11.07.09 WEINLEUTE 9 Einem Freund senden

"Das ist ja nicht zum Anschauen"

Sieben Tage kreuzt der Captain auf hoher See, die Mannschaft holt die Fänge aus dem Netz, Zuträger rudern die Ergebnisse ihrer Recherchen an das Schiff heran. Es ist nicht so, dass an Bord wenig zu tun wäre.

Der Captain wurde bemerkt, einige Medien beschäftigten sich mit dem Captain. Und auch auf dieser Seite gab es Reaktionen, die der Captain noch einmal an die Pinnwand heften will.

Nicht jede Meinung war positiv. Viele Einwände gab es gegen die Deckgestatung, vor allem gegen die gelben Segeln in den Texten. Der Captain hat mit der Mannschaft bei einem kühlen Schluck Weißwein - obwohl bei diesem Wetter eher ein Grog angemessen gewesen wäre - Änderungen besprochen. Die Ergebnisse dieser Beratungen werden schon in den nächsten Tagen zu sehen sein.

Viele tausend Menschen haben den Captain in den ersten Tagen seiner Reise begleitet und der Captain wie auch die Mannschaft erfreuen sich täglicher Beobachtung. Hier an Bord freut man sich auch über jeden kritischen Kommentar, der gegen die Bordwand knallt. Das Meer 2.0 ist ja eine Ansammlung von Millionen Kommunikationswellen.

Folglich nun die besten, härtesten und polemischsten Kommentare zum Captain. Einige darunter finden sich auf derstandard.at, der Website jener österreichischen Tageszeitung, die dem Captain bereits einen Artikel widmete.

"Leute, das ist eine runde Sache, was Ihr da macht! Nur das Marker-Gelb gehört in ein Beiboot ohne Ruder gesetzt."

"Gute Artikel, super Seite - das Gelb nervt"

"Und noch Kompliment zur Seite, hoffentlich haben sie einen langen Atem."

"Ganz grundsätzlich: Endlich eine Weinseite, die einem radikalen Spaßtrinker wie mir Freude macht und nicht dumm ist. Bei allen anderen Seiten komme ich mir vor, als sollte ich ein Goldees Kalb umtanzen. Und hier wird endlich über das (und so) über Wein gesprochen, wie ich über Wein spreche. Geil!"

"Warum bietet man einem solchen Selbstdarsteller so ein großes Forum? Das spricht nicht für diese Zeitung. Im übrigen finde ich, dass dieser Mensch genau die Art von Journalismus verkörpert, die für den schlechten Ruf der Branche verantwortlich ist. Wenig denken, viel reden, reden, reden, reden, herumschreien, überall seinen Senf dazugeben, immer das letzte Wort haben wollen, sich selber auf Kosten anderer erhöhen, andere pausenlos heruntermachen."

"Wenn ein selbsternannter Weinexperte über einen "sogenannten" Weinexperten herzieht, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Aufgrund des obigen Interviews wüsste ich jedenfalls nicht warum ich gerade dem Weinexperten Klimek vertrauen sollte... (beim Parker weiss man, wofür der steht, und wenn man dessen Beurteilungskriterien nicht teilt, dann weiss man zumindest, welche Weine man meiden muss)."

"ich lass mich prinzipiell nur von inkontinenten spätentwicklern beraten, die ihre syntax nicht in ordnung halten, unflätig argumentieren und es für qualität halten, allen und jedem mit dem arsch ins gesicht zu fahren.
allerdings nur, wenn der betreffende gerade einen ganz schlechten hairday hat, dann kann ich mich zur not nämlich auf was anderes konzentrieren."

"Endlich spricht jemand Klartext. Endlich eine Plattform, die nicht voller Poesie und mit anmutigen Bildchen die Konsumenten verdummt, sondern im wirklichen Leben von wirklichen Weinliebenden stattfindet. Ein Dank an den Captain, wir buchen eine Kreuzfahrt durch alle önologischen Untiefen."

"Ich finde die Seite sehr uncharmant, wenn ich mich über Weine informieren will, tue ich dies lieber in einer poetischeren Sprache und schaue mir auch gerne schöne Fotos dazu an. Es gibt doch nichts Schöneres, als einen Weinberg, egalb ob in Niederösterreich oder im Burgund."

"Das ist ja nicht zum Anschauen!! (Über den Wein-und-Käse-Film)"

 



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Kommentare 9

Kommentare

Bernd Unruh Heiter bis wolkig.

Herrlich, wie die Wogen über dem Haupte Ihres Herrn Kapitän zusammenschlagen. Herrlich auch zu lesen, daß Provokatin nch immer möglich ist. Ich gratuliere zu Ihrem gelungenen Format und zur ikonoklastischen Grundhaltung. Viel zu viel wird allenortens viel zu ernst genommen, viele s. g. Opinion Leader nehmen sich viel zu wichtig. Es tut gut, daß Herr Cork sich da wohltuend ausnimmt und – trotz seiner scharfen und treffenden Analyse – durchaus in der Lage ist, sich selbst auf die Schaufel zu nehmen. Weiter so.

MFG, Bernd Unruh.

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Der Captain dennoch heiter

Vielen Dank, ich nehme an, noch mächtiger Wellen werden kommen, raue See auf Monate. Sie werden sehen..

MfG

Der Captain

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Gast ...gut

Super!Wollt nur kurz 'reinschauen,bin hängengeblieben.
Kurzweilig und informativ Mehr!

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Gast DOM (Dirty Old Man) hansen ...RR Keller 2007 von der Fels im Glas ;)

Dear Captain!

Den Carlo Wolf kennen wir ja schon a paar Jahre und der Florian Haidegger (vulgo Sörensen) ist ein ganz ein netter.
Ich finde den Blogg gut aufgezogen, nur sehe ich auf der einen Seite die Kritik an Kritikern wie Parker und dann den Captain bei Veranstaltungen bei denen geschminkte und ziemlich sicher herrlich duftende russische Weinjournalistinnen zugelassen sind. Der Priewe (ein herausragender Fachmann) lässt einen raus und alles lauscht gebannt seinen Erläuterungen.
20 Wichtige zutzeln an zwei Flaschen Wein pro Kopf und Nase und sprechen dann von transzendalen Erlebnissen oder den Vibrationen der Weine von der Domaine Rousseau.
Entwürdigend für einen echten Captain. Wein sollte unter Freunden genossen, geteilt und getrunken werden und nicht unter neunmalklugen Lutschern den Verkostungstod erleiden.

DOM hansen

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erster offizier verwundert..

..heisst das, sie haben die rousseau-filme nicht gesehen? oder falsch decodiert?

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Gast DOM (Dirty Old Man) hansen ...nicht verwundert

Ich sehe das schon richtig. 20 "Verkoster" und 20 verschiedene Pullen geben einen Zutzelwettbewerb.
Verkostungstod eben...
Nicht um viel Geld würde ich da mitmachen.

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erster offizier nachfragend

..aber noch einmal: welche art vergleich ziehen sie zwischen parker und wolf? und stellen sie die teilnahme an der rousseau-verkostung von wolf mit der unmöglichkeit einer parker-kritik dar?

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Gast DOM (Dirty Old Man) hansen ...Jaquesson 733 :-))...

Das ist meine Meinung zu dieser Verkostung, wie Sie sie ins Netz gestellt haben.
Und es ist natürlich mein Fehler, wenn ich einen Captain mit diesem Icon in meinem Geist eher als Freibeuter und Wolf, nicht als Lamm gemeinsam im Stall mit den ganzen Hühnern sah.;)

Mit dem Parker oder dem Wolf hat mein Kommentar zu dieser Verkostung nichts zu tun.
Wenn es um diese beiden geht, sehe ich, dass jeder seine Agenden hat:

Parker verkauft Kritiken und bemüht sich inzwischen um einen möglichst großen Einfluss auf die Weinwelt, indem er (sehr erfolgreich) eher simple Weine für jemanden, der Bordeaux mag, nachvollziehbar mit Schulnoten beurteilt. Ich freue mich, dass er keinen Burgunderverstand hat und in der Vergangenheit war er auch mit den Italienern so schwach, da hat man sich immer noch was feines Traditionelles gefunden, das noch nicht im Preis versaut war.

Wolf hat einen Weinhandel, muss seinen Wein verkaufen und schafft es in hochklassigen und -preisigen Veranstaltungen verschiedene Leute zusammenzubringen. Dann führt er den "Buben" vom Rousseau vor wie einen Tanzbären. Sie haben es ja gut gezeigt. Die geschminkte Russin bringt einen auf Weinverstand, auch der Priewe muß ja was sagen, jeder ist natürlich auf seine Art bei so einem Event wichtig und man applaudiert sich gegenseitig.
Es werden Jahrgänge anhand von Spurenelementen im Glas verglichen und spekuliert, was anders gemacht wird, was früher anders gemacht wurde, der österreichische Blauburgunderwinzer findet "Weinvibrationen" bei jeder Lage, bla, bla, bla...

Ich Landratte habe allein schon beim Gedanken daran,
neben einer nach Make Up duftenden Frau zu sitzen,
1 Unze vom 2004er Gevrey oder noch schlimmer (für den Wein) Chambertin in meinem Glas vorzufinden, dann noch die ganzen Kommentare von Auskennern....ANGST!

Ein Captain wird das schon besser heben....;)

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erster offizier zufrieden

..jetzt haben wir verstanden. Uns ging es vor allem klarzustellen, dass wir Karl-Heinz-Wolf als unbestechlichen Weinexperten sehen, auch ist Wolf nicht mehr Eigentümer dieser Firma (wenngleich sicher in einem familiären Naheverhältnis). Der Film zur Verkostung macht die Position des Captain klar, zudem wer er weit weg vom Parfum der russichen "Journalistin"..

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