Sieben Tage kreuzt der Captain auf hoher See, die Mannschaft holt die Fänge aus dem Netz, Zuträger rudern die Ergebnisse ihrer Recherchen an das Schiff heran. Es ist nicht so, dass an Bord wenig zu tun wäre.
Der Captain wurde bemerkt, einige Medien beschäftigten sich mit dem Captain. Und auch auf dieser Seite gab es Reaktionen, die der Captain noch einmal an die Pinnwand heften will.
Nicht jede Meinung war positiv. Viele Einwände gab es gegen die Deckgestatung, vor allem gegen die gelben Segeln in den Texten. Der Captain hat mit der Mannschaft bei einem kühlen Schluck Weißwein - obwohl bei diesem Wetter eher ein Grog angemessen gewesen wäre - Änderungen besprochen. Die Ergebnisse dieser Beratungen werden schon in den nächsten Tagen zu sehen sein.
Viele tausend Menschen haben den Captain in den ersten Tagen seiner Reise begleitet und der Captain wie auch die Mannschaft erfreuen sich täglicher Beobachtung. Hier an Bord freut man sich auch über jeden kritischen Kommentar, der gegen die Bordwand knallt. Das Meer 2.0 ist ja eine Ansammlung von Millionen Kommunikationswellen.
Folglich nun die besten, härtesten und polemischsten Kommentare zum Captain. Einige darunter finden sich auf derstandard.at, der Website jener österreichischen Tageszeitung, die dem Captain bereits einen Artikel widmete.
"Leute, das ist eine runde Sache, was Ihr da macht! Nur das Marker-Gelb gehört in ein Beiboot ohne Ruder gesetzt."
"Gute Artikel, super Seite - das Gelb nervt"
"Und noch Kompliment zur Seite, hoffentlich haben sie einen langen Atem."
"Ganz grundsätzlich: Endlich eine Weinseite, die einem radikalen Spaßtrinker wie mir Freude macht und nicht dumm ist. Bei allen anderen Seiten komme ich mir vor, als sollte ich ein Goldees Kalb umtanzen. Und hier wird endlich über das (und so) über Wein gesprochen, wie ich über Wein spreche. Geil!"
"Warum bietet man einem solchen Selbstdarsteller so ein großes Forum? Das spricht nicht für diese Zeitung. Im übrigen finde ich, dass dieser Mensch genau die Art von Journalismus verkörpert, die für den schlechten Ruf der Branche verantwortlich ist. Wenig denken, viel reden, reden, reden, reden, herumschreien, überall seinen Senf dazugeben, immer das letzte Wort haben wollen, sich selber auf Kosten anderer erhöhen, andere pausenlos heruntermachen."
"Wenn ein selbsternannter Weinexperte über einen "sogenannten" Weinexperten herzieht, dann entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Aufgrund des obigen Interviews wüsste ich jedenfalls nicht warum ich gerade dem Weinexperten Klimek vertrauen sollte... (beim Parker weiss man, wofür der steht, und wenn man dessen Beurteilungskriterien nicht teilt, dann weiss man zumindest, welche Weine man meiden muss)."
"ich lass mich prinzipiell nur von inkontinenten spätentwicklern beraten, die ihre syntax nicht in ordnung halten, unflätig argumentieren und es für qualität halten, allen und jedem mit dem arsch ins gesicht zu fahren.
allerdings nur, wenn der betreffende gerade einen ganz schlechten hairday hat, dann kann ich mich zur not nämlich auf was anderes konzentrieren."
"Endlich spricht jemand Klartext. Endlich eine Plattform, die nicht voller Poesie und mit anmutigen Bildchen die Konsumenten verdummt, sondern im wirklichen Leben von wirklichen Weinliebenden stattfindet. Ein Dank an den Captain, wir buchen eine Kreuzfahrt durch alle önologischen Untiefen."
"Ich finde die Seite sehr uncharmant, wenn ich mich über Weine informieren will, tue ich dies lieber in einer poetischeren Sprache und schaue mir auch gerne schöne Fotos dazu an. Es gibt doch nichts Schöneres, als einen Weinberg, egalb ob in Niederösterreich oder im Burgund."
"Das ist ja nicht zum Anschauen!! (Über den Wein-und-Käse-Film)"













Herrlich, wie die Wogen über dem Haupte Ihres Herrn Kapitän zusammenschlagen. Herrlich auch zu lesen, daß Provokatin nch immer möglich ist. Ich gratuliere zu Ihrem gelungenen Format und zur ikonoklastischen Grundhaltung. Viel zu viel wird allenortens viel zu ernst genommen, viele s. g. Opinion Leader nehmen sich viel zu wichtig. Es tut gut, daß Herr Cork sich da wohltuend ausnimmt und – trotz seiner scharfen und treffenden Analyse – durchaus in der Lage ist, sich selbst auf die Schaufel zu nehmen. Weiter so.
MFG, Bernd Unruh.