info@captaincork.com







Fröhliches Kartoffelschälen an Bord. Rechts im Bild der Captain 




..müssen wir da das Deck schrubben und die Laken waschen?